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17.01.2019 20:58
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100 Millionen Dollar-Deal: Cannabis-Riese Tilray drängt in den Einzelhandel

Neue Kooperation: 100 Millionen Dollar-Deal: Cannabis-Riese Tilray drängt in den Einzelhandel | Nachricht | finanzen.net
Neue Kooperation
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Der Cannabis-Konzern Tilray hat nach dem Deal mit dem Bierriesen AB InBev und dem Pharmakonzern Novartis eine neue Partnerschaft an Land gezogen.
Tilray führt seinen Kurs, der auf globale Kooperationen mit etablierten Konzernen setzt, weiter fort. Als neuen Partner stellte das Cannabis-Unternehmen nun das US-amerikanische Retail-Unternehmen Authentic Brands vor.

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100 Millionen Dollar-Deal

Im Rahmen der Partnerschaft will Tilray im Idealfall bis zu 350 Millionen Dollar in die Hand nehmen. 100 Millionen Dollar in bar und in Aktien zahlt der Cannabis-Konzern an Authentic Brands (ABG), den Inhaber von mehr als 50 Marken, damit dieser die Vermarktung und den Vertrieb bestimmter Cannabis-Produkte von Tilray in den USA übernimmt. Weitere 250 Millionen Dollar sollen fließen, wenn bestimmte Zielvorhaben erreicht wurden.

Tilray erhält im Gegenzug eine Umsatzbeteiligung von 49 Prozent aus dem Verkauf der eigenen Produkte - mindestens sollen pro Jahr bis zu 10 Millionen US-Dollar an den Cannabis-Konzern fließen.

Die Produkte, die im Rahmen der Vereinbarung vermarktet und vertrieben werden sollen, beinhalten CBD, Cannabidiol also. Der Wirkstoff, der nicht berauschend wirkt, dem aber zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden, soll von Tilray unter anderem in Hautpflegeprodukten verarbeitet werden, die in den zahlreichen Zweigstellen von Authentic Brands dann angeboten werden. Tilray wird der bevorzugte Lieferant von Cannabinoid-Produkten werden. Mit dem Deal kämen Tilray-Produkte in mehreren zehntausend ABG-Filialen ins Sortiment.

Große Erwartungen an den Deal

Angesicht der Eckdaten der Vereinbarung muss Tilray große Hoffnungen in die Partnerschaft setzen. Denn die Anfangszahlung von 100 Millionen Dollar hätte Tilray im schlimmsten Fall erst in zehn Jahren kompensiert. Andererseits muss Authentic Brands die Mindestzahlungen auch dann leisten, wenn sich die Cannabidiol-Produkte von Tilray als Ladenhüter erweisen.

"Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit ABG, einem weltweit führenden Unternehmen, das für das fachkundige Management und die Vermarktung eines eigenen Portfolios ikonischer Marken bekannt ist", wird Tilray-CEO Brendan Kennedy in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. Der Deal werde auch für Aktionäre von Vorteil sein, denn so erreiche man neue Kunden in den Bereichen Entertainment, Mode, Beauty, Home sowie Gesundheit und Wellness, so der Cannabis-Konzern weiter.

Nächster großer Schritt

Mit dem ABG-Deal geht Tilray den nächsten großen Schritt in Richtung Ausbau seiner globalen Präsenz. Zuvor hatte der Konzern bereits in zwei weiteren Bereichen Kooperationen bekanntgegeben. Mit dem Brauereikonzern AB InBev ist Tilray eine Forschungspartnerschaft eingegangen, mit dem Ziel "zu verstehen, wie man ikonische und verantwortungsbewusste Getränke und Marken mit Cannabis" kreiert und produziert.

Auch mit dem Schweizer Pharmariesen Novartis verkündete Tilray kürzlich den Ausbau der bereits bestehenden Allianz. Gemeinsam mit der Novartis-Tochter Sandoz wollen die Kanadier medizinische Cannabis-Produkte einer breiteren Masse von Menschen zugänglich machen.

Mit dem neuen Deal mit Authentic Brands untermauert Tilray seine Ausnahmestellung unter den Cannabis-Unternehmen. Anders als viele Konkurrenten ist der Konzern nicht auf der Suche nach Investoren oder finanziellen Beteiligungen, sondern beschränkt sich auf Kooperationen. "Wir denken, es ist zu früh, die Kontrolle über unser eigenes Schicksal aufzugeben. Andere Unternehmen haben zwei von unseren Konkurrenten in dieser Industrie übernommen und es ist viel zu früh für solch eine Transaktion", hatte Tilray-Chef Kennedy kürzlich erklärt.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Yellowj / Shutterstock.com, Opra / Shutterstock.com

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