OTS: KfW / KfW-Jahresauftakt-Pressekonferenz: KfW richtet Fördergeschäft neu aus

04.02.26 10:02 Uhr

KfW-Jahresauftakt-Pressekonferenz: KfW richtet Fördergeschäft neu aus

Frankfurt am Main (ots) -

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- Neuaufstellung in drei Dimensionen: Inlandsförderung, Auslandsgeschäft und in

internen Abläufen der Bank

- Rückblick auf starkes Förderjahr 2025: Kerngeschäft in der inländischen

Förderung steigt um mehr als ein Drittel auf 61 Milliarden Euro - Wachstum bei

Mittelstand, Privatkunden und Kommunen

- Gesamtes KfW-Neugeschäft von 98 Milliarde Euro - Zuweisungsgeschäfte des

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Bundes gehen zurück

Im Jahr 2026 will die KfW ihren Beitrag für die Stärkung des Wirtschafts- und

Innovationsstandorts Deutschland vergrößern und das Land beim Wachstumskurs

unterstützen. Dazu wird sie ihre Arbeit in drei zentralen Dimensionen

neugestalten: in der inländischen Förderung, im Auslandsgeschäft sowie bei

internen Abläufen der Bank. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Wintels

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heute bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz in Frankfurt.

Wintels: "Der Auftrag der KfW liegt auch unter veränderten geopolitischen

Rahmenbedingungen im Aufbruch: Wir werden alles tun, um "Made in Germany" zu

einem echten Comeback zu verhelfen."

Zentrale Handlungsfelder sind Investitionen in eine ökonomisch und ökologisch

nachhaltige Energie- und Wärmeversorgung Deutschlands zu wettbewerbsfähigen

Preisen, in das deutsche Innovationssystem und die Wettbewerbsfähigkeit von

Mittelstand und Industrie sowie weltweit in verlässliche Rahmenbedingungen für

Export, Innovation und Wachstum.

Wintels: "Deutschland bietet viele Chancen und die KfW ist an der Seite all

derer, die hier investieren. Wer als Investor jetzt nicht handelt, sollte das

Gefühl haben, dass er eine Chance verpasst."

Um ihre Kundinnen und Kunden hierbei noch schneller, unbürokratischer und

wirkungsvoller zu unterstützen, stellt die KfW die Förderung im In- und Ausland

und auch "Inside KfW" neu auf. Ziel ist es, die Förderung noch stärker als

bisher am jeweiligen Kundennutzen auszurichten.

Im Inlandsgeschäft steht die Umsetzung des im Dezember 2025 gestarteten

Deutschlandfonds im Zentrum der Neuausrichtung. " Mit dem Deutschlandfonds gibt

es zum ersten Mal einen zentralen Rahmen, um in wesentlichen Zukunftsfeldern

notwendige private Investitionen anzustoßen. Dies ist ein klarer

Paradigmenwechsel vom 'linearen' Förder- und Finanzierungsangebot in einzelnen

Sektoren zu einer langfristig stärker kapitalmarktnahen Finanzierung in

wichtigen Zukunftsfeldern", sagte Stefan Wintels. Im Jahr 2026 werden weitere

Instrumente des Deutschlandfonds starten: Erstens sind im laufenden Jahr erste

Pilot-Transaktionen von Verbriefungen geplant, die durch Entlastung der

Bankbilanzen von Kreditrisiken die Kreditvergabe an Mittelstand und Industrie

unterstützen. Zweitens legt die KfW für Energieversorgungsunternehmen neue

Förderkredite zur Sicherung und zum Ausbau einer klimaschutzgerechten Strom- und

Wärmeversorgung in Deutschland auf. Und drittens, werden Start-ups und Scale-ups

profitieren von zusätzlichen Mitteln aus dem "Wachstums- und Innovationskapital

("Zukunftsfonds II"), vor allem für Investments in DeepTech, BioTech,

Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie zur Deckung bestehender

Finanzierungsbedarfe im Mittelstand.

