Eine Dash 8, drei Städte - und viele Erwartungen
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Air Uniqon aeroTELEGRAPH Berlin, Düsseldorf, Hamburg: Mit einem schlanken Flugplan und Turboprops von Avanti Air ist Air Uniqon in Friedrichshafen gestartet. Die ersten Flüge sind noch überschaubar gefüllt, doch das Interesse wächst.Es war noch stockdunkel, als die D-AASG am Montagmorgen (12. Januar) von Ungarn aus an den Bodensee flog. Der frühe Aufbruch hatte seinen Grund. Die De Havilland Canada Dash 8-400 hatte am Flughafen Friedrichshafen ein wichtiges Engagement. Sie war für den Erstflug von Air Uniqon eingeteilt.Als Flug W2-101 hob das Turbopropflugzeug von Avanti Air um 8:00 Uhr pünktlich nach Düsseldorf ab. Als es an den Bodensee zurückkehrte, wurde es von der Flughafenfeuerwehr gebührend begrüßt. Statt einer Wasserfontäne gab es allerdings nur eine Sirenenkonzert. Zu kalt war es am Erstflugtag, die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt.Passagier: «Früher flog ich ab München oder Zürich»Später ging es dann nach Berlin. Und am Mittwoch steht erstmals auch Hamburg auf dem Programm. Der Start der neuen virtuellen Fluggesellschaft am Flughafen Friedrichshafen ist damit geglückt. Und Nachfrage gibt es durchaus. Das zeigen die Zahlen der früheren Anbieter auf diesen Strecken: Intersky, VLM Airlines und Sun-Air.«Ich wohne in Lindau und muss oft beruflich nach Berlin. Da bin ich früher jeweils mit dem Auto nach München oder Zürich gefahren. Das kostete mich bereits mehr als zwei Stunden», sagt stellvertretend Anton, ein Passagier auf dem ersten Flug in die deutsche Hauptstadt. «Dagegen sind die neuen Flüge von Air Uniqon schon sehr bequem.»Air Uniqon: In gewissen Wochen schon zur Hälfte ausgebuchtDoch der große Test kommt erst noch. Die Flieger müssen Woche für Woche gefüllt werden. «Die ersten Buchungszahlen sind ansprechend», sagt Air-Uniqon-Chef Fabian Rosenberg. Sein Ziel ist eine Auslastung zwischen 65 und 70 Prozent. Das heißt, es müssten jeweils 50 Reisende an Bord der Dash 8 sein, die künftig auch eine eigene Lackierung tragen wird. Die Lackierung von Air Uniqon auf der De Havilland Canada Dash 8-400: Bald im Einsatz. aeroTELEGRAPH Davon ist man aktuell noch weit entfernt. Auf den ersten Flügen waren jeweils zwischen 10 und 15 zahlende Gäste gebucht. Es gebe aber durchaus schon Wochen, in denen die Flieger bereits jetzt zur Hälfte voll gebucht seien, so die Verantwortlichen. Vor allem die Strecke in die deutsche Hauptstadt, in die es mit dem Auto und mit dem Zug sechseinhalb bis sieben Stunden dauert, laufe gut.Für alle gibt es Sitzplatzreservierung und ein GetränkBis zum Ende des Sommerflugplans fliegt Air Uniqon ab Friedrichshafen vier Mal pro Woche nach Berlin (am Montag, zwei Mal am Mittwoch und am Freitag), vier Mal nach Düsseldorf (am Montag, zwei Mal am Dienstag und am Freitag) sowie drei Mal nach Hamburg (Montag, Mittwoch und Freitag). «Wir haben diesen Flugplan in Rücksprache mit Unternehmen aus der Bodenseeregion gebaut», sagte Rosenberg kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH.Die virtuelle Airline bietet ihren Gästen dabei drei Tarife an: Basic ab 99 Euro, Smart ab 199 Euro, Business ab 299 Euro. Bei allen ist die Sitzplatzreservierung und ein Getränk inbegriffen, selbst Bier und Wein. Bei den teureren Tarifen gibt es auch Aufgabegepäck, mehr Flexibilität und im höchsten Tarif sogar eine große Essensbox. Die De Havilland Canada Dash 8-400 von Avanti Air bieten 78 Sitzplätze.Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnierenWeiter zum vollständigen Artikel bei aeroTELEGRAPH
Quelle: aeroTELEGRAPH