ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

30.01.26 18:59 Uhr

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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Deutsche HVPI-Inflation steigt im Januar wider Erwarten

Der Inflationsdruck in Deutschland hat im Januar entgegen den Erwartungen leicht zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sank der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lag um 2,1 (Dezember: 2,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Preisrückgang um 0,4 Prozent und eine unveränderte Jahresteuerungsrate von 2,0 Prozent prognostiziert.

Deutsche Inflation steigt trotz dämpfender Maßnahmen

KfW-Volkswirtin Stephanie Schoenwald weist darauf hin, dass die Inflation in Deutschland deutlicher als erwartet gestiegen ist, obwohl zu Jahresbeginn mehrere preisdämpfende Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung wirksam geworden seien, darunter die Senkung der Netzentgelte und die Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie. "Vor allem teurere Lebensmittel und im Vormonatsvergleich anziehende Energiepreise machten einen Strich durch die Rechnung", schreibt sie in einem Kommentar.

US-Erzeugerpreise steigen im Dezember stärker als erwartet

Die US-Erzeugerpreise sind im Dezember stärker gestiegen als erwartet. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Produzentenpreise um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 3,0 (Vormonat: 3,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten nur einen monatlichen Preisanstieg von 0,3 Prozent prognostiziert.

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Trump auf Truth Social: Ich nominiere Kevin Warsh zum Fed-Chef

Kevin Warsh ist Donald Trumps Kandidat für den nächsten Vorsitz der Federal Reserve, teilte Trump in einem Social-Media-Beitrag mit. Warsh, vielleicht der aggressivste der vier Kandidaten, auf die Trump seine Auswahl angeblich eingegrenzt hatte, war von 2006 bis 2011 Mitglied des Gouverneursrats der Fed. Er verließ die Zentralbank sieben Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit aufgrund von Bedenken hinsichtlich nicht-traditioneller Maßnahmen wie der quantitativen Lockerung.

Hassett: Fed hätte Zinsen diese Woche senken sollen

Die Fed hätte die Zinsen in dieser Woche nach Ansicht des nationalen Wirtschaftsberaters Kevin Hassett senken sollen. Auf die Frage, ob er glaubt, dass die Notenbank mit der Beibehaltung des Zinsniveaus einen Fehler gemacht hat, sagte Hassett im Interview mit CNBC: "Das tue ich, das tue ich." Das Wirtschaftswachstum sei stark und er glaube, dass ein starkes Wachstum ohne eine starke Inflation möglich sei.

Chicagoer Einkaufsmanagerindex steigt über die Wachstumsschwelle

Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im Januar aufgehellt. Der Indikator stieg auf 54,0 Punkte, wie die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager mitteilte. Im Dezember stand der Index bei 42,7 Punkten. Volkswirte hatten einen Wert von 44,0 Punkten erwartet.

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Fed/Waller: "Schwacher" Arbeitsmarkt hätte Zinssenkung gerechtfertigt

Fed-Gouverneur Christopher Waller sieht die Wirtschaft durch den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank auch nach drei Zinssenkungen 2025 nach wie vor gebremst. Die Fed sollte die Zinsen weiter senken, um den schwachen Arbeitsmarkt abzufedern, schrieb er in einer Mitteilung, in der er darlegte, warum er diese Woche gegen die Entscheidung der Zentralbank gestimmt hat, die Zinsen unverändert zu lassen.

Trump: Warsh will sicherlich die Zinsen senken

Der designierte Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, hat sich in Gesprächen für den Posten laut US-Präsident Donald Trump nicht zu Zinssenkungen verpflichtet. Aber "er will sicherlich die Zinsen senken", sagte Trump. Er lobte Warshs Referenzen - und seine Erscheinung. "Aussehen bedeutet nichts, aber er hat das Aussehen", so der Präsident.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/mgo

(END) Dow Jones Newswires

January 30, 2026 13:00 ET (18:00 GMT)