Die klassische KfW-Inlandsförderung stellt sich zudem bei den

bankdurchgeleiteten wohnungswirtschaftlichen Produkten neu auf: Die KfW setzt im

laufenden Jahr die im Koalitionsvertrag festgelegte Bündelung aller

entsprechenden Förderprodukte in zwei Basisprogramme um: eines für den Neubau

und eines für Bestand/Modernisierung. Die neue Systematik wird ab dem kommenden

Jahr Kundinnen und Kunden die KfW-Angebote zugänglicher machen und für eine

verlässliche, planungssichere und attraktive Förderung sorgen. Bis zur Umsetzung

können die bestehenden Förderprodukte genutzt werden.

Auf die tiefgreifenden globalen Herausforderungen und deren wirtschaftliche

Folgen findet die KfW auch in ihrem internationalen Geschäft neue Antworten. Für

das Geschäftsfeld KfW Entwicklungsbank ist mit dem Reformplan des

Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine noch

stärkere Orientierung an deutschen und europäischen Interessen die Richtschnur.

Dafür wird geostrategische Infrastruktur gezielt gefördert und das Interesse der

deutschen Wirtschaft an aufstrebenden Absatzmärkten und einer resilienten

Energie- und Rohstoffversorgung noch stärker berücksichtigt. Haushaltsmittel

wird die KfW noch effizienter und insbesondere zur Unterstützung sehr armer und

fragiler Länder einsetzen. Gleichzeitig sollen Finanzierungen mit

Kapitalmarktmitteln durch neue Partner und innovative Produkte wie Garantien

ausgebaut sowie die eigene Leistungsfähigkeit durch organisatorische

Veränderungen, Prozessvereinfachungen und Digitalisierung erhöht werden. Für das

KfW-Tochterunternehmen DEG, das private Unternehmen mit Finanzierungen in

Entwicklungs- und Schwellenländern begleitet, ist in den kommenden Jahren ein

deutlicher Ausbau der Neuzusagen aus Eigenmitteln und der bei weiteren

Kapitalgebern mobilisierten Mittel geplant. Die KfW wird den Wachstumskurs

unterstützen und plant hierzu auch eine Stärkung der Eigenkapitalausstattung.

Beim Ausbau ihrer Fördertätigkeit bleibt die DEG wie bisher auf ihrem Impact-

und Klimakurs. Die KfW IPEX-Bank, die als kommerzielle Bank das Geschäftsfeld

Export- und Projektfinanzierung im KfW-Konzern verantwortet, plant ihren

erfolgreichen Kurs weiter fortzusetzen. Vor dem Hintergrund der aktuellen

makroökonomischen und geopolitischen Herausforderungen sowie der Dynamiken im

Wettbewerbsumfeld für kommerzielle Projekt- und Exportfinanzierer prüft sie

laufend weitere strategische Wachstumsfelder.

Stefan Wintels: "Wir investieren in Projekte weltweit und unterstützen

wirkungsvoll beim Ausbau von Infrastruktur, Klimaschutz oder Grundversorgung.

Mit unserer Finanzkraft und unserer Expertise tragen wir bei zu verlässlichen

Rahmenbedingungen für Export, Innovation und Wachstum und helfen so bei der

Sicherung von Arbeitsplätzen auch in Deutschland. Kurz gesagt: Unser

internationales Engagement stärkt nicht nur Deutschlands Wirtschaftskraft,

sondern leistet einen aktiven Beitrag für Wohlstand, Sicherheit und nachhaltige

Perspektiven - hierzulande und in unseren Partnerländern."

Ihrem Anspruch, durch eine kontinuierliche Verbesserung der eigenen Organisation

und internen Prozesse schneller, effizienter und wirksamer zu werden, wird die

KfW 2026 durch weitere Neuerungen gerecht. Dabei setzt sie insbesondere auf den

Ausbau der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI).

