21.12.2020 17:51

Tele Columbus-Aktie gewinnt letztlich zweistellig: Morgan Stanley Infrastructure Partners übernimmt Tele Columbus

Übernahme: Tele Columbus-Aktie gewinnt letztlich zweistellig: Morgan Stanley Infrastructure Partners übernimmt Tele Columbus | Nachricht | finanzen.net
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Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus holt sich Morgan Stanley Infrastructure Partners ins Haus, um die erforderlichen Investitionen in den Glasfaserausbau zu stemmen.
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Wie das SDAX-Unternehmen mitteilte, hat es sich mit der Investmentgesellschaft auf eine Übernahme geeinigt. Auch der Ankeraktionär United Internet will seine Beteiligung von 29,9 Prozent in die Bietergesellschaft einbringen. Rocket Internet will seine Beteiligung von 13,36 Prozent andienen.

Die Bietergesellschaft Kublai GmbH bietet 3,25 Euro je Tele-Columbus-Aktie, was einer Prämie von 37,5 Prozent auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs der Tele-Columbus-Aktie am 18. Dezember 2020 entspricht. Die Angebotsfrist beträgt sechs Wochen, Vollzug wird im zweiten Quartal 2021 erwartet. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 50 Prozent.

Schlussendlich legte die Tele Columbus-Aktie auf XETRA um 11,85 Prozent auf 3,21 Euro zu.

Tele Columbus will auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. Januar eine Bezugsrechtskapitalerhöhung in Höhe von 475 Millionen Euro beschließen lassen, an der sich die Bietergesellschaft von Morgan Stanley bei einem Erfolg des Übernahmeangebots beteiligen wird. Außerdem will sich nach Vollzug der Transaktion weiteres Eigenkapital von bis zu 75 Millionen Euro für die Umsetzung der Glasfaser-Strategie ("Fiber Champion") bereitstellen. Tele Columbus will in den kommenden zehn Jahren knapp 2 Milliarden Euro in die Netzinfrastruktur und den Glasfaserausbau investieren.

"Damit können wir unsere Verschuldung senken und es werden neue Eigenkapitalmittel bereitgestellt, die wir für die Umsetzung unserer Strategie im Interesse unserer Kunden und Partner benötigen", sagte Tele-Columbus-Chef Daniel Ritz zu dem Deal. Ansonsten hätten alle Aktionäre Kapital nachschießen müssen, um die Glasfaserstrategie zu unterstützen. "Darüber hinaus bleibt Tele Columbus weiterhin ein eigenständiges Unternehmen."

Mit der United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch hat Tele Columbus einen Vorvertrag über die Nutzung des Glasfasernetzes von Tele Columbus für die Vermarktung ihrer eigenen Breitbandprodukte geschlossen.

Am Markt habe man auf eine Lösung für die Refinanzierung von Tele Columbus gewartet, hieß es von einem Börsianer in einer ersten Reaktion. Eine Kapitalerhöhung habe in diesem Zusammenhang im Raum gestanden, ungewiss sei jedoch das Ausmaß dieser gewesen. Nun scheine das Unternehmen beide Fragen simultan beantwortet zu haben.

Analyst Titus Krahn von der britischen Großbank Barclays sieht die Kaufofferte positiv für den Kabelnetzbetreiber, da sie die Finanzierungsprobleme von Tele Columbis lösen könne. Zudem wäre die geplante Zuführung frischen Eigenkapitals durch Kublai die richtige Strategie angesichts der langfristigen Glasfaser-Investitionsambitionen von Tele Columbus, schrieb Krahn in einer am Montag vorliegenden Studie. Das Kaufgebot betrachtet er nun als Untergrenze für den Aktienkurs.

DJG/mgo/kla

FRANKFURT (Dow Jones) / (dpa-AFX)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com

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