23.02.2021 09:08

Standardisierte Vermögensverwaltungen: Wie gut Vermögensverwalter 2020 wirklich waren

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Im vergangenen Jahr haben sich die Anbieter größtenteils gut geschlagen. Jetzt müssen sich positive Entwicklungen verstetigen.
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von Christoph Platt, Euro am Sonntag

Für Anleger, die es bequem mögen, bieten Banken und Sparkassen standardisierte Vermögensverwaltungen an. Dabei fließt das Geld der Kunden in ein Produkt, das Aktien, Anleihen und weitere Assetklassen je nach Risikoneigung miteinander kombiniert. Oft werden in diesen Portfolios aktiv gemanagte Fonds oder ETFs eingesetzt.

Bereits zum 17. Mal hat das Analysehaus FondsConsult die wichtigsten standardisierten Vermögensverwaltungen unter die Lupe genommen. Untersucht wurden Produkte und Leistungen der großen Geldinstitute. Die Studie berücksichtigt teils mehrere Produktlinien der Commerzbank, der Dekabank (Sparkassen), der Deutschen Bank, der Hypovereinsbank und von Union Investment (Volks- und Raiffeisenbanken).

Um die Angebote vergleichen zu können, wurden drei Gruppen gebildet. Die Tester analysierten zum einen konservative Anlagestrategien mit einem maximalen Aktienanteil von 40 Prozent, zum anderen ausgewogene Konzepte, bei denen Aktien höchsten 65 Prozent ausmachen durften. In der Kategorie "dynamisch" standen sich Produkte mit einem Aktienanteil von maximal 90 Prozent gegenüber.

Für die Auswertung warf FondsConsult einen Blick auf mehrere Parameter wie kurz- und langfristige Rendite, Volatilität und maximaler Verlust. Stichtag der Studie war wie in den Vorjahren der 30. September.

In Summe am besten schneidet die Hypovereinsbank mit ihrer Produktreihe "Vermögensportfolio" ab (siehe obere Tabelle). Sie erhält als Gesamtnote ein knappes "sehr gut". "Die guten Performance-Ergebnisse werden flankiert von durchgängig hervorragenden Resultaten beim Risikomanagement", sagt Studienautor Michael Wimmer von FondsConsult über den Anbieter.

Platz 2 sichert sich die Commerzbank mit ihrer Produktreihe "VermögensManagement", die von Allianz Global Investors gemanagt wird. Die Vorjahressiegerin kann in der aktuellen Auswertung mit überdurchschnittlichen Renditen und einem sehr guten Risikomanagement überzeugen.

Den dritten Platz teilen sich Union Investment (Produktreihe "UniStrategie") und die Deutsche Bank (Produktreihe "DB PrivatMandat Comfort") mit einer Gesamtnote von 2,3. Damit verschlechtert sich Union Investment im Vergleich zum Vorjahr leicht, die Deutsche Bank verbessert sich. "Die Union konnte vorwiegend bei der Begrenzung des Risikos punkten, unterdessen lagen die Vorteile bei der Deutschen Bank in Summe klar bei den sehr guten Performance-Ergebnissen", sagt Wimmer.

Weniger schmeichelhaft fällt das Urteil für die Dekabank aus. Sie belegt mit ihrer Produktreihe "Vermögenskonzept" den fünften Rang. Sowohl im Risikomanagement als auch beim Versuch, eine konkurrenzfähige Rendite zu erwirtschaften, bestehen laut Studie erhebliche Defizite.

Verglichen mit dem Börsengeschehen attestiert FondsConsult den Anbietern für die vergangenen zwölf Monate eine ordentliche Leistung. "Die Performance der Markt-Benchmarks konnte über den Einjahreszeitraum von den Anbietern oftmals übertroffen werden", sagt Wimmer. Das Analysehaus nutzt als Vergleichsmaßstab eine Kombination aus dem Weltaktienindex MSCI World und dem europäischen Rentenindex FTSE EMU Government Bond.

Beim längerfristigen Vergleich stehen die Anbieter aber nicht gut da: Über drei und fünf Jahre liegen die Strategien laut Studie ausnahmslos hinter der jeweiligen Benchmark. Hier sieht FondsConsult noch viel Verbesserungsbedarf.

Kritik übt das Analysehaus auch an den Gebührenstrukturen (siehe untere Tabelle). Gerade im aktienorientierten Bereich werde kräftig kassiert, und die Kosten seien deutlich höher als bei vergleichbaren Investmentfonds (z. B. globalen Aktienfonds). "Auch bei der konservativen Anlage sind die Kosten vergleichsweise hoch, was gerade im Niedrigzinsumfeld die Frage aufwirft, wie nach Kosten noch ein positives Ergebnis für den Anleger erwirtschaftet werden kann." Immerhin konnte die Studie gegenüber dem Vorjahr vereinzelt einen Rückgang der Gebühren feststellen.











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