08.10.2020 18:12

IBM-Ergebnis erreicht Erwartungen - Aktie mit Kursfeuerwerk

Spin-off: IBM-Ergebnis erreicht Erwartungen - Aktie mit Kursfeuerwerk | Nachricht | finanzen.net
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Die International Business Machines Corp (IBM) hat nach eigener Einschätzung im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten an der Wall Street erreicht.
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Der bereinigte Gewinn je Aktie werde bei 2,58 US-Dollar liegen und der Umsatz 17,6 Milliarden Dollar erreichen, teilte der IT-Konzern mit. Details nannte das US-Unternehmen nicht, dies soll wie geplant später diesen Monat geschehen.

IBM sah sich zur Vorab-Veröffentlichung seiner Zahlen genötigt, weil das Unternehmen gleichzeitig die Abspaltung seiner Managed Infratructure Sparte ankündigte. Damit soll die Konzernstruktur vereinfacht werden. Aktionäre bekommen die Sparte als neues Unternehmen in ihr Depot eingebucht, sobald die Transaktion umgesetzt wird.

IBM will Managed Infrastructure Services ausgliedern

Der US-Konzern will seinen Bereich Managed Infrastructure Services aus der Sparte Global Technology in eine neue, noch namenlose Aktiengesellschaft ausgliedern. Man gehe davon aus, dass die Trennung durch eine steuerfreie Ausgliederung an IBM-Aktionäre bis Ende 2021 abgeschlossen sein wird, teilte IBM am Donnerstag mit.

IBM erwartet, dass der Spin-off ohne steuerliche Belastung für die Aktionäre erfolgen wird. Die addierte Dividendenzahlung von IBM und der neugeschaffenen Gesellschaft dürfte zunächst mindestens der von IBM bislang gezahlten Quartals-Ausschüttung entsprechen.

Der Schritt sei Teil des IBM-Plans, die Wachstumsstrategie für Hybrid-Clouds zu beschleunigen. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, zwei marktführende Unternehmen zu schaffen, die sich auf das konzentrieren, was sie am besten können", sagte Chief Executive Arvind Krishna. "IBM wird sich auf seine offene Hybrid-Cloud-Plattform und KI-Fähigkeiten konzentrieren.

So reagiert die IBM-Aktie

Die Aufspaltungspläne bei haben am Donnerstag die Papiere des IT-Konzerns mit hohen Kursgewinnen auf den ersten Platz im US-Leitindex Dow Jones 30 Industrial gehievt. Sie kletterten in der Spitze um mehr als 9 Prozent bis auf 135,50 Dollar. Damit scheiterten sie einstweilig nur knapp an ihrem bisherigen Hoch seit dem Corona-Crash, das sie im Juni bei 135,88 Dollar erreicht hatten. Zuletzt belief sich das Plus in einem etwas an Schwung verlierenden Gesamtmarkt auf 5,7 Prozent auf etwas mehr als 131 Dollar.

An der Aufwärtsbewegung im Gesamtmarkt in den vergangenen Monaten nahmen die IBM-Titel nicht teil. Sie bewegten sich nach ihrem Corona-Hoch von Juni bis Oktober überwiegend seitwärts bei Kursen um die 125-Dollar-Marke, während der Dow in dieser Zeit von 25 000 Punkten bis auf zeitweise über 29 000 Punkte gestiegen war.

Die Pläne von IBM könnten die Aktie nun aber aus ihrer Seitwärtsbewegung befreien. Der IT-Riese will eine seiner umsatzstärksten Sparten aufspalten, um sich noch stärker auf lukrative Cloud-Dienste auszurichten. Wie der Konzern am Donnerstag in Armonk mitteilte, soll das IT-Infrastruktur-Geschäft abgetrennt und eigenständig an die Börse gebracht werden.

Die schweizerische Bank Credit Suisse wertet die Abspaltungspläne positiv, da sie die neue Strategie des Konzerns mit Fokus auf dem beträchtlich wachsenden Cloudgeschäft untermauerten. Mit der Abspaltung dürfte die bislang dem Gesamtmarkt sowie dem IT-Sektor klar hinterher gelaufene Aktie vor einer Neubewertung stehen, so die Experten. Die Werthaltigkeit des Cloudgeschäfts dürfte sich nun stärker herauskristallisieren. Der Cloudmarkt dürfte in den nächsten drei bis fünf Jahren kräftig wachsen, Unternehmen forcierten diesen Trend auch gerade nach den Erfahrungen in der Corona-Krise, hieß es weiter.

Die IBM-Titel hatten im Februar vor dem Corona-Crash noch zeitweise rund 159 Dollar gekostet. Ihr Rekordhoch liegt länger zurück. Es datiert aus dem Jahr 2013 bei knapp 216 Dollar.

Vorläufige Quartalszahlen veröffentlichte IBM an diesem Donnerstag ebenfalls. Sie gerieten angesichts der Abspaltungspläne etwas in den Hintergrund. Gleichwohl lägen sie leicht über den Markterwartungen, konstatierte Credit Suisse.

NEW YORK (Dow Jones)/ (dpa-AFX)

Bildquellen: Gil C / Shutterstock.com

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