05.08.2021 14:42

QIX Dividenden Europa: Sanofi baut eigene mRNA-Sparte mit weiterer Übernahme aus

QIX aktuell: QIX Dividenden Europa: Sanofi baut eigene mRNA-Sparte mit weiterer Übernahme aus | Nachricht | finanzen.net
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Vor dem morgigen US-Arbeitsmarktbericht kann sich der QIX Dividenden Europa Index am Donnerstag trotz einer Vielzahl an Unternehmensberichten gut behaupten. Am Nachmittag liegt er folglich leicht im Plus bei 13.430 Punkten.
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In Anbetracht der weiterhin boomenden Stimmung unter den Corona-Impfstoffherstellern zählt am Donnerstag im Dividenden-Index die Sanofi-Aktie wieder mit zu den Tagesfavoriten und legt dabei leicht auf 85,20 Euro zu. Dabei hatte der französische Arzneimittelhersteller in dieser Woche angekündigt, den Ausbau seines Geschäfts rund um sogenannte mRNA-Vakzine vorantreiben zu wollen. Zu diesem Zweck plant das Management zusätzlich zur jüngsten Übernahme des Spezialisten Tidal Therapeutics sich nun auch den bisherigen Forschungspartner Translate Bio einzuverleiben. Bis zu 38 USD je Aktie wurden von Sanofi am Dienstag hierfür geboten, was einem Eigenkapitalwert von rund 3,2 Mrd. USD (2,7 Mrd. Euro) für den amerikanischen mRNA-Spezialisten entsprechen würde. Der gebotene Preis war letztlich einen Aufschlag von rund 30% zum Montagsschlusskurs von Translate Bio in Höhe von 29 USD. Auch das Management des US-Unternehmens sowie der bisherige Großaktionär Baupost Group würden die geplante Übernahme unterstützen, heißt es. Bislang hätten sich die Franzosen schon rund 30% der ausstehenden Papiere gesichert. Dabei steigt Sanofi vergleichsweise spät in das derzeit boomende Impfstoffgeschäft ein. Immerhin gilt die mRNA in der Branche als wichtige Zukunftstechnologie, mit der nicht nur geimpft wird, sondern womöglich auch schwere Krankheiten wie Krebs angegangen werden könnten.

Das Pharmaunternehmen selbst arbeitet mit Translate schon seit 2018 bei der Entwicklung von mRNA-Impfstoffen intensiv zusammen, im Corona-Jahr 2020 wurde die Allianz zudem um die Erforschung eines Covid-19-Vakzins erweitert. Zuletzt hatte Sanofi sogar angekündigt, jährlich bis zu 400 Mio. Euro in die mRNA-Technologie investieren zu wollen. Bis 2025 sollen hierdurch mindestens 6 verschiedene Impfstoffe in die klinische Studienphase gebracht werden. Dank des eigenen und eher risikoärmeren Medikamenten- und rezeptfreien Produktgeschäfts blieb Sanofi auch in diesem Jahr seiner bislang sehr konservativen Dividendenpolitik treu. Denn in Anbetracht der jüngsten Gewinnausschüttung erzielen Aktionäre mit der Aktie eine nach wie vor solide und verlässliche Kapitalrendite von 3,6%.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Die jüngsten 5G-Ausbau-Hoffnungen und die hohe Dividendenrendite hatten im Dividenden-Index zuletzt auch die Swisscom-Aktie angetrieben. Am Donnerstag liegt sie abermals mit 1,3% im Plus bei 517,00 Euro, und notiert damit auf Jahreshoch. Dabei zählt das Telekommunikations- und Mobilfunkunternehmen mit ihren Angeboten rund um die Bereiche Mobilfunk, Festnetz, Internet und Digital-TV als größtes des Landes. Allerdings besitzt die Schweizerische Eidgenossenschaft mit 51% nach wie vor den bedeutendsten Anteil an dem ehemaligen Staatsunternehmen. Im Heimatmarkt kommt Swisscom aber gerade in der Mobilfunk- und Breitbandsparte auf einen außerordentlich hohen Marktanteil von über 50%. Das Unternehmen war aber zuletzt in die Kritik geraten, da innerhalb von eineinhalb Jahren Anfang Juli, die über Mobilfunkgeräte wählbaren Notrufnummern zum vierten Mal ausfielen. Selbst von Ablösung des Vorstandschefs war dabei die Rede. Operativ läuft es dagegen gut. So konnte der Kommunikations-Dienstleister im 1.Halbjahr mit einer guten Marktleistung überzeugen. Sowohl Umsatz als auch das EBITDA legten bei Swisscom weiter zu. Der anhaltende Preisdruck führte zwar zu einem Rückgang bei den Erlösen mit reinen Telekomdiensten im Schweizer Kerngeschäft. Dieser konnte jedoch durch Einsparungen sowie Wachstum mit IT-Lösungen, höherem Absatz von Smartphones und starken Geschäften der Breitband-Tochter Fastweb in Italien mehr als kompensiert werden.

Während bei den Schweizern die Mobilfunknutzung auch weiterhin stark steigt, bleibt der Netzausbau vor allem was den neuen 5G-Standard betrifft, vielerorts blockiert. Da aber Swisscom trotz intensivem Wettbewerb und Corona-Einflüssen die eigenen Zielvorgaben für 2020 erfüllen konnte, erhielt letztlich jeder Aktionär im April die zuvor angekündigte Dividende von 22 CHF (20,50 Euro). Schon seit 2011 schüttet der Mobilfunkanbieter eine der relativ stabilen Umsatz- und Gewinnentwicklung angemessene Gewinnbeteiligung von 22 CHF aus. Dennoch hat das Management in den letzten 10 Jahren im Schnitt mit einer doch weit überdurchschnittlich hohen Rendite von 4,5% die Kapitalanleger verwöhnt. Aktuell bewegt sich die Swisscom-Aktie mit ihrer Dividendenrendite von 4,1% aber etwas unter dem Niveau der vergangenen Jahre.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Bildquellen: Traderfox

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