"Um das Potenzial von künstlicher Intelligenz über die Summe einzelner

Anwendungsfälle hinaus für die KfW zu heben, verankern wir KI als strategisches

Thema im Bereich unserer Konzernstrategie", sagte KfW-Chef Stefan Wintels. "Ein

interdisziplinär aufgestelltes Team wird dort den Rahmen für KI-Ausbau und

-Nutzung in der Gesamtbank setzen, konkrete Use-Cases anhand messbarer Parameter

identifizieren sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den

gewinnbringenden Einsatz von KI im Arbeitsalltag befähigen. Die Einbindung von

KI-Technologien wird mittelfristig auch für Kundinnen und Kunden die Interaktion

mit der KfW spürbar verbessern und vereinfachen."

Starkes Neugeschäft des KfW-Konzerns 2025

Die KfW blickt auf ein starkes Jahr 2025 zurück: Ihr Kerngeschäft in der

inländischen Förderung mit Krediten und Zuschüssen legte im Vergleich zum

Vorjahr um ein gutes Drittel auf 61,0 Milliarden Euro deutlich zu (2024: 45,8

Milliarden Euro). Dabei entwickelten sich alle Segmente sehr positiv: die

Förderung für Mittelstand und Gründer (23,5 Milliarden Euro / 2024: 13,4

Milliarden Euro), für private Kunden (25,5 Milliarden Euro / 2024: 22,4

Milliarden Euro) sowie für öffentliche Kunden und Individualfinanzierungen (11,2

Milliarden Euro / 2024: 8,4 Milliarden Euro).

Unter Einbezug von Geschäften im direkten Auftrag des Bundes

(Zuweisungsgeschäfte) kam das gesamte Volumen der KfW-Inlandsförderung im

abgelaufenen Jahr auf 62,0 Milliarden Euro und lag damit unter dem Vorjahreswert

(2024: 79,0 Milliarden Euro). Im Vorjahr hatten Zuweisungsgeschäfte in Höhe von

insgesamt 33,2 Milliarden Euro, etwa zur Sicherung der Energieversorgung oder

für Investitionen in die Energieinfrastruktur, das inländische

Neugeschäftsvolumen erheblich nach oben getrieben.

Diesen Sondereffekt spiegelt auch die Zahl für das gesamte Neugeschäft des

KfW-Konzerns wider, das im vergangenen Jahr ein Volumen von 98,0 Milliarden Euro

erreichte (2024: 112,8 Milliarden Euro). Das konzernweite Kerngeschäft ohne

Zuweisungsgeschäfte legte deutlich zu auf 96,9 Milliarden Euro (2024: 79,6

Milliarden Euro).

KfW Capital als KfW-Tochterunternehmen für Investments in deutsche und

europäische Venture-Capital- und Venture-Debt-Fonds sagte im vergangenen Jahr

rund 750 Millionen Euro zu (2024: 1,6 Milliarden Euro). Der Rückgang im

Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen aus Einmal-Zusagen

für zwei Fazilitäten in Höhe von insgesamt 930 Millionen Euro, die im Jahr 2024

im Rahmen des Zukunftsfonds treuhänderisch für den Bund getätigt worden waren.

Die internationalen Einheiten KfW IPEX-Bank, DEG und KfW Entwicklungsbank

verzeichneten 2025 ein Neugeschäft auf hohem Niveau.

Die Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer insgesamt erreichte ein

Zusagevolumen in Höhe von 12,3 Milliarden Euro (2024: 10,3 Milliarden Euro). Auf

das Geschäftsfeld KfW Entwicklungsbank entfielen 10,0 Milliarden Euro (2024: 7,8

Milliarden Euro). Das KfW-Tochterunternehmen DEG setzte für Investitionen

privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern unter global

fordernden Bedingungen 2,4 Milliarden Euro aus Eigenmitteln ein (2024: 2,5

Milliarden Euro). Ihre Zusagen im deutschen Geschäft erreichten mit rund 822

Millionen Euro einen neuen Höchstwert. Die Export- und Projektfinanzierungen der

KfW IPEX-Bank beliefen sich wie in den beiden Vorjahren auf rund 24 Milliarden

Euro.

