05.07.2022 22:44

Polestar-Aktie: So schlägt sich Börsenneuling und Tesla-Konkurrent Polestar bis jetzt

Nach Erfolgs-IPO: Polestar-Aktie: So schlägt sich Börsenneuling und Tesla-Konkurrent Polestar bis jetzt | Nachricht | finanzen.net
Nach Erfolgs-IPO
Folgen
Der Elektroautobauer Polestar hat in durchwachsenem Börsenumfeld sein IPO gewagt. Nach starkem Start ließ der Aktienkurs aber wieder deutlich nach. Das sind die Aussichten für den Tesla-Konkurrenten.
Werbung
• Polestar mit starkem IPO
• Namhafte Partner und ambitionierte Ziele
• Tesla als einziger Konkurrent


Seit mehr als einer Woche ist Polestar ein börsennotiertes Unternehmen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Volvo und dem chinesischen Volvo-Eigentümer Geely hatte zunächst einen Turbostart aufs Parkett gelegt und bei seinem IPO am 24. Juni 890 Millionen US-Dollar eingenommen. Der Eröffnungskurs lag an der US-Börse NASDAQ bei 12,98 US-Dollar und damit 15,5 Prozent über dem Schlusspreis, der bei der Finalisierung des SPAC-Mergers, den Polestar als Weg an die Börse gewählt hat, festgestellt wurde. Der erste Handelstag endete bei 13,00 US-Dollar. Damit trotzte das Unternehmen sowohl der aktuell durchwachsenen Börsenstimmung als auch dem schwachen Sentiment, das Autobauern seit einiger Zeit am Markt entgegen schlägt.

Doch in den Folgetagen konnte die Polestar-Aktie nicht mehr an die starke Entwicklung des ersten Handelstages anknüpfen: Aktuell wird der Anteilsschein mit 9,38 US-Dollar (Schlusskurs vom 01.07.22) und damit rund 25 Prozent unterhalb des Erstkurses gehandelt.

Angetreten als Konkurrenz von Tesla

Das Gemeinschaftsunternehmen von Volvo und Geely ist angetreten, insbesondere Marktführer Tesla Marktanteile abzunehmen. "Polestar und Tesla sind derzeit die einzigen EV-Pure Plays mit Massenproduktion und globaler Reichweite", so der Börsenneuling vor dem Start am Parkett.

Entsprechend soll das Geld aus dem Börsengang auch dazu verwendet werden, weitere Regionen zu erschließen und neue Fahrzeugmodelle auf den Markt zu bringen, um den Abstand zu Marktführer Tesla zu verringern. "Wir werden nun ein neues Kapitel in unserer Geschichte aufschlagen, das sich in einem Wort zusammenfassen lässt: Wachstum. Bis 2025 wollen wir 290.000 Autos pro Jahr verkaufen, zehnmal mehr als noch im Jahr 2021. Wir betreiben bereits ein reales und erfolgreiches Geschäft; dieser Börsengang gibt uns die Mittel und die Plattform, um unsere ehrgeizigen Zukunftspläne umzusetzen und unsere branchenführenden Nachhaltigkeitsziele voranzutreiben", so Polestar-Chef Thomas Ingenlath in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

So laufen die Geschäfte bei Polestar

Anders als einige andere Elektroautoneulinge, die den Sprung an die Börse gewagt haben, kann Polestar bereits auf ein funktionierendes Geschäft verweisen. Über 55.000 Polestar-Fahrzeuge wurden bereits verkauft, davon 29.000 im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Teslas-Absatzzahlen für 2021 beliefen sich auf 936.000 - der Herausforderer hat also noch einen weiten Weg zu gehen. Doch das Joint Venture hat ambitionierte Ziele formuliert: Bis 2025 will man beim Umsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar auf 17,6 Milliarden US-Dollar zulegen. Zudem ist der Sprung in die schwarzen Zahlen geplant: Nach rund einer Milliarde US-Dollar Minus im Jahr 2021 will man bis 2025 beim EBIT einen Wert von 1,8 Milliarden US-Dollar erreichen und peilt zudem eine operative Umsatzrendite von acht Prozent an.

