31.08.2020 07:28

China: Staatliche Stimmungsindizes signalisieren weitere Erholung der Wirtschaft

Nach Einbruch: China: Staatliche Stimmungsindizes signalisieren weitere Erholung der Wirtschaft | Nachricht | finanzen.net
Nach Einbruch
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In China deuten die staatlichen Stimmungsindikatoren auf eine weitere Erholung der Wirtschaft nach dem starken coronabedingten Einbruch in den ersten Monaten des Jahres hin.
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So stieg das Stimmungsbarometer im Dienstleistungssektor im August um einen ganzen Zähler auf 55,2 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2018. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet. Bei den Industriekonzernen sank der vom Staat ermittelte Einkaufsmanagerindex zwar auf 51,0 (Juli: 51,1) Zähler. Damit signalisiert der Indikator aber immer noch eine Expansion des Sektors.

Im Februar war der Einkaufsmanager-Index für die Industrie wegen der Folgen der Corona-Krise bis auf 35,7 Zähler gefallen, konnte sich aber in den Folgemonaten schnell erholen und liegt seit März wieder über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten. Über dieser Marke ist von einer Ausweitung der industriellen Tätigkeit auszugehen, darunter von einer Kontraktion. Auch der Dienstleistungsindex war im Februar drastisch eingebrochen, konnte sich dann aber schnell erholen und erreichte jetzt den besten Wert seit Januar 2018.

Die staatlichen Einkaufsmanagerindikatoren erfassen vor allem die Stimmung in den großen und von der Regierung dominierten Konzernen. Im Gegensatz dazu spiegelt der vom Wirtschaftsmagazin Caixin ermittelte Index die Stimmung in den eher kleinen und privaten Unternehmen wider. Am Dienstag wird der entsprechende Indikator für den Industriesektor erwartet und am Donnerstag der für den Dienstleistungsbereich.

In China war das Bruttoinlandsprodukt wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im ersten Quartal stark eingebrochen, konnte sich aber bereits im zweiten Quartal wieder deutlich erholen. Unter dem Strich ging die Leistung der Wirtschaft aber in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent zurück.

/zb/bgf/stk

PEKING (dpa-AFX)

Bildquellen: iStockphoto
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