Im Geschäftsjahr 2025 refinanzierte die KfW ihre Geschäftstätigkeit mit

umgerechnet 71,0 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten (2024:

78,1 Milliarden Euro).

Das KfW-Jahr 2025 im Detail

Inländische Förderung

Das Kerngeschäft der KfW-Inlandsförderung legte mit 61,0 Milliarden Euro im

Vergleich zum Vorjahr deutlich zu (2024: 45,8 Milliarden Euro). Das gesamte

inländische Förderneugeschäft lag mit insgesamt 62,0 Milliarden Euro zwar unter

dem Niveau des Vorjahres (2024: 79,0 Milliarden Euro), maßgeblich für das hohe

Vorjahresergebnis waren jedoch Sondereffekte aus Zuweisungsgeschäften des Bundes

(2024: 33,2 Milliarden Euro). Mit 1,1 Milliarden Euro hatten Zuweisungen 2025

nur noch eine nachrangige Bedeutung.

Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden

Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden lag das Fördervolumen zum

31.12.2025 mit 49,1 Milliarden Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres

(2024: 35,8 Milliarden Euro).

Das Segment Mittelstandsbank verzeichnete dabei eine besonders erfreuliche

Entwicklung. Mit 23,5 Milliarden Euro hat sich das Neuzusagevolumen gegenüber

dem Vorjahr (2024: 13,4 Milliarden Euro) fast verdoppelt, wobei sich alle

Förderschwerpunkte positiv entwickelt haben:

Für Gründung und Unternehmensinvestition wurden 7,0 Milliarden Euro zugesagt

(2024: 6,5 Milliarden Euro). Der Großteil entfiel hier auf den ERP-Förderkredit

KMU (2024: 6,2 Milliarden Euro), der kleinen und mittleren Unternehmen günstige

Konditionen für die allgemeine Unternehmensfinanzierung bietet. Dies ist

angesichts der insgesamt eher verhaltenen Kreditnachfrage mittelständischer

Unternehmen ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Auch die Nachfrage nach Innovationsfinanzierungen ist im Vergleich zum Vorjahr

deutlich angestiegen. Das Neuzusagevolumen war mit 2,7 Milliarden Euro fast

doppelt so hoch wie im Jahr 2024 (2024: 1,5 Milliarden Euro). Das zur Mitte des

vergangenen Jahres neu aufgestellte Produktangebot in der Innovations-/

Digitalisierungsförderung, das jetzt neben einer niederschwelligen Förderung für

kleinere Unternehmen gestaffelte Förderintensitäten bietet, hat hierzu positiv

beigetragen. Mit dem Produkt wird besonders stark der Einsatz und die

Entwicklung von Zukunftstechnologien gefördert.

Sehr positiv entwickelte sich die Förderungen im Bereich Klimawandel und Umwelt

der Mittelstandsbank, die Investitionen in den gewerblichen Umweltschutz und den

Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen und so die Wettbewerbsfähigkeit der

deutschen Industrie stärken. Das Fördervolumen stieg auf 13,8 Milliarden Euro

und übertraf damit das Vorjahresergebnis sehr deutlich (2024: 5,4 Milliarden

Euro). Verantwortlich dafür war insbesondere das Programm "Erneuerbare Energien

- Standard", in dem 9,2 Milliarden Euro zugesagt wurden (2024: 7 Millionen

Euro). Der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkene EU-Referenzzins

ermöglichte wieder eine attraktivere Konditionengestaltung.

