finanzen.net
09.01.2019 06:57

Brexit-Umfrage: Vernichtendes Urteil über Premierministerin May

Schlechten Job gemacht?: Brexit-Umfrage: Vernichtendes Urteil über Premierministerin May | Nachricht | finanzen.net
Schlechten Job gemacht?
Folgen
Nach Ansicht von knapp drei Viertel aller britischen Abgeordneten hat Premierministerin Theresa May einen schlechten Job bei den Brexit-Verhandlungen gemacht.
Werbung
Die Meinungsverschiedenheiten im Unterhaus hätten sich binnen eines Jahres erheblich vergrößert, ergab eine Befragung der Parlamentarier durch die Londoner Universität Queen Mary gemeinsam mit einer Denkfabrik. Angesichts solcher Verhältnisse sei es kaum möglich, dass May das von ihr mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen durch das Parlament bringe.

Am Mittwoch setzen die Abgeordneten ihre Brexit-Debatte im Unterhaus fort. Am 15. Januar sollen sie dann über das Abkommen abstimmen.

Großbritannien will sich am 29. März von der Europäischen Union trennen. Ein "No Deal" - also ein ungeregelter Austritt ohne Abkommen - könnte fatale Folgen für fast alle Lebensbereiche haben. Vor allem die Wirtschaft befürchtet Einbußen. Bei einem geregelten Austritt hingegen würde eine Übergangsphase bis mindestens Ende 2020 gelten, in der sich praktisch nichts ändert.

In Mays Konservativer Partei stößt das Abkommen auf viel Ablehnung. Im Dezember überstand die Premierministerin ein Misstrauensvotum ihrer Fraktion. Die nordirische DUP, auf deren Stimmen Mays Minderheitsregierung angewiesen ist, verweigert die Gefolgschaft. Der Chef der Labour-Partei, Jeremy Corbyn, setzt auf eine Neuwahl.

Die Abgeordneten des Unterhauses sicherten sich bei der Verabschiedung des EU-Austrittsgesetzes im vergangenen Jahr eine Art Veto-Recht für das Abkommen. Demnach kann die Regierung den Vertrag nur mit vorheriger Billigung des Parlaments unterzeichnen. Die Abgeordneten können die Zustimmung auch mit Bedingungen versehen.

Ursprünglich war die Abstimmung schon für den 11. Dezember geplant. Wegen der sich abzeichnenden Niederlage verschob May das Votum aber auf den 15. Januar. Angesichts der verfahrenen Situation im Parlament wird zunehmend über eine Verschiebung des Brexits spekuliert.

Der britische "Telegraph" berichtete, Regierungsvertreter aus London hätten in Brüssel vorgefühlt, ob eine Verlängerung der Verhandlungsfrist nach EU-Artikel 50 infrage käme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird eine solche Verlängerung oder Verschiebung auf EU-Seite nicht ausgeschlossen.

Die Briten votierten im Juni 2016 mit 51,9 Prozent für den Brexit. Rufen nach einem zweiten Referendum erteilte May eine Absage.

/si/DP/zb

LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: OLI SCARFF/AFP/Getty Images, Dan Kitwood/Getty Images
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Heute im Fokus

DAX geht tiefer ins Wochenende -- US-Börsen mit roten Vorzeichen -- Mini-Dividende für JENOPTIK-Aktionäre -- Airbus erhält Aufträge für nur 4 Flugzeuge -- Wirecard, Daimler, GoPro, Uber im Fokus

Sammelklage gegen AUDI in Ingolstadt abgewiesen. ICE kauft Hypotheken-Firma für 11 Milliarden Dollar. SNP bleibt trotz deutlichen Verbesserungen in den roten Zahlen. AstraZeneca schließt Vereinbarung zur COVID-Impfstoffproduktion in China. TikTok: Trump will mit Verfügung Verkauf forcieren. Trump-Regierung droht chinesische Firmen von US-Börsen zu verbannen. Fraport meldet 17 Corona-Fälle auf Terminal-3-Baustelle.

Umfrage

Wenn die Kurse steigen, denken viele Anleger vermehrt über Sicherungsmechanismen nach. Was halten Sie von Teilschutz-Zertifikaten?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
Apple Inc.865985
Plug Power Inc.A1JA81
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
Deutsche Bank AG514000
Amazon906866
Ballard Power Inc.A0RENB
TeslaA1CX3T
Wirecard AG747206
BayerBAY001
Deutsche Telekom AG555750
Lufthansa AG823212
Siemens AG723610
NikolaA2P4A9