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10.12.2018 15:05
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Smart City: Hype oder Zukunft?

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Ein Schlagwort, das im Zusammenhang mit dem Städtebau der Zukunft häufig fällt, ist "Smart City".
Was darunter verstanden wird, ist jedoch ganz unterschiedlich: Für manche ist Smart City nur ein moderneres Wort für nachhaltige Stadtentwicklung.

Andere gebrauchen den Begriff rein technisch im Zusammenhang mit Digitalisierung und für sie ist mit einem Breitbandausbau bereits alles smart. Doch die Wahrheit liegt meist dazwischen.

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der Entwicklung innovativer Technologien ist es natürlich unabdingbar, dass Städte intelligenter werden. Dafür sind verlässliche Daten notwendig, die beispielsweise über Sensoren, Analysen oder andere Quellen erhoben werden. Vielmehr kommt es aber auf die richtige Verwertung und Vernetzung dieser Informationen an. Ein einfacher Programm- oder Softwareeinsatz reicht hier nicht aus.

Auf die richtige Strategie kommt es an

Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Stadt brauchen Städte, Kommunen und Verantwortliche daher in erster Linie eine smarte und individuelle Strategie. Wie gehen wir mit neuen Entwicklungen um? An welchen Stellen lohnt es sich, zu investieren und wo nicht? Wie können wir das Bestehende besser nutzen und es mit Neuem intelligent verbinden? Durchdachte Digitalisierungsstrategien gibt es bisher aber kaum. Das führt vielerorts dazu, dass Maßnahmen und Investitionen unbedacht, aus Angst den Anschluss zu verpassen, vorgenommen werden und die Vorteile eher zu Nachteilen werden.

Mehr als nur digital

Doch auch eine Digitalisierungsstrategie alleine macht noch lange keine Smart City aus. Denn was nützt die digitalste Stadt der Welt, wenn sie ihren Einwohnern keine nachhaltigen und lebenswerten Räume bietet? Klimaschutz, Ressourcenknappheit, demografischer Wandel und emissionsfreie Mobilität sollten für eine intelligente, zukunftsfähige Stadt genauso selbstverständlich sein. Dabei müssen Maßnahmen über reine Klimaschutzkonzepte oder den Aufbau der digitalen Infrastruktur hinausgehen. Es reicht zum Beispiel nicht, den Klimaschutz zu berücksichtigen und eine effiziente Fassadendämmung anzubringen, die aber gesundheitsschädliche Stoffe enthält. Hier sollten die Verantwortlichen, und zwar nicht nur Städte und Kommunen, sondern auch Architekten, Planer und Berater, viel breiter denken. Hilfreiche Tools wie Datenbanken für nachhaltige Baumaterialien oder Ansätze wie die Kreislaufwirtschaft stehen ihnen dafür bereits heute zur Verfügung.

Vorreiter weisen den Weg

Barcelona, Kopenhagen, Songdo: Einige Städte weltweit machen es schon vor und zeigen, dass eine Smart City keine Zukunftsmusik mehr ist. Durch intelligente Entwicklungsprojekte, ausgeklügelte Strategien und Konzepte haben sie es geschafft, ihre ersten Visionen auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden und lebenswerten Stadt in die Realität umzusetzen. Die Bandbreite an Maßnahmen reicht dabei von autofreien Fahrradbrücken über Parkanlagen, die bei starkem Regen sich in einen See verwandeln, bis hin zu digitalen Markplätzen, die öffentliche und private Daten miteinander verknüpfen. Sicherlich müssen auch diese Vorreiter noch einige Herausforderungen bewältigen, dennoch können viele andere Städte, die noch zweifeln, bereits eine Menge von ihnen lernen.

Gregor Grassl, Senior Projektpartner und Teamleiter Blue City, verantwortet bei Drees & Sommer den Bereich nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung. Er leitet Projekte vom strategischen Beraten bis hin zur Infrastruktursystemplanung internationaler Großprojekte mit City BIM.

Drees & Sommer: Innovativer Partner für Beraten, Planen, Bauen und Betreiben.

Drees & Sommer begleitet private und öffentliche Bauherren sowie Investoren seit über 45 Jahren bei allen Fragen rund um Immobilien und Infrastruktur. Das partnergeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart ist mit rund 3.200 Mitarbeitern an insgesamt 40 Standorten weltweit vertreten. Seine Leistungen erbringt Drees & Sommer unter der Prämisse, Ökonomie, Qualität und Ökologie zu integrieren. Diese ganzheitliche und nachhaltige Herangehensweise heißt bei Drees & Sommer „the blue way“.


Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Drees&Sommer

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