Segment Private Kunden

Mit einem Fördervolumen in Höhe von 25,5 Milliarden Euro übertraf das Segment

Private Kunden das bereits gute Vorjahresergebnis nochmals (2024: 22,4

Milliarden Euro).

Der Hauptanteil entfiel mit 17,7 Milliarden Euro auf den Förderschwerpunkt

Energieeffizienz und erneuerbare Energien (2024: 14,4 Milliarden Euro).

Besonders im vierten Quartal zog die Nachfrage in den Förderprogrammen

"Klimafreundlicher Neubau" und "Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)"

an. Zu den BEG-Produkten zählt auch die Heizungsförderung, in der die KfW allein

für private Antragsteller 2025 rund 375.000 Anträge über 5,2 Milliarden Euro

zugesagt hat. Einen erfreulichen Beitrag leistete auch die am 16. Dezember 2025

wiederaufgenommene, befristete Förderung des "Effizienzhaus 55"-Standards für

Neubauten, die den Abbau des Bauüberhangs adressiert. Bis zum Jahresende wurde

bereits die Errichtung von über 14.000 Wohneinheiten mit rund 1,4 Milliarden

Euro gefördert.

Der Bereich Wohnen und Leben lag mit 6,2 Milliarden Euro leicht unter dem Niveau

des Vorjahres (2024: 6,4 Milliarden Euro). Haupttreiber war hier auch 2025 das

"KfW-Wohneigentumsprogramm" mit 5,1 Milliarden Euro (2024: 5,3 Milliarden Euro).

Die Zusagen in den Förderprodukten für Bildung lagen mit 1,6 Milliarden Euro auf

dem Vorjahresniveau (2024: 1,6 Milliarden Euro).

Geschäftsfeld Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden erzielte ein

Zusagevolumen von 12,2 Milliarden Euro (2024: 41,6 Milliarden Euro).

Sondereffekte aus Zuweisungsgeschäften des Bundes waren im vergangenen Jahr mit

1,1 Milliarden Euro nur noch von nachrangiger Bedeutung (2024: 33,2 Milliarden

Euro). Im Kerngeschäft stieg das Zusagevolumen des Geschäftsfelds hingegen auf

sehr starke 11,2 Milliarden Euro (2024: 8,4 Milliarden Euro)

Individualfinanzierung: Unternehmen

Die Individualfinanzierung Unternehmen konnte Zusagen in Höhe von insgesamt 433

Millionen Euro verzeichnen, gegenüber einem Wert von 33,1 Milliarden Euro im

Jahr 2024. Hinter dem extrem hohen Vorjahreswert stehen einmalige

Zuweisungsgeschäfte des Bundes insbesondere für die Finanzierung des

Amortisationskontos Wasserstoff. Im Jahr 2025 konnten knapp 200 Millionen Euro

im Venture Tech Growth Financing realisiert werden. Hinzu kamen

Konsortialkredite über rund 200 Millionen Euro für Projekte zur nachhaltigen

Transformation.

Kommunale und Soziale Infrastruktur

Mit einem Wert von 7,8 Milliarden Euro steigerten sich die Zusagen für Kommunale

und Soziale Infrastruktur gegenüber dem Vorjahr deutlich (2024: 4,6 Milliarden

Euro). Der Anstieg resultiert maßgeblich aus der guten Nachfrage in den

Investitionskrediten für Kommunen und kommunale Unternehmen sowie hohen Zusagen

in den Programmen zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Allein letztere machten

1,4 Milliarden Euro aus. Ebenfalls im Geschäftsvolumen enthaltene und seit 2022

noch laufende Auszahlungen der Soforthilfe/Preisbremse Gas und Wärme beliefen

sich auf 1,1 Milliarden Euro (2024: 0,7 Milliarden Euro).

Individualfinanzierung: Banken und Landesförderinstitute

Die Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute übertraf mit einem

Geschäftsvolumen von knapp 4,0 Milliarden Euro den Vorjahreswert leicht (2024:

3,9 Milliarden Euro). Es zeigte sich mit rund 2,5 Milliarden Euro Zusagen eine

wieder hohe Nachfrage der Landesförderinstitute nach allgemeiner Refinanzierung.

