Vossloh: Was bringt die Ausbauoffensive der Bahn?

30.01.26 13:07 Uhr

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Die Deutsche Bahn will bei der Erneuerung und dem Ausbau der Schieneninfrastruktur kräftig Tempo aufnehmen. Für den Bahnausrüster Vossloh sind das gute Nachrichten.

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Die Deutsche Bahn geht die dringend notwendigen Investitionen in die Infrastruktur mit einem klaren Plan an. Philipp Nagl, Chef der Infrastruktursparte DB InfraGO, will die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr auf 60 Prozent steigern (zuvor: unter 50 Prozent). Sein Rezept ist ebenso einfach wie eindeutig: bauen, bauen und nochmals bauen.

Große Zahlen
Was bedeutet das konkret? Im Jahr 2025 verzeichnete die DB InfraGO rund 26.000 Baustellen, mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 19 Mrd. Euro. Für 2028 rechnet Nagl sogar mit rund 28.000 Baustellen. Erneuert und ausgebaut werden Schienen, Oberleitungen und Bahnhöfe. Für den Bahn-Infrastrukturdienstleister Vossloh ergeben sich daraus weiterhin sehr günstige Rahmenbedingungen.

Warten auf den Ausblick
Entscheidend bleibt jedoch, was davon tatsächlich bei Vossloh in den Büchern ankommt. Der mit Vorlage der Q3-Zahlen 2025 kommunizierte Ausblick für das Gesamtjahr wurde am Markt eher verhalten aufgenommen. Inklusive der 2024 übernommenen französischen Sateba sollte der Umsatz 2025 zwischen 1,33 und 1,4 Mrd. Euro gelegen haben, bei einer EBIT-Marge vor Übernahmekosten von rund 9 Prozent (plus/minus 0,5 Prozentpunkte). Entsprechend hoch sind nun die Erwartungen an den Ausblick für 2026, den das Unternehmen am 19. März präsentieren wird.

Fazit
Auf Basis der aktuellen Schätzungen wird die Vossloh-Aktie mit einem KGV von rund 22 bewertet – kein Schnäppchen. Angesichts der sehr guten strukturellen Rahmenbedingungen sind Anleger jedoch bereit, dieses Bewertungsniveau zu akzeptieren. Ein überzeugender Ausblick für 2026 könnte der Aktie weiteren Rückenwind verleihen. Die gestiegenen Erwartungen erhöhen allerdings auch die Spannung vor der Zahlenvorlage. Das Papier bleibt interessant, sollte jedoch vorzugsweise an schwächeren Tagen eingesammelt werden.

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Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 30.01.26 um 12:00 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.345 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 24.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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