finanzen.net
21.11.2019 18:22
Bewerten
(0)

Zeit ist Geld: Strafenkatalog der Profis des FC Chelsea veröffentlicht

Teure Verspätung: Zeit ist Geld: Strafenkatalog der Profis des FC Chelsea veröffentlicht | Nachricht | finanzen.net
Teure Verspätung
Trainer im Amateur- und Profisport fordern stets Pünktlichkeit und Disziplin von ihren Spielern. Für Fußballer des englischen Erstligisten FC Chelsea, setzten einige Trainer auf ein disziplinäres Strafen-System.

Von Frank Lampard unterzeichneter Strafenkatalog "geleaked"

Was bei Amateurmannschaften im Fußball und anderen Sportarten gilt, wird bei professionellen Fußballmannschaften im großen Stil umgesetzt. Um Disziplin der Spieler und Mannschaftsmitglieder zu gewährleisten, setzten viele Vereine auf einen internen Strafenkatalog.

So müssen Spieler beispielsweise für Verspätungen oder Handyklingeln eine Geldstrafe an die Mannschaftskasse zahlen. Von dieser werden bei Amateurteams beispielsweise Utensilien finanziert oder bei professionellen Mannschaften wird sie an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Das ist auch bei dem englischen Erstligisten Chelsea London der Fall. Der von Trainer Frank Lampard unterzeichnete Strafenkatalog kursiert seit geraumer Zeit in den sozialen Medien und wurde ursprünglich vom englischen Medium Sportbible veröffentlicht.

Die disziplinären Maßnahmen sollen dem Team wieder zu neuem Erfolg verhelfen, dementsprechend signifikant fallen die Geldstrafen der Londoner auch aus.

Der Strafenkatalog des FC Chelsea

Am tiefsten müssen die Fußballprofis des FC Chelsea in die Tasche greifen, sollten sie verspätet zu einem Mannschaftstraining erscheinen. Umgerechnet müssen in diesem Fall ganze 23.315 Euro an die Mannschaftskasse gezahlt werden.

Aber auch Verspätungen bei einem Team-Meeting können den Umständen entsprechend äußerst kostspielig werden, pro Minute werden 582 Euro fällig, dementsprechend kostet eine zehnminütige Verspätung schon 5.820 Euro. Und wenn dann noch das Handy im Meeting oder beim gemeinsamen Essen klingelt, kommen 1.165 Euro obendrauf.

1.165 Euro müssen auch gezahlt werden, sofern ein Spieler unpünktlich zum Aufwärmprogramm im Fitnessstudio erscheint, gleiche Geldstrafe gilt für nicht ordnungsmäßige Kleidung an Reise- und Spieltagen.

Wenn ein Spieler des Londoner Erstligisten ohne Ankündigung im Vorfeld, nicht mit dem Mannschaftsbus die Heimreise antritt, wird das mit 5.828 Euro Strafe besonders teuer. Doppelt so teuer werden verspätet eingereichte beziehungsweise fehlende Krankmeldungen, das würde dem Spieler eine Strafe von 11.657 Euro einbringen.

Trainer Frank Lampard setzt offenbar besonders auf Pünktlichkeit, unabhängig davon, ob Training, Meeting oder die Einhaltung anderer Terminierungen. Denn auch für Verspätung bei medizinischen Behandlungen und Abfahrten zu Partien werden die Spieler mit 2.915 Euro zur Kasse gebeten.

Alle Strafen müssen innerhalb einer 14-tägigen Frist bezahlt werden, verspätete Zahlung wird durch Verdopplung des zu zahlenden Betrages bestraft.

Hohe Strafen werden durch Gehälter der Spieler relativiert

Für Normalverdiener würden diese Summen so manches Monatsgehalt mit Leichtigkeit überschreiten, doch für die Profis des FC Chelseas stellen sie mehr oder weniger kleine Verwarnungen dar. Die Topverdiener der Mannschaften verdienen schon mal 325.000 Euro wöchentlich, was einem Monatsgehalt von 1,3 Millionen Euro entspricht.

Doch der im Sommer 2019 implementierte Strafenkatalog zahlt sich nicht nur für die Mannschaftskasse aus, das Team um Trainer Lampard konnte acht der letzten zehn Partien gewinnen, welche Rolle die Disziplinarmaßnahmen dabei spielten, ist der Öffentlichkeit jedoch nicht bekannt.

Auch von Teams der deutschen Bundesliga ist bekannt, dass interne Strafen bei mangelnder Disziplin zu zahlen sind. Details wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht öffentlich gemacht. Nur der FC Bayern München ging unter Ex-Trainer Niko Kovac einen anderen Weg, dieser schaffte den unter vorherigen Trainern etablierten Strafenkatalog ab.

Henry Ely / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Gts / Shutterstock.com, pogonici / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX geht höher ins Wochenende -- US-Börsen im Plus -- OPEC+ einigt sich auf weitere Förderkürzung -- OSRAM-Übernahme: ams erreicht Mindestannahmeschwelle -- Commerzbank, Aramco, Swiss Re im Fokus

Fondsskandal könnte für Goldman Sachs glimpflich ausgehen. USA: Arbeitslosenquote sinkt überraschend. thyssenkrupp macht Elevator-Belegschaft vor Verkauf Zugeständnisse. BMW verkauft im November dank China und USA mehr Premiumautos. Uber: Fast 6.000 sexuelle Übergriffe während Fahrten in den USA.
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Was wünschen Sie sich von der Großen Koalition?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Microsoft Corp.870747
NEL ASAA0B733
Apple Inc.865985
Infineon AG623100
Amazon906866
CommerzbankCBK100
EVOTEC SE566480
Allianz840400
BASFBASF11
Ballard Power Inc.A0RENB
Deutsche Telekom AG555750
Varta AGA0TGJ5