Hinzu kam eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Globaldarlehen für

Leasinginvestitionen, die sich auf Zusagen in Höhe von insgesamt 1,0 Milliarden

Euro summierten.

Geschäftsfeld KfW Capital

Die Zusagen im Geschäftsfeld KfW Capital beliefen sich auf rund 750 Millionen

Euro (2024: 1,6 Milliarden Euro). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr

resultiert im Wesentlichen auf Einmal-Zusagen für zwei Fazilitäten, die 2024 im

Rahmen des Zukunftsfonds treuhänderisch für den Bund getätigt wurden: dem HTGF

Opportunity Fonds (500 Millionen Euro) und dem DeepTech & Climate Fonds (DTCF,

430 Millionen Euro).

2025 wurden über die von KfW Capital durchgeführten Programme 383 Millionen Euro

an 20 Venture-Capital-Fonds zur Finanzierung von Start-ups und jungen

innovativen Unternehmen in Deutschland zugesagt (2024: 381 Millionen Euro an 21

Fonds). Außerdem wurde über das im Rahmen des Deutschlandfonds verkündete

Programm "Scale-up Direct" bereits noch im vergangenen Dezember eine erste

Zusage gegeben.

Im Rahmen des Deutschlandfonds der Bundesregierung werden auch Start-ups und

Scale-ups über KfW Capital gezielt adressiert; so stehen für VC-Fondsinvestments

insbesondere in den wichtigen Bereichen DeepTech, Künstliche Intelligenz,

BioTech, ClimateTech, Defense und weiteren Sektoren rund zwei Milliarden Euro

zur Verfügung. Für direkte Co-Investments ("Scale-up Direct") steht zusätzlich

neu eine Milliarde Euro bereit und für Fonds, die sogenannte

First-of-a-kind-Investments finanzieren, stehen weitere 300 Millionen Euro zur

Verfügung.

Insgesamt ist der 2018 in den Markt getretene VC-Fondsinvestor bereits in mehr

als 150 Venture-Capital-Fonds mit einem Volumen von rund 2,9 Milliarden Euro

investiert und hat indirekt über die Venture-Capital-Fonds bereits über 2.900

Start-ups mitfinanziert. Im Durchschnitt finanzierten die VC-Fonds das rund

4,8fache des von KfW Capital eingebrachten Kapitals in Start-ups und innovative

Unternehmen in Deutschland.

KfW Capital ist zudem für den Wachstumsfonds Deutschland (Dachfonds,

Fondsvolumen: rund 1 Milliarde Euro) als Anlageberater aktiv. Bis zum Jahresende

sagte der Dachfonds bereits rund 850 Millionen Euro an 42 VC-Zielfonds zu und

ist damit zu mehr als vier Fünftel ausinvestiert.

Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung - KfW IPEX-Bank

Die KfW IPEX-Bank, die das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung

verantwortet und Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europäischer

Unternehmen auf den globalen Märkten bereitstellt, übertraf mit einem

Neuzusagevolumen von 24,2 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres (2024: 23,9

Milliarden Euro). Mit ihren Finanzierungen hat die KfW IPEX-Bank - häufig im

Konsortium mit Partnerbanken und institutionellen Investoren - erneut einen

maßgeblichen Beitrag zur Unterstützung der deutschen und europäischen Wirtschaft

geleistet.

In einem anhaltend durch Verwerfungen geprägten Marktumfeld war hierfür vor

allem eine ausgezeichnete Leistung über alle Geschäftsbereiche verantwortlich,

insbesondere in den beiden Sektoren "Energy" und "Mobility", die Zusagen in Höhe

von jeweils 6,7 Milliarden Euro verzeichneten. Hauptsächliche

Neugeschäftstreiber waren Großprojekte der Energie- und Mobilitätswende sowie

zur Verstärkung der Energieinfrastruktur und Sicherung der Rohstoffversorgung in

Deutschland.

Mit Finanzierungen für Projekte wie dem Aufbau des Wasserstoffkernnetzes in

Deutschland, dem größten Fernwärmenetz Europas in Berlin, dem Duisburger Hafen,

sowie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland und Europa und neuer

Hochgeschwindigkeitszüge für den Fernverkehr der deutschen Bahn unterstrich die

KfW IPEX-Bank ihr Engagement für die Stärkung von Wirtschaft und Infrastruktur

in Deutschland und Europa. Mit Finanzierungen für On- und Offshore-Windparks

sowie Solarprojekte und Batteriespeicher von insgesamt 3,3 Milliarden Euro trug

sie zur globalen Energiewende bei.

Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer

Die Zusagen in der Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer insgesamt

erreichten ein Volumen in Höhe von 12,3 Milliarden Euro (2024: 10,3 Milliarden

Euro).

Das Geschäftsfeld KfW Entwicklungsbank steigerte die Zusagen auf 10,0 Milliarden

Euro (2024: 7,8 Milliarden Euro). Weniger als ein Drittel der Zusagen im Jahr

2025 - nämlich 2,8Milliarden Euro - stammten aus dem Bundeshaushalt, vor allem

aus dem des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und

Entwicklung. Der überwiegende Anteil, nämlich 6,5 Milliarden Euro, waren

KfW-Mittel. Diese nimmt die KfW über den Kapitalmarkt auf und vergibt sie als

rückzahlbare Kredite an Entwicklungs- und Schwellenländer.

Trotz anhaltender globaler Krisen engagiert sich die Finanzielle Zusammenarbeit

weiter für die Förderung der nachhaltigen Transformation. Projekte im Bereich

Klima- und Umweltschutz förderte die KfW Entwicklungsbank im Jahr 2025 mit 6,6

Milliarden Euro, dies entspricht einem Anteil von 68 Prozent an den gesamten

Neuzusagen. Im Bereich Mobilität gab es hohe Einzelzusagen für Projekte in

Indien, Indonesien, Zentralamerika, Brasilien und Marokko - überwiegend

KfW-Mittel. In Infrastrukturprojekten liegt ein großes Potenzial für deutsche

und europäische Unternehmen, die als Lieferer und Dienstleister gefragt sind.

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat 2025 eine umfassende

Neuaufstellung in die Wege geleitet, um auch in Zeiten rückläufiger

Haushaltsmittel Antworten auf die geopolitischen Herausforderungen geben zu

können. Auf dieser Grundlage wird die KfW das Bundesministerium für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei der Umsetzung seines im

Januar vorgestellten Reformplans unterstützen.

Darlehen und Beteiligungen für unternehmerische Investitionen bereitzustellen

und zu mobilisieren, stand auch im Jahr 2025 im Fokus der Tätigkeit des

KfW-Tochterunternehmens DEG. 2,4 Milliarden Euro stellte die DEG für

Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern aus

eigenen Mitteln bereit (2,5 Milliarden Euro). Hinzu kamen Mittel, die bei

privaten, institutionellen und öffentlichen Kapitalgebern mobilisiert wurden.

1,2 Milliarden Euro der neu zugesagten Mittel waren für Vorhaben bestimmt, die

den Klima- und Umweltschutz fördern.

Die Zusagen im deutschen Geschäft der DEG erreichten 2025 mit rund 822 Millionen

Euro einen neuen Höchstwert, ein Plus von 32 Prozent gegenüber 2024. Damit

bleibt die DEG ein wichtiger Partner für den deutschen Mittelstand bei

Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Dies umfasst auch

Finanzierungen für lokale Unternehmen, die etwa deutsche Anlagen erwerben. Die

Zusagen enthalten außerdem 86 Millionen Euro öffentliche Mittel aus Programmen

wie ImpactConnect.

