Wann der richtige Zeitpunkt für den Rentenantrag ist

Wer in den Ruhestand geht, muss nicht nur die eigene Lebensplanung im Blick behalten, sondern auch bestimmte Fristen bei der Rentenkasse. Entscheidend ist vor allem, wann der Antrag gestellt wird.
Warum der Zeitpunkt so wichtig ist
Die Deutsche Rentenversicherung weist regelmäßig darauf hin, dass Rentenanträge rechtzeitig eingereicht werden sollten. Grund dafür ist, dass die Rentenzahlungen nicht automatisch erfolgen, sondern nur dann zu Rentenbeginn starten, wenn der Antrag zuvor rechtzeitig gestellt worden ist. Wer zu spät handelt, riskiert daher finanzielle Einbußen. Die Deutsche Rentenversicherung rät dazu, den Antrag spätestens drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn einzureichen, damit es nicht zu Verzögerungen kommt.
Die Drei-Monats-Regel
Die sogenannte Drei-Monats-Frist gilt als zentrale Orientierung. Sie soll sicherstellen, dass die zuständige Behörde ausreichend Zeit hat, alle Unterlagen zu prüfen. Besonders bei komplexeren Versicherungsverläufen, etwa mit Zeiten im Ausland oder bei längeren Phasen der Selbstständigkeit, können sich die Bearbeitungen hinziehen. Die Deutsche Rentenversicherung betont deshalb, dass ein frühzeitiges Handeln Sicherheit schafft.
Folgen einer verspäteten Antragstellung
Wird der Rentenantrag erst nach dem offiziellen Rentenbeginn gestellt, entstehen Nachteile. Zwar kann die Rente rückwirkend für bis zu drei Monate ausgezahlt werden, darüber hinausgehende Ansprüche verfallen jedoch. Das bedeutet, dass die Rentnerinnen und Rentner für diesen Zeitraum keine Leistungen erhalten, selbst wenn sie theoretisch schon Anspruch darauf gehabt hätten. Die Verbraucherzentrale warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich davor, die Antragsstellung auf die lange Bank zu schieben.
Unterstützung beim Ausfüllen
Die Formulare für den Rentenantrag gelten als umfangreich und nicht immer leicht verständlich. Deshalb bieten sowohl die Deutsche Rentenversicherung als auch verschiedene Sozialverbände persönliche Beratung an. Dort können fehlende Unterlagen ermittelt und Fehler beim Ausfüllen vermieden werden. Dies trägt nicht nur zur schnelleren Bearbeitung bei, sondern auch dazu, dass die Auszahlung ohne Verzögerung erfolgen kann.
Redaktion finanzen.net
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