09.08.2020 16:51

Worauf Sie im Urlaub beim Telefonieren und Surfen achten sollten

Kostenfalle Smartphone: Worauf Sie im Urlaub beim Telefonieren und Surfen achten sollten | Nachricht | finanzen.net
Kostenfalle Smartphone
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Endlich ist er da, der langersehnte Urlaub. Doch halt, wie genau war das nochmal mit Datenroaming und was kostet es eigentlich, nach Hause zu telefonieren? Wer sich hier vorher nicht richtig informiert, für den kann es schnell teuer werden. Worauf man im Urlaub beim Telefonieren und Surfen achten sollte.
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Die Postkarte als Lebenszeichen und für Grüße aus dem Urlaub hat bei vielen bereits ausgedient. Stattdessen werden WhatsApp-Nachrichten verschickt, Bilder vom Strand gepostet oder direkt per Video mit den Daheimgebliebenen telefoniert. Tagsüber wird Musik gestreamt, abends Filme oder Serien. Aber Achtung: Im Ausland kann das Smartphone schnell zur Kostenfalle werden. Worauf Urlauber achten sollten.

"Roam like at home" im EU-Ausland

Die gute Nachricht: Im EU-Ausland gibt es für Urlauber wenig zu beachten. Denn seit 2017 gilt das EU-Roaming - auch "Roam like at Home" genannt. Wer seinen Urlaub im EU-Ausland verbringt, hat also keine hohen Kosten zu fürchten. Internet, telefonieren und SMS schicken kostet dann lediglich so viel wie auch Zuhause. Hier gibt es keine versteckten Zusatzkosten, EU-Urlauber können surfen, was das Zeug hält. Doch wer weiter in die Ferne fährt - oder schon alleine in die Schweiz - sollte bei der Internetnutzung und beim Telefonieren einige Dinge beachten.

Bis zu 6,70 Euro pro Minute werden fällig

Je nach bereistem Land, können die Smartphone-Kosten unterschiedlich hoch ausfallen. Spitzenreiter beim Telefonieren sind beispielsweise Indonesien und Sri Lanka. Hier wird für Deutsche mit Vodafone-Vertrag die Gesprächsminute zur echten Kostenfalle: 6,70 Euro pro Minute müssen sie beim Telefonieren bezahlen, wie die Stiftung Warentest angab.

Auch die Datennutzung kann ganz schnell ziemlich teuer werden. Prepaid-Kunden von Klarmobil zahlen in Australien oder Ägypten pro Megabyte über 34 Euro. Zur Einordnung: Schon das versendete Selfie vom Strand kann bis zu drei Megabyte Datenvolumen benötigen - das sollte man bei solchen Preisen unbedingt unterlassen, wenn man keinen Krater in die Urlaubskasse reißen will. Auch deshalb der Tipp: Solange man die genauen Kosten für die Datennutzung nicht kennt, das Datenroaming immer ausstellen. Sonst werden Nachrichten, die das Smartphone automatisch aktualisiert, nämlich direkt über das teure Netz geladen und es fallen die ersten Kosten an.

Lokale SIM-Karte oft lohnenswert

Doch was gibt es dann für Möglichkeiten für Urlauber? Gerade in fernen Ländern lohnt sich oft die Anschaffung einer lokalen SIM-Karte. Damit kann man die deutlich günstigeren Inlandstarife im Urlaubsland nutzen und zahlt keine Aufpreise. Viele Smartphones bieten mittlerweile auch die Dual-SIM-Version. Hier können zwei SIM-Karten gleichzeitig eingelegt werden, Urlauber können also gleichzeitig die günstigen Urlaubstarife nutzen, beiben aber auch über ihre normale Nummer erreichbar.

Für "Zuhause" bieten sich auch mobile WLAN- oder LTE-Router an, über die man aufs Netz zugreifen kann, wenn man es denn benötigt. Zwar kann man den Internetzugang dann unterwegs nicht nutzen, allerdings kann man sich im günstigen Netz mit allen benötigten Apps, Karten, Folgen etc. eindecken.

Im WLAN mit allem eindecken und später offline nutzen

So können Urlauber im WLAN-Netz Offline-Karten ihres Urlaubsortes herunterladen, genauso wie Musik oder Filme und Serien. Auch das Telefonieren über WLAN über Messenger- und Videotelefonie-Dienste wie WhatsApp oder Skype ist die wohl kostengünstigste Möglichkeit, mit den Lieben von Daheim in Kontakt zu treten.

Hierzu können natürlich auch öffentliche WLAN-Netzwerke genutzt werden. Hotspots findet man oft auch in Hotels, Restaurants oder Bars. Mit einem Kennwort können sich Urlauber hier ins Netz einwählen und haben vollen Datenzugang ohne Zusatzkosten.

Vorsicht in Flugzeugen und auf Kreuzfahrtschiffen

Vorsicht ist außerdem in Flugzeugen und auf Kreuzfahrtschiffen geboten. In Flugzeugen sollte am besten der Flugmodus eingeschaltet sein. Fast alle Airlines bieten WLAN an Bord an, das genutzt werden kann. Auf Kreuzfahrtschiffen können die Kosten für die Datennutzung oder Telefonie ins Unermessliche steigen. Hier greifen oft keine angepassten Roaming-Tarife, Preisdeckelungen gibt es ebenfalls nicht, denn die Verbindungen werden über Satellit und entsprechende Basisstationen auf den Schiffen realisiert. Deshalb gilt: Das Datenroaming am besten direkt ausschalten.

Die Kostenfalle Smartphone im Urlaub zu umgehen, ist also gar nicht so schwer, wenn man sich nur vorher ein bisschen über die Gegebenheiten informiert und sich entsprechende SIM-Karten oder WLAN-Router besorgt. Und mit dem gesparten Geld kann man sich dann guten Gewissens ein zusätzliches leckeres Essen, ein Eis oder eine Shoppingtour gönnen.

Theresa Rauffmann / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Martin Valigursky / Shutterstock.com, IM Photo / Shutterstock.com
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