16.09.2021 23:36

Hersteller melden Insolvenz an - betroffen sind Eigenmarken von Aldi, Lidl & Co.

Zahlungsunfähig: Hersteller melden Insolvenz an - betroffen sind Eigenmarken von Aldi, Lidl & Co. | Nachricht | finanzen.net
Zahlungsunfähig
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Der Wettbewerb auf dem Reinigungsmittelmarkt zwang kürzlich gleich zwei Waschmittelhersteller in die Knie. Was Aldi- und Lidl-Kunden nun beachten müssen, wurde im Folgenden recherchiert.
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Harter Konkurrenzkampf auf dem Markt für Waschmittel

Laut Angaben der "Lebensmittelzeitung" habe der Reinigungsmittelproduzent Thurn Germany kürzlich Insolvenz anmelden müssen. Grund dafür seien neben der weiterhin andauernden Corona-Pandemie auch die drastisch ansteigenden Rohstoffpreise sowie der harte Wettbewerb auf dem Waschmittelmarkt. Peter Schoof, geschäftsführender Gesellschafter bei Thurn Germany, erklärte gegenüber der "Lebensmittelzeitung", dass die Produktion an einigen Standorten (Neukirchen-Seelscheid, Genthin, Kerkrade) jedoch vorerst weiterlaufen werde, sodass mit Lieferausfällen von Produkten der Lidl-Eigenmarken Formil, Maxitrat und W5 trotzdem nicht zu rechnen sei. Die Hoffnung läge darin, Investoren zu finden, um das Geschäft fortführen zu können - andernfalls seien rund 200 Arbeitsstellen in Gefahr.

Keine staatlichen Corona-Hilfen für Thurn

Die Thurn-Germany-Insolvenz sei im Besonderen durch das Wegbrechen verschiedener Dienstleistungen bedingt worden. Dazu gehören unter anderem die Bereiche Freizeitsport sowie Gastronomie und körpernahe Dienstleistungen, die rund 20 bis 30 Prozent der Umsätze ausmachen. Schoof äußerte sich außerdem zum Vorgehen des Staates, indem er gegenüber der "Rhein Sieg Rundschau" erklärte, dass Thurn keinerlei staatliche Hilfe erhalten habe, da "wir nicht ins Raster gepasst haben". Waschmittelhersteller seinen - anders als beispielsweise Hotels - nämlich nicht unmittelbar von den Corona-bedingten Beschränkungen betroffen.

Anschuldigungen gegen Handelsmarkenhersteller

Nicht nur Thurn befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten - auch Sopronem musste kürzlich die Zahlungsunfähigkeit erklären. Das Unternehmen produziert unter anderem Produkte der Aldi-Eigenmarke Tandil, wie ein Insider gegenüber "CHIP" erklärte. Laut "Lebensmittelzeitung" seien die Gründe für die Insolvenz jedoch nicht nur auf die Corona-Pandemie, den Wettbewerb oder die steigenden Rohstoffpreise zurückzuführen. Im Raum stünde nämlich eine Anschuldigung des Eigentümers Quantum Capital, eine Sopronem-Geschäftsführerin wäre für "Unregelmäßigkeiten in der Rechnungslegung" verantwortlich.

Da Discounter laut "CHIP" grundsätzlich mit mehreren Produzenten zusammenarbeiten, können Insolenz-bedingte Produktionsausfälle in der Regel aufgefangen werden. Zu rechnen sei dennoch mit weniger Sonderangeboten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock.com
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