Die regionale Aufteilung der Finanzierungszusagen (Eigenmittel) unterstreicht

die Nachfrage sowie die Reichweite der DEG: An Unternehmen in Lateinamerika

gingen 808 Millionen Euro, danach folgen Afrika mit 592 Millionen Euro, Asien

mit 451 Millionen Euro, Europa/Kaukasus mit 409 Millionen Euro und 89 Millionen

Euro für überregionale Vorhaben.

Geschäftsfeld Finanzmärkte

Im Geschäftsjahr 2025 refinanzierte die KfW ihr Fördergeschäft mit umgerechnet

71,0 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten (2024: 78,1

Milliarden Euro) in zehn verschiedenen Währungen. Dabei lag der Schwerpunkt auf

Euro-Anleihen, die rund 58 Prozent der gesamten Kapitalmarktrefinanzierung

ausmachten (2024: 62 Prozent). Der Anteil der US-Dollar-Refinanzierung betrug

etwa 24 Prozent (2024: 25 Prozent). Die KfW emittierte grüne Anleihen mit einem

Nettoerlös von rund 14,0 Milliarden Euro in acht Währungen - das zweithöchste

jährliche Volumen seit 2014. Das kumulierte Emissionsvolumen der seit 2014

ausgegebenen "Green Bonds - Made by KfW" erreichte zum Jahresende 2025 rund 97

Milliarden Euro.

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts plant die KfW im Geschäftsjahr 2026

eine Mittelaufnahme an den internationalen Kapitalmärkten von insgesamt 75 bis

80 Milliarden Euro. Davon sollen bis zu rund 15 Milliarden Euro durch "Green

Bonds - Made by KfW" erlöst werden. Bis Ende Januar 2026 hat die KfW bereits

18,5 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen.

Die KfW treibt als Emittentin und Investorin die Entwicklung des digitalen

Finanzmarkts voran. Nach ersten digitalen Anleiheemissionen in den Jahren 2022

bis 2024 erfolgten 2025 erstmals drei Investments in DLT (Distributed Ledger

Technology)-basierte Wertpapiere sowie zwei Emissionen mit digitalem

Zentralbankgeld in Schweizer Franken. Mit ihrer Unterstützung der europäischen

Regulated Layer One (RL1)-Initiative fördert die KfW den Aufbau einer offenen

und interoperablen Blockchain-Infrastruktur zur Stärkung der digitalen

Souveränität Europas. Für 2026 plant die KfW die Emission ihrer dritten

DLT-Anleihe mit Fokus auf Zahlungsabwicklung (Pontes-Lösung der EZB),

Interoperabilität und Stärkung der DLT-Robustheit. Außerdem sollen

Digitalisierungs- und Automatisierungspotenziale im gesamten Lebenszyklus von

Wertpapieren untersucht werden, etwa durch den Einsatz von Smart Contracts. Die

gewonnenen Erkenntnisse werden - analog zum 2025 gemeinsam mit KPMG und vielen

Projektpartnern veröffentlichten Marktreifepapier zum DLT-basierten Kapitalmarkt

- breit mit dem Markt geteilt, um ein skalierbares DLT-Ökosystem zu fördern.

Alle Unterlagen zur Jahresauftakt-Pressekonferenz der KfW inklusive Foto- und

Grafikmaterial zur redaktionellen Verwertung finden Sie unter: Digitale

Pressemappe zu Jahresauftakt-Pressekonferenz 2026 | KfW

(https://www.kfw.de/s/dekB9DGl)

Weiterführende Informationen zu den Förderzahlen der KfW finden Sie unter

Berichtsportal | KfW

(https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Berichtsportal/Berichtsportal.html)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Christine Volk,

Tel. +49 69 7431-3867

E-Mail: mailto:christine.volk@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6210122

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