Von der Leyen: Grönlands Souveränität ist "nicht verhandelbar"
Von Gareth Vipers
DOW JONES--EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat erklärt, dass die Souveränität Grönlands "nicht verhandelbar" sei, während sie versucht, einen Mittelweg zwischen der Unterstützung Dänemarks und der Beschwichtigung der USA zu finden. Bei ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte von der Leyen, Europa bereite eine eigene Strategie zur Sicherung der Arktis vor und werde dabei mit den USA zusammenarbeiten.
"Europa setzt sich ohne Wenn und Aber für die Sicherheit der Arktis ein. Und wir teilen die Ziele der Vereinigten Staaten in dieser Hinsicht", sagte sie und fügte hinzu, dass "die uneingeschränkte Solidarität mit Grönland und dem Königreich Dänemark, die Souveränität und Integrität ihres Territoriums nicht verhandelbar" seien.
"Wir betrachten die Menschen in den Vereinigten Staaten nicht nur als unsere Verbündeten, sondern auch als unsere Freunde", sagte von der Leyen. "Uns in eine gefährliche Abwärtsspirale zu stürzen, würde nur genau den Gegnern helfen, die wir doch beide möglichst von unseren strategischen Interessensgebieten fernhalten wollen. Deshalb werden wir fest, vereint und mit Augenmaß reagieren."
Von der Leyen bezeichnete die zusätzlichen Zölle, die US-Präsident Donald Trump gegen Länder verhängt hat, die sich seiner Forderung nach der Übernahme der Kontrolle über Grönland widersetzen, als Fehler. "Die Sicherheit in der Arktis kann nur gemeinsam erreicht werden, deshalb sind die vorgeschlagenen zusätzlichen Zölle ein Fehler, insbesondere zwischen langjährigen Verbündeten", sagte sie.
"Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten haben sich im Juli letzten Jahres auf ein Handelsabkommen geeinigt, und in der Politik wie in der Wirtschaft gilt: Eine Vereinbarung ist eine Vereinbarung. Wenn Freunde sich die Hand geben, muss das etwas bedeuten", sagte sie.
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January 20, 2026 06:12 ET (11:12 GMT)