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25.02.26 00:59 Uhr

Ökonom Hüther: Merz muss gegenüber Xi unfaire Handelspraktiken

adressieren / IW-Direktor fordert "selbstbewusstes Gespräch auf

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Augenhöhe" - "Müssen nicht befürchten, von China überrollt zu werden"

Osnabrück (ots) - Osnabrück. Top-Ökonom Michael Hüther hat Bundeskanzler

Friedrich Merz vor dessen Gesprächen mit der chinesischen Führung (an diesem

Mittwoch) zu klaren Ansagen aufgerufen. "Er sollte adressieren, dass unfaire

Handelspraktiken keinen langen Atem haben, sondern Gegenmaßnahmen provozieren.

Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen", sagte der Direktor des

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Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker

Zeitung" (noz, Mittwochsausgabe). "Friedrich Merz sollte sich in Peking nicht

ins Bockshorn jagen lassen, was er vermutlich auch nicht tut." Merz trifft am

Mittwoch zunächst den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang, bevor er von

Staatspräsident Xi Jinping zu einem Vieraugengespräch empfangen wird.

Hüther sagte noz: "Herr Merz kann in Peking ein selbstbewusstes Gespräch auf

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Augenhöhe führen. Deutschland und China sind die beiden großen Gewinner der

Globalisierungsphase seit den 80er/90er Jahren. Und beide Länder stehen jetzt

vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Gemeinsam geht das besser." Auf

chinesischer Seite nannte der IW-Direktor "die dramatische Alterung der

Gesellschaft, die Fehlallokation von Kapital, die Probleme im Immobiliensektor"

sowie "eine Überproduktionskrise" vor allem bei E-Autos.

Zugleich trat der Wirtschaftswissenschaftler wachsenden Befürchtungen entgegen,

China werde Europa technologisch abhängen. "Kann ein Land bei allen Produkten

komparative Vorteile - wie wir Ökonomen sagen - haben? Das ist quasi

ausgeschlossen", so Hüther zu noz. Begründet wäre die Sorge allenfalls, wenn

hierzulande die Forschungsintensität nicht vorangetrieben würde. "Worauf es

ankommt: Dass wir lernen, aus den Erkenntnissen der Universitäten mehr

Wertschöpfung zu kreieren. Zum Beispiel durch Ausgründungen. Wenn wir da besser

werden, und das können wir, müssen wir nicht befürchten, von China überrollt zu

werden." Zumal Deutschland und Europa womöglich davon profitieren könnten, dass

die Wissenschaftsfreiheit in den USA bedroht sei.

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