Allvest powered by Allianz erhält erneut Bestnote - bis 5. September bei Vertragsabschluss 15€ Bonus sichern!-w-
25.06.2021 23:58

Nach Namensänderung: FinTech-Startup Wise will mittels Direktnotierung an die Londoner Börse

Neuaufstellung: Nach Namensänderung: FinTech-Startup Wise will mittels Direktnotierung an die Londoner Börse | Nachricht | finanzen.net
Neuaufstellung
Folgen
Nachdem das FinTech-Unternehmen Wise Anfang des Jahres eine Namensänderung vollzog, geht es nun in großen Schritten Richtung Börsendebüt. Bereits in den kommenden Wochen könnte das Startup via Direktplatzierung den Weg aufs Londoner Börsenparkett finden.
Werbung
• Börsenpläne werden nach Namensänderung konkret
• A- und B-Aktien sollen CEO Stimmrechte sichern
• Ähnlichkeiten mit Deliveroo-Fiasko?

Wise stellt sich nach Umbenennung neu auf

Bereits im Februar verkündete das auf internationale Überweisungen spezialisierte Startup TransferWise einen großen Schritt: So gab das bereits 2011 gegründete, britische FinTech-Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt, ab sofort unter dem verkürzten Firmennamen Wise auftreten zu wollen. "Unsere Kunden brauchen uns heute für mehr als nur Geldtransfers", erklärte Wise die Namensänderung. "Internationales Senden, Ausgeben und Empfangen von Geld ist zu teuer, zu langsam und zu umständlich. Wir kümmern uns für Menschen und Unternehmen darum." Im Zuge dessen aktualisierte das Unternehmen mit Sitz in London auch seine Logos, seinen Webauftritt und seine Apps, versicherte seinen Nutzern aber, dass sich ansonsten kaum etwas ändern werde. So funktioniere eine Anmeldung mit den vorherigen Zugangsdaten etwa problemlos.

Wise-Aktie: Börsendebüt noch in diesem Jahr möglich

Das ist aber nicht die einzige große Veränderung, die das Jahr 2021 für das junge FinTech-Unternehmen bereithalten soll. Bereits in den kommenden Wochen könnte Wise per Direktplatzierung das Londoner Börsenparkett betreten, wie "CNBC" schreibt. Den Weg über ein IPO will das Unternehmen eigenen Angaben zufolge nicht gehen, weil es kein frisches Kapital aufbringen müsse. "Wir haben uns für ein direktes Listing entschieden, weil jeder die gleiche Chance hat, einen Teil von Wise zu besitzen, von großen Institutionen bis hin zu Kunden", fügte CEO und Mitbegründer Kristo Käärmann laut dem Nachrichtenportal hinzu. "Es ist weniger kostspielig als ein Börsengang, was uns hilft, die Kosten niedrig zu halten und uns letztlich bei unserer Mission, die Preise zu senken, unterstützt." Damit wäre Wise das erste Technologieunternehmen, das in London mittels Direktplatzierung gehandelt wird. Ursprünglich war ein Börsenstart im Mai angedacht, so Markets.com, da dieser Zeitraum aber bereits verstrichen ist, rechnet das Marktportal mit einer baldigen Erstnotierung. Wise selbst gab bisher kein konkretes Datum für den Handelsstart an.

Bewertung von bis zu 9 Milliarden US-Dollar

Damit fällt für Wise auch der Aktienbewertungsprozess weg, der normalerweise bei einem Börsengang anfällt. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen - damals noch unter dem Namen TransferWise - eine Bewertung über fünf Milliarden US-Dollar erhalten. Im Vorjahr war das Startup bereits mit 3,5 Milliarden US-Dollar bemessen worden. Mit dem Börsendebüt könnte Wise aber sogar bis zu neun Milliarden US-Dollar wert sein, wie aus einem Bericht von Sky News hervorgeht. Die Führungsriege des Unternehmen habe diese Gerüchte aber nicht bestätigen wollen, so CNBC. Stattdessen solle die Preisgestaltung durch den Markt bestimmt werden.

