21.10.2020 22:48

Studie deckt neues Problem bei Teslas Autopilot auf

Phantombilder: Studie deckt neues Problem bei Teslas Autopilot auf | Nachricht | finanzen.net
Tesla Model X
Phantombilder
Folgen

Bis zu 1% p.a. Festzins jetzt risikofrei sichern. 15 € Amazon-Gutschein bis 31.12. zusätzlich! -W-

Tesla wirbt sehr offensiv für seinen "Autopilot". Doch nun haben Forscher aufgedeckt, dass sich dieser sehr leicht manipulieren lässt - mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen.
Werbung
• Teslas Autopilot lässt sich täuschen
• Vollständig autonomes Fahren lässt auf sich warten
• Neuprogrammierung von Teslas Autopilot-System

In Deutschland wurde Tesla gerichtlich verboten, mit dem Begriff "Autopilot" für seine Fahrzeuge zu werben. Die Richter sahen diese Bezeichnung als irreführend an, da sie suggeriere, dass es sich um eine Technik zum autonomen Fahren und nicht nur um ein Assistenzprogramm handelt. Der Tesla-Chef sieht dies jedoch weiterhin anders und nannte die Aufregung um den Begriff "lächerlich" oder gar "idiotisch". Niemand würde aufgrund der Bezeichnung annehmen, dass sich das Auto von selbst fahre, so Elon Musk. Tatsächlich sind aber schon Fahrer tödlich verunglückt, während sie sich auf Teslas "Autopilot" verließen.

Sicherheitslücke aufgedeckt

Forscher der israelischen Ben Gurion Universität haben nun festgestellt, das sich mehrere intelligente Assistenzsysteme - auch das von Tesla - sehr leicht verwirren lassen. Dies sei möglich, weil der Autopilot auf optischer Bilderkennung basiert, d.h. Kameras welche die unmittelbare Umgebung erfassen.

Wie "Wired" unter Berufung auf diese Untersuchungen berichtet, reichen aber schon Lichtprojektionen oder Bilder, die für einen Sekundenbruchteil zu sehen sind, aus, um ein Tesla-Auto reagieren zu lassen. So wurde in Experimenten ein Model X lediglich dadurch zum Anhalten gebracht, dass kurz das Abbild eines Menschen auf einen Baum projiziert wurde.

In einem anderen Experiment wurde an einer kleinen Straße eine Werbetafel von der Größe eines Fernsehers manipuliert. Hier wurde auf einer animierten Werbetafel, für einen für Menschen kaum wahrnehmbaren Moment lang, das verborgene Bild eines Stoppschildes einblendet. Bei Tesla reichte es schon aus, ein solches Phantombild für 0,42 Sekunden anzuzeigen, um die Autopilot-Version HW2.5 sowie die aktuelle Ausgabe 3.0. auszutricksen: Der Model X blieb daraufhin mitten auf der Straße stehen. Böswillige Personen könnten also auf diese Weise Staus oder sogar Verkehrsunfälle auslösen.

Doch auch andere Verkehrszeichen würden laut der Universität erkannt. So könnten beispielsweise in Werbeanzeigen verstecke Temposchilder den Autopiloten dazu veranlassen unkontrolliert Gas zugeben.

Vollständige Autonomie angestrebt

Das große Ziel von Elon Musk bleibt es jedenfalls, die Software dahingehend zu verbessern, dass vollständig autonomes Fahren möglich wird. Die schon seit einigen Jahren in Tesla-Fahrzeugen verbaute Sensor-Hardware reiche dazu aus, so der vielbewunderte Visionär.

Wie "Teslamag" berichtet, sollen diese Woche die Tests mit einer grundlegend neuen Autopilot-Software beginnen. Eigentlich war die nächste Version von Teslas Autopilot-System bereits für Ende 2019 angekündigt worden. Grund für die Verzögerung sei laut Musk, dass das System, welches er als "4D" beschrieb, grundlegend neu programmiert werden musste.

Bis sich alle Tesla-Elektroautos wirklich autonom fahren lassen, dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Bis es tatsächlich zu einer Zulassung durch die Aufsichtsbehörden kommt, müssen Fahrzeugführer jedoch trotz der Hilfe durch Assistenzsysteme weiterhin mit 100-prozentiger Aufmerksamkeit fahren.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Tesla

Nachrichten zu Tesla

  • Relevant
    3
  • Alle
    4
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Tesla

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
18.11.2020Tesla NeutralCredit Suisse Group
17.11.2020Tesla NeutralCredit Suisse Group
22.10.2020Tesla NeutralUBS AG
22.10.2020Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
22.10.2020Tesla UnderperformBernstein Research
23.09.2020Tesla buyJefferies & Company Inc.
26.08.2020Tesla buyJefferies & Company Inc.
23.07.2020Tesla buyJefferies & Company Inc.
18.06.2020Tesla buyJefferies & Company Inc.
28.05.2020Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
18.11.2020Tesla NeutralCredit Suisse Group
17.11.2020Tesla NeutralCredit Suisse Group
22.10.2020Tesla NeutralUBS AG
22.10.2020Tesla NeutralCredit Suisse Group
22.10.2020Tesla NeutralGoldman Sachs Group Inc.
22.10.2020Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
22.10.2020Tesla UnderperformBernstein Research
22.10.2020Tesla UnderweightBarclays Capital
22.10.2020Tesla UnderperformRBC Capital Markets
05.10.2020Tesla UnderperformRBC Capital Markets

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Tesla nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Jetzt kostenlos anmelden!

Aus dem einstigen Nischenmarkt um Gaming und E-Sports ist ein Milliardenmarkt entstanden. Erfahren Sie in unserem Live-Seminar morgen um 18 Uhr, welche Investitionsmöglichkeiten sich für Sie als Anleger ergeben könnten!

Jetzt noch schnell anmelden!
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- Dow Jones verliert -- Minister billigen ESM-Reform -- GlobalWafers will Siltronic übernehmen -- Moderna, Bitcoin, CureVac, Commerzbank, Corestate im Fokus

UniCredit braucht neuen Chef. Facebook will anscheinend Kundendienst-Startup Kustomer für eine Milliarde kaufen. US-Notenbank verlängert einige Corona-Hilfen bis Ende März 2021. Slack-Aktie auf Rekord - Salesforce-Gebot steht angeblich bevor. GM beteiligt sich nicht an Nikola. EU erlaubt Dupixent von Sanofi/Regeneron zur Behandlung von Kindern. Corona-Impfstoffstudie von US-Biopharmakonzern Novavax verzögert sich.

Umfrage

Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit ersten Corona-Impfungen noch im Dezember. Teilen Sie diesen Optimismus?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln