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01.07.2020 17:57

Steinhoff-Aktie leichter: Steinhoff verbucht 2018/19 Milliardenverlust

Sanierungsprozess läuft: Steinhoff-Aktie leichter: Steinhoff verbucht 2018/19 Milliardenverlust | Nachricht | finanzen.net
Sanierungsprozess läuft
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Der kriselnde Handelskonzern Steinhoff International hat das vergangene Geschäftsjahr 2018/19 mit einem Milliardenverlust abgeschlossen.
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Per Ende September 2019 stand unter dem Strich ein Minus von 1,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am späten Dienstagabend im südafrikanischen Stellenbosch mitteilte. Im Vorjahr war ein Fehlbetrag von 1,25 Milliarden Euro angefallen. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft nahm um 5 Prozent auf knapp 12 Milliarden Euro zu.

Steinhoff war hierzulande vor allem durch die Möbelkette Poco bekannt. Seine Poco-Anteile hat er inzwischen an seinen Konkurrenten XXXLutz verkauft. Ein Bilanzskandal hatte Steinhoff zuvor schwer erschüttert. Mit den juristischen Nachwehen kämpft der Konzern bis heute, was unter anderem auch zu der verspäteten Vorlage der Jahreszahlen führte. Nachdem Steinhoff im vergangenen Jahr zunächst die Finanzen neu aufgestellt hat, steht nun weiter die juristische Aufarbeitung im Vordergrund, wie Steinhoff mitteilte. Als dritten Schritt des Sanierungsprozesses soll der Konzern weiter umgebaut und sowohl Schulden als auch Finanzierungskosten gesenkt werden.

Einen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr gab Steinhoff wegen der Corona-Pandemie nicht. Die Bedingungen für den Handel seien jedoch weiter problematisch. Zwar gebe es die ersten Lockerungen in den Ländern, in denen Steinhoff tätig sei, jedoch variierten diese von Land zu Land. Dabei seien die Geschäfte besser angelaufen, als erwartet und profitierten vom Nachholbedarf der Kunden. Die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung hänge jedoch vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie sowie dem wirtschaftlichen Umfeld ab. Insgesamt werde die Pandemie jedoch erhebliche negative Auswirkungen auf die Geschäftszahlen haben, hieß es. Die Barmittelposition des Unternehmens sei Anfang Juni dabei deutlich besser gewesen als zu Beginn der Pandemie prognostiziert, erläuterte Steinhoff.

Nach Bilanzskandal bei Steinhoff - Klagen über neun Milliarden Euro

Der südafrikanische Handelskonzern Steinhoff sieht sich nach einem milliardenschweren Bilanzbetrug mit einer Klagewelle konfrontiert.

Insgesamt liegen Klagen im Volumen von mehr als neun Milliarden Euro gegen das Unternehmen mit Wurzeln in Deutschland vor, heißt es in dem in der Nacht zum Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht für 2018/19 (Ende September). Steinhoff hatte mit krummen Geschäften die Bilanz über Jahre um mehr als sechs Milliarden Euro aufgebläht, wie sich Ende 2017 herausstellte. Die seit 2015 auch in Frankfurt notierte Aktie stürzte ab, gehört aber inzwischen wieder dem Kleinwerteindex SDAX an. Rückstellungen für die Klagen hat Steinhoff nach eigenen Angaben bisher nicht gebildet.

Die Steinhoff-Aktie verlor zum XETRA-Handelsende am Mittwoch noch 0,38 Prozent auf 0,052 Euro - zwischenzeitlich war sie um knapp 7 Prozent abgesackt.

(dpa-AFX / Reuters)

Bildquellen: Pavel Kapysh / Shutterstock.com

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23.04.2018Steinhoff International Sector PerformRBC Capital Markets
05.03.2018Steinhoff International Sector PerformRBC Capital Markets
01.03.2018Steinhoff International Sector PerformRBC Capital Markets
06.12.2017Steinhoff International NeutralGoldman Sachs Group Inc.
06.12.2017Steinhoff International Sector PerformRBC Capital Markets
04.09.2017Steinhoff International OutperformRBC Capital Markets
25.08.2017Steinhoff International OutperformRBC Capital Markets
03.07.2017Steinhoff International OutperformRBC Capital Markets
29.06.2017Steinhoff International kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
08.06.2017Steinhoff International overweightJP Morgan Chase & Co.
23.04.2018Steinhoff International Sector PerformRBC Capital Markets
05.03.2018Steinhoff International Sector PerformRBC Capital Markets
01.03.2018Steinhoff International Sector PerformRBC Capital Markets
06.12.2017Steinhoff International NeutralGoldman Sachs Group Inc.
06.12.2017Steinhoff International Sector PerformRBC Capital Markets
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