Zwei-Klassen-Struktur für mehr Stimmrechte

Zum Handelsbeginn soll außerdem eine Zwei-Klassen-Struktur für die Anteilsscheine etabliert werden. Neben den A-Aktien will Wise auch B-Aktien anbieten, die Investoren jeweils neun zusätzliche Stimmen garantieren, aber weder handelbar noch gelistet seien, so CNBC weiter. Fünf Jahre nach dem Börsendebüt sollen die Scheine dann verfallen. Mit dieser Strategie will sich Käärmann mehr Stimmrechte sichern als andere Anleger, ohne dass ein bestehender Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte besitzt, nur weil er Aktien der Klasse B hält.

Mit einem speziellen Kunden-Aktionärsprogramm, das auf den Namen OwnWise hört, will Wise außerdem seinen Nutzern exklusive Vorteile bieten. Damit sollen sich Kunden, die an dem Programm teilnehmen, nach zwölf Monaten zusätzliche Aktien im Wert von bis zu 100 Pfund sichern können. Aber auch weitere Vorteile sollen den OwnWise-Nutzern zugutekommen. So sind sie etwa berechtigt, an den halbjährlich stattfindenden "Mission Days" teilzunehmen, einem Event, in dem das Unternehmen seinen Fortschritt reflektiert.

Erinnerungen an Deliveroo-IPO werden wach

Das bevorstehende Börsendebüt von Wise mag zum Teil an den Börsengang des britischen Online-Lieferdienstes Deliveroo erinnern. Auch hier entschied man sich für eine Zwei-Klassen-Struktur, mit der sich CEO Will Shu 57 Prozent aller Stimmrechte sicherte, wie das Handelsblatt schrieb. Vor allem bei institutionellen Investoren kam diese Strategie überhaupt nicht gut an: Am ersten Handelstag brach der Kurs der Deliveroo-Aktie im Londoner Handel zeitweise um ein Drittel ein. Marktteilnehmer sprachen von einem der schlechtesten Börsengänge in der Geschichte der Londoner Börse. Davon will sich Käärmann aber nicht beirren lassen. Und auch der Vorsitzende des Branchenverbandes Tech Nation, Stephen Kelly, vertraut auf einen erfolgreicheren Börsenstart. "Ich hoffe, dass Wise einen alternativen Weg zu den öffentlichen Märkten für andere britische Technologieunternehmen eröffnet hat, um sicherzustellen, dass wir für die nächsten Jahrzehnte eine florierende Tech-Szene haben", so Kelly gegenüber CNBC. "Großbritannien braucht mehr Aushängeschilder und Vorbilder, um die nächste Generation zu inspirieren, und es ist gut zu sehen, dass Wise seine Werte lebt und sich der Londoner Börsenfamilie anschließt." Ob Käärmann dies mit seinem FinTech-Startup gelingt, bleibt abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wise, rarrarorro / Shutterstock.com

Nachrichten zu Wise

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Wise

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Wise Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX mit Abschlägen erwartet -- Börsen in Fernost stärker -- VW-Konzern hebt Ausblick für operative Rendite erneut an -- Facebook legt bei Umsatz und Gewinn zu -- PayPal, HeidelbergCement im Fokus

AB InBev mit Gewinn- und Umsatzsprung. Uber bringt Essenlieferdienst Eats auch nach Frankfurt und München. Danone steigert Nettogewinn im 1. Halbjahr. VW-Eigentümerholding Porsche rechnet mit mehr Gewinn. Befesa blickt optimistisch auf 2021 - Expansion in China läuft. Chipboom treibt Infineon-Konkurrenten STMicro an. Nestlé verbucht starkes erstes Halbjahr und passt Ziele leicht an.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die umsatzstärksten Unternehmen der Welt
Welche Unternehmen erwirtschafteten den größten Jahresumsatz?
Die besten Börsentage aller Zeiten
Welche Indizes konnten die höchsten Zugewinne einfahren?
Rohstoffe: Die Gewinner und Verlierer im Juni 2021
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die größten Börsen- und Finanzskandale
Die größten Betrüger, Zocker und Bilanzfälscher.
Das Top-Ranking der Fußballweltmeister
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Gehen Sie davon aus, dass es im Laufe des Jahres 2021 mochmal einen Lockdown geben wird?

finanzen.net Brokerage
finanzen.net Zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln