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27.02.2020 06:21

In 4 Schritten zum neuen Konto

Kontowechsel: In 4 Schritten zum neuen Konto | Nachricht | finanzen.net
Kontowechsel
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Ein Vergleich von großen und kleinen Banken zeigt: Ein Kontowechsel lohnt sich fast immer. Die Konditionen, Gebühren, Zinsen und die Geldautomatendichte können sich erheblich unterscheiden.
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Wer mit seinem aktuellen Kontoanbieter unzufrieden ist, kann diesen schnell und unkompliziert wechseln. Einige Dinge sollte man dabei aber beachten, anderenfalls riskiert man Fehlbuchungen und unnötige Übergangsphasen ohne betriebsfähiges Konto. Eine Kontokündigung ist jederzeit und ohne Anhaben von Gründen möglich: Giro- und Tagesgeldkonten lassen sich sofort kündigen, Festgeldkonten haben meist klar definierte Laufzeiten, welche unter Umständen mehrere Jahre betragen können.

1. Konto finden und eröffnen

Wenn man seine Bank wechseln möchte oder ein Konto kündigen will, sollte man sich vor der Kündigung unbedingt um ein neues Konto bemühen. Banken prüfen in der Regel einen Antrag für die Kontoeröffnung, bevor sie einem Kunden ein Konto gewähren. Dafür sollten Kunden mindestens fünf Werktage einplanen. Unter bestimmten Umständen kann die Bank einen Kontoantrag auch ablehnen, falls die Bonität des Kunden nicht gut genug ist. Hat das Kreditinstitut dem Eröffnungsantrag zugestimmt, erhält der Neukunde innerhalb weniger Tage seine Unterlagen per Post. Kredit- und Bankkarte werden aus Sicherheitsgründen separat zu den Zugangsdaten verschickt. Mit der ersten Einzahlung dürfen Kunden ihr neues Konto dann sofort nutzen. Zunächst empfiehlt es sich aber, das alte Konto nicht vollständig zu leeren, sondern dort noch ausreichend Geld zu belassen, um ausstehenden Abbuchungen in der Übergangsphase bedienen zu können.
Das ideale Konto finden Kunden einfach über verschiedene Vergleichsportale im Internet, welche die Konditionen auf einen Blick anzeigen.

2. Über neue Kontoverbindung informieren

Der Nutzer sollte umgehend allen Personen und Einrichtungen, welche mit seinem Konto in Verbindung stehen, informieren. Dabei haben Empfänger von Daueraufträgen und Lastschriften die höchste Priorität. Der Kunde sollte in diesem Zusammenhang eine Liste erstellen, welche alle wichtigen Empfänger berücksichtigt, wie zum Beispiel: Vermieter, Telefon/ Internet-Anbieter, Rundfunkbeitrag, Versicherung, Abonnements, Sportverein und Fitnessstudio. Durch eine gründliche Vorbereitung bei der Kontokündigung kann man sich einige Unannehmlichkeiten sparen. Um eine lückenlose Übersicht zu bekommen, sollten die Kontonutzer ihre letzten Kontoauszüge genau studieren, um unnötige Mahngebühren durch versäumte Zahlungen zu vermeiden. Ein Konto-Umzugsservice durch das Kreditinstitut ist nicht immer sinnvoll, denn eine Liste von Zahlungsempfängern muss in jeden Fall erstellt werden. Nutzer können dies auch selbst erledigen, ohne vertrauliche Daten an die zuständige Bank zu übermitteln. Sind alle Zahlungsempfänger ermittelt, kann der Bank- oder Kontowechsel telefonisch mitgeteilt werden.

3. Empfehlung: Vier Monate lang zwei Konten

Um sicher zu gehen, dass keine Missverständnisse passieren, sollte man beide Konten mindestens zwei Monate lang parallel nebeneinander führen. Experten empfehlen sogar einen Zeitraum von vier Monaten, um sicher zu gehen, dass keine Lastschriften mehr von dem alten Konto abgebucht werden. Der Freistellungsauftrag sollte so angepasst werden, dass die gezahlten Zinsen auf dem alten Konto, abgedeckt werden. Gleichzeitig sollte man die Laufzeit für den Antrag auf das Jahresende planen. So kann man im nächsten Jahr wieder über den kompletten Freibetrag für das neue Konto verfügen. Der Kontonutzer sollte sich zur Sicherheit alle Kontoauszüge aus seinem Online-Postfach sicher abspeichern. Wenn man zu einem späteren Zeitpunkt Kontoauszüge anfordert, muss man mit erheblichen Kosten rechnen.

4. Konto auflösen

Erst wenn keine Buchungen mehr festgestellt werden und es zu keiner Lastschrift-Abbuchung mehr kommt, ist der Kontowechsel erfolgreich abgeschlossen. Die Kündigung ist nun ohne Angaben von Gründen möglich. Ein formloses Schreiben ist ausreichend. Bei Festgeldkonten müssen allerdings Kündigungsfristen eingehalten werden, ansonsten muss mit einer verlängerten Laufzeit gerechnet werden oder mit einem erheblichen Zinsabschlag. Wenn alle Schritte genau befolgt wurden, kann das alte Konto aufgelöst werden.


Das Konto zu wechseln ist ein umfangreicher Prozess, für den sich der Nutzer etwas gedulden sollte. Das Allerwichtigste dabei: Das alte Konto erst dann kündigen, wenn wirklich alle Buchungen über das neue Konto laufen.

Redaktion finanzen.net
Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock.com, PhotographyByMK / Shutterstock.com
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