Die Ziele sind ehrgeizig, denn aktuell verfügt das Unternehmen mit dem Polestar 1 und dem Polestar 2 nur über zwei konzerneigene Fahrzeuge, aktuell produziert wird nur der Polestar 2. Angekündigt wurde bereits der Nachfolger Polestar 3, wann Kunden hier Vorbestellungen abgeben können, dazu hält sich das Unternehmen bislang aber bedeckt. Bei der geplanten Auslieferung war zuletzt die Rede von 2023, im gleichen Jahr soll auch der kleinerer SUV Polestar 4 verfügbar sein, 2024 sei dann ein Sportcoupé unter dem Namen Polestar 5 geplant.

Die Aussichten für Polestar

Mit Volvo und Geely hat Polestar zwei starke Partner im Rücken, mediale Strahlkraft und finanzielle Unterstützung kommt zudem von einem frühen Investor, dem Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio. Das kann sowohl im Hinblick auf den Ausbau der Produktpalette aber auch bei Vertrieb und Produktion von Vorteil sein.

Darüber hinaus konnte sich das Gemeinschaftsunternehmen von Volvo und Geely bereits einen Großauftrag sichern: Der US-Autovermieter Hertz will für seine internationale Flotte in den nächsten fünf Jahren bis zu 65.000 Elektroautos von Polestar kaufen.

Hinzu kommt, dass Polestar neben Tesla kaum direkte Konkurrenz hat, denn börsennotierte reine Elektroautobauer, die sich bereits in der Massenproduktion befinden, sind rar gesät. Treibt Polestar seine Expansion voran und gelingt es dem Unternehmen, mit dem Ausbau der Produktpalette auch die daraus resultierende steigende Nachfrage in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld zu befriedigen, kann dies den Marktführer Tesla Marktanteile kosten. Zuletzt hatte Polestar allerdings die Lieferkettensituation und die Lockdown-Lage in China, wo die einzigen beiden Polestar-Fabriken beheimatet sind, zu schaffen gemacht. Die Folge war eine Senkung der ursprünglichen Verkaufsprognose für das aktuelle Geschäftsjahr: Statt 65.000 Fahrzeuge unters Volk zu bringen, rechnet der EV-Konzern nun nur noch mit einer Auslieferungszahl von 50.000.

Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Ausgewählte Hebelprodukte auf Geely
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Geely
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Name
Hebel
KO
Emittent
Bildquellen: Grzegorz Czapski / Shutterstock.com, pio3 / Shutterstock.com

Nachrichten zu Tesla

  • Relevant
    5
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Tesla

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.07.2022Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
21.07.2022Tesla OutperformCredit Suisse Group
21.07.2022Tesla BuyUBS AG
21.07.2022Tesla BuyDeutsche Bank AG
21.07.2022Tesla HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.07.2022Tesla OutperformCredit Suisse Group
21.07.2022Tesla BuyUBS AG
21.07.2022Tesla BuyDeutsche Bank AG
21.07.2022Tesla OutperformRBC Capital Markets
21.07.2022Tesla BuyGoldman Sachs Group Inc.
21.07.2022Tesla HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
26.05.2022Tesla NeutralUBS AG
10.05.2022Tesla HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.04.2022Tesla Sector PerformRBC Capital Markets
19.04.2022Tesla NeutralUBS AG
22.07.2022Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
18.07.2022Tesla UnderweightBarclays Capital
05.07.2022Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
10.06.2022Tesla UnderweightBarclays Capital
02.06.2022Tesla UnderperformBernstein Research

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Tesla nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Vor Fed-Protokoll am Abend: DAX leichter -- Uniper erleidet im ersten Halbjahr erheblichen Verlust -- GM ruft Autos in den USA zurück -- HelloFresh, Delivery Hero, Siemens Energy, VW im Fokus

Sanofi stellt klinisches Entwicklungsprogramm für das Brustkrebsmittel Amcenestrant ein. BVB denkt wegen der langen Winterpause über Auslandsreise nach - Diskussion um Ronaldo. Bei RTL-Deutschland muss Co-Chef Stephan Schäfer gehen. US-Notenbank Fed ruft Banken zur Vorsicht bei Kryptogeschäften um Bitcoin, Ethereum & Co. auf. GSK: FDA nimmt Zulassungsantrag für Momelotinib an.

Umfrage

Sollten die Corona-Regeln bei steigenden Infektionszahlen im Herbst wieder verschärft werden?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln