Musks X weist nach Durchsuchung in Paris Vorwürfe zurück

03.02.26 22:49 Uhr

AUSTIN/PARIS (dpa-AFX) - Elon Musks Online-Plattform X hat nach einer Durchsuchung ihres Büros in Frankreich alle Vorwürfe zurückgewiesen. Die Pariser Staatsanwaltschaft verschickte auch Vorladungen an den Tech-Milliardär sowie die frühere X-Chefin Linda Yaccarino zu einer Vernehmung am 20. April in der französischen Hauptstadt. Musk sprach bei X von einer "politischen Attacke".

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Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt seit rund einem Jahr gegen X wegen des Vorwurfs, dass Algorithmen in dem sozialen Netzwerk verändert worden sein sollen, um rechtsextremen Inhalten mehr Aufmerksamkeit zu bescheren.

Neu sind seit kurzem auch Vorwürfe wegen Holocaustleugnung und sexualisierter Abbildungen. Dabei geht es um vom KI-Chatbot Grok erstellte Bilder von Frauen und Kindern, sogenannte Deepfakes. Deepfakes sind mithilfe von KI erstellte Videos, Bilder oder Audio-Dateien, die täuschend echt wirken, es aber nicht sind.

X konterte, die Vorwürfe seien "unbegründet". Das Unternehmen bestreite "jegliches Fehlverhalten". Die Durchsuchung gefährde die Redefreiheit, und X wolle die eigenen Grundrechte sowie die der Nutzer verteidigen.

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Musk ist für rechte politische Ansichten bekannt. Er behauptet schon länger, dass in Europa die Redefreiheit in Bezug auf solche Meinungen eingeschränkt werde. Rückendeckung bekam er dabei zum Teil von US-Vizepräsident JD Vance./so/DP/he