13.05.2021 23:42

Sony und das Geschäft mit dem Crossplay

Partner müssen zahlen: Sony und das Geschäft mit dem Crossplay | Nachricht | finanzen.net
Partner müssen zahlen
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Sony hat plattformübergreifendes Spielen nur sehr ungerne zugelassen. Der CEO von Epic Games berichtet nun aber, dass sich Sony für die Crossplay-Funktion bezahlen lasse.
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• Sonys Problem mit dem Crossplay
• Gerichtsfall zwischen Epic Games und Apple ermöglicht Einblicke in die Gaming-Industrie
• Gebühren für die Crossplay-Funktion

Das Problem mit dem Crossplay auf der PlayStation

Crossplay ermöglicht es zum Beispiel Freunden, sich beim Spielen von Videospielen nicht mehr für eine Plattform entscheiden zu müssen. Ob PC oder Konsole, man kann trotzdem zusammen zocken. Plattformübergreifendes Spielen ist somit eine gute Sache - allerdings scheinbar nicht für jeden. Der japanische Elektronikkonzern Sony blockierte dieses Feature lange Zeit auf seiner Spielekonsole PlayStation. Das bescherte Sony viel Kritik von Spielern und Entwicklern gleichermaßen, was Ende 2018 scheinbar Wirkung zeigte. Erstmals wurde für das von Epic Games entwickelte Spiel "Fortnite" das plattformübergreifende Spielen für die PlayStation zugelassen. Doch wie man heute weiß, war diese Entscheidung für Sony nicht ganz uneigennützig. Es scheint so, als hätte sich der Elektronikkonzern zurückgehalten, um mögliche Umsatzverluste auszugleichen.

Entwickler müssen Gebühr an Sony zahlen

Laut dem US-amerikanischen Technikportal "The Verge" existieren Dokumente und Zeugenaussagen aus dem Gerichtsfall Epic Games gegen Apple. Diese belegen, dass Sony nur sehr ungerne die Crossplay-Funktion für "Fortnite" zugelassen hat. Zudem habe der CEO von Epic Games, Tim Sweeney, vor Gericht ausgesagt, dass sich Sony für das plattformübergreifende Spielen bezahlen lasse. Epic Games muss Sony somit Geld zahlen, wenn eine Person in erster Linie auf der PlayStation spielt, aber ihre In-Game-Einkäufe auf einer anderen Plattform tätigt. Spielt jemand also auf der PlayStation "Fortnite", kauft aber den Battle Pass oder diverse Skins im Apple-Store, muss Epic Games dafür eine Entschädigung an Sony zahlen. Zudem müssen sich Entwickler dazu verpflichten, eine Einstellung einzubauen, mit denen Spieler jederzeit alle plattformübergreifenden Aktionen abbrechen können.

Nur Sony will eine Entschädigung

Laut "The Verge" bestätigte Tim Sweeney zudem in einer Stellungnahme, dass Sony der einzige Plattformbetreiber sei, der diese Entschädigung von Crossplay verlange. Das Gerichtsverfahren zwischen Epic Games und Apple konnte somit einige interessante Abläufe aufdecken, die man unter normalen Umständen wahrscheinlich nicht erfahren hätte.

Tim Adler / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Sony Computer Entertainment Inc., Tupungato / Shutterstock.com

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