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10.06.2017 14:00
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Fondsexperte Rohsmanith: "Ich denke in Chartbildern"

Euro am Sonntag-Interview: Fondsexperte Rohsmanith: "Ich denke in Chartbildern" | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Interview
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Siegfried Rohsmanith, Manager des Arbor Invest-Systematik, spricht im Interview über sein Dachfonds-Konzept, die Kosten und Kursverläufe.
€uro am Sonntag
von Andreas Hohenadl, €uro am Sonntag

Die Münchner Vermögensverwaltung Huber, Reuss & Kollegen zählt zu den renommiertesten deutschen Adressen in Sachen Geldanlage. Das Unternehmen betreut vermögende Personen, Familien, Stiftungen und institutionelle Investoren.

Unter der Marke Arbor bietet es Publikumsfonds an. Dass sich diese mit den Produkten grö­ßerer Anbieter messen können, beweist der von Siegfried Rohsmanith gemanagte Arbor Invest-Systematik. Der Dachfonds investiert nach einem hauseigenen Trendidentifikationssystem in internationale Aktienfonds und -ETFs. In negativen Marktphasen kann er zu 100 Prozent in Cash oder Geldmarktpapiere flüchten. 2016 platzierte sich der Fonds an der Spitze seiner Kategorie und erhielt einen der begehrten FundAwards des Finanzen Verlags, in dem €uro am Sonntag erscheint. Anteil an diesem Erfolg dürfte auch eine Änderung der Anlagesystematik gehabt haben.

€uro am Sonntag: Welche Anleger wollen Sie mit dem ­Arbor-Fonds ansprechen?
Siegfried Rohsmanith: All jene, die gern in Aktien investieren würden, aber die hohen Schwankungen nicht aushalten wollen oder können.

2015 hat Ihr Fonds die Anleger aber auch etwas Nerven gekostet. Bis April ging es um rund zwölf Prozent aufwärts und dann bis Jahresende um fast 17 Prozent runter.
Der Rückschlag in jenem Jahr hat uns nicht gefallen, und wir haben auch entsprechend reagiert. Das darf nicht mehr passieren. Deshalb haben wir uns auch entschieden, kürzerfristige Trendsignale zu nutzen und engere Risikobudgets zu setzen.

Und das setzen Sie seit ver­gangenem Jahr um?
Ja, und wie man 2016 und 2017 ablesen kann, läuft es aufgrund der effizienteren Reaktionszeiten sehr gut für den Fonds. Als Anfang 2016 die Börsen einbrachen, reduzierten wir die Aktienquoten schnell. Andererseits haben wir die ersten Aufwärtstrends im Rohstoffsektor, die zum Teil bereits im Januar begannen, und auch in den Schwellenländern sehr früh erkannt und zielgerichtet investiert.

Wenn Sie auf kürzere Trends reagieren, müssen Sie auch ­öfter handeln und bekommen höhere Transaktionskosten.
Das stimmt. Wir hatten durch unser aktiveres Trading im vergangenen Jahr rund 0,2 Prozent höhere Kosten bezogen auf das Fondsvermögen. Aber diese 0,2 Prozent nehmen wir gern in Kauf, wenn wir das Portfolio dadurch ruhiger bekommen und das Risiko reduzieren.

Warum investieren Sie mit ­Ihrem Portfolio überhaupt in andere Fonds und ETFs statt gleich in Einzeltitel?
Weil wir dadurch noch mal eine breitere Streuung bekommen. Zudem: Wenn ich einen trendfolgenden Aktienfonds habe und die Anlagequoten entsprechend steuern will, müsste ich entweder ein sehr konzentriertes oder ein sehr breit gestreutes Portfolio bauen. Da die Ausschläge bei Einzelaktien für das System schlecht steuerbar sind, wäre das nicht zielführend und mit weit höheren Handelsakti­vitäten verbunden. Für unser Haus stellt dieser Ansatz zudem auch eine Diversifizierung dar, da meine Kollegen ansonsten Spezialisten für Einzeltitel sind.

Zu denen müssen Sie dann nicht in Konkurrenz treten …
So ist es. Ich schätze die Kollegen sehr, die fundamentales ­Research betreiben. Aber ich selbst denke in Chartbildern und bin davon überzeugt, dass sich alle bekannten und unbekannten Informationen sowie die Angst und Gier der Anleger allein in den Kursen widerspiegeln.

Investor-Info

Arbor Invest-Systematik
Der trendfolgende Dachfonds investiert flexibel in Aktienfonds/-ETFs oder Cash. In den vergangenen fünf Jahren erzielte er im Schnitt eine Performance von fünf Prozent p.a.
ISIN: LU0318816500

Über Huber, Reuss & Kollegen
Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 2 Milliarden Euro ist Huber, Reuss & Kollegen der fünftgrößte unabhängige Vermögensverwalter in Deutschland, rund 750 private und institutionelle Mandanten zählen zu den Kunden der Münchner. Der Fokus von Huber, Reuss & Kollegen liegt auf einer individuellen Vermögensverwaltung. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in München, Ingolstadt und Schonungen 27 Mitarbeiter, davon 19 Portfoliomanager.

Bildquellen: Huber, Reuss & Kollegen Vermögensverwaltung GmbH, INDRANIL MUKHERJEE/AFP/Getty Images

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