03.04.2021 08:05

Munich Re und Talanx: Spendable Versicherer

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Betriebsrenten ​» Die Branchengrößen Munich Re und Talanx zeigen sich gegenüber eigenen Mitarbeitern generös - aus unterschiedlichen Motiven.
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von Martin Reim, €uro am Sonntag

Seit Jahren schrauben viele Großkonzerne ihre freiwillige betriebliche Altersvorsorge (bAV) zurück - sie gilt angesichts der niedrigen Zinsen als zu teuer. Umso überraschender ist, dass Munich Re und Talanx, Nummer 2 und 3 der deutschen Versicherer, die Betriebsrente für viele Mitarbeiter erheblich verbessert haben.

Talanx wird seinen 11.000 Mitarbeitern in Deutschland eine neuartige bAV mit hohem Aktienanteil anbieten. Darauf hat er sich kürzlich mit der Gewerkschaft Verdi geeinigt. Von Juli an sollen Beschäftigte freiwillig in das System einzahlen können, Talanx verdoppelt jede Überweisung aus eigener Tasche.

Es handelt sich um die erste Umsetzung des sogenannten Sozialpartnermodells, das laut Gesetz schon seit 2018 möglich ist und nach der damaligen Arbeitsministerin Andrea Nahles auch Nahles-Rente genannt wird. Es ermöglicht erstmals, dass Arbeitgeber nur einen bestimmten Beitrag zusagen - aber nicht eine bestimmte minimale Rentenauszahlung. Auch Zinsgarantien sind verboten. Das soll den Freiraum der Versicherer bei der Kapitalanlage und damit die Renditechancen für die Sparer erhöhen.

Talanx hat für diesen Haustarifvertrag ein Konsortium namens "Deutsche Betriebsrente" mit dem Versicherer Zurich Deutschland gebildet. Beide Partner wollen nun "weitere Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften von dem Konzept überzeugen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Rückversicherer Munich Re hat bereits am 1. Juli 2019 eine neue, extrem großzügige Altersversorgung eingeführt. Diese Information kam allerdings erst vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit, als das System die Branchenauszeichnung "Deutscher bAV-Preis" erhielt.

Nach Angaben einer Konzernsprecherin profitieren fast alle 3500 aktuellen Beschäftigten in der deutschen Rückversicherung - und alle künftigen. Sie bekommen eine komplett vom Arbeitgeber finanzierte, zusätzliche Altersvorsorge plus eine Absicherung gegen Invalidität. Die Zuschüsse steigen proportional mit den Gesamtbezügen. Zu Beginn des Ruhestands sind 90 Prozent der eingezahlten Beiträge garantiert. Ein Hauptzweck dieses Systems namens AIM: Es handle sich um eine ­"attraktive Vergütungskomponente", erklärt die Sprecherin.

Keinen Zugang zu AIM haben die restlichen rund 36.000 Mitarbeiter des Munich-Re-Konzerns, beispielsweise die rund 27.000 Angestellten des Erstversicherers Ergo. Zur Begründung dieses Ausschlusses sagt die Sprecherin, hier gebe es "eigene Versorgungssysteme".

Hingegen ist bei der Allianz, Nummer 1 der Branche, keine Bewegung in Sicht. Ein Konzernsprecher äußert sich nicht zur Frage, ob Änderungen in der hauseigenen bAV geplant seien. Er erklärt lediglich, man werde die Tarifpartner beim Sozialpartnermodell "auf Wunsch ­unterstützen".








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Bildquellen: Talanx, Casimiro PT / Shutterstock.com

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