06.12.2022 10:56

Umfrage: Geringverdiener sind eher bereit, gegen hohe Gaspreise zu protestieren

Eskalation auf den Straßen?: Umfrage: Geringverdiener sind eher bereit, gegen hohe Gaspreise zu protestieren | Nachricht | finanzen.net
Eskalation auf den Straßen?
Folgen
Die gestiegene Inflation wird zwar von vielen Menschen in Deutschland als Problem wahrgenommen, die von manchen Beobachtern erwartete Eskalation auf den Straßen ist jedoch bislang ausgeblieben.
Werbung
Wie die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) zeigen, konnte sich vor einigen Wochen zwar rund jeder Vierte vorstellen zu protestieren. In die Tat umgesetzt haben dies dann aber deutlich weniger Menschen. 58 Prozent der Bevölkerung hatten im Zeitraum der Befragung zwischen Ende September und Ende Oktober nicht vor zu protestieren. 17 Prozent der Teilnehmer der Umfrage äußerten sich unentschlossen.
Werbung
Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 30) via CFD handeln (schon ab 100 €)
Partizipieren Sie an Kursschwankungen bei Öl, Gold und anderen Rohstoffen mit Hebel und kleinen Spreads! Mit nur 100 Euro können Sie durch einen Hebel mit der Wirkung von 3.000 Euro Kapital handeln.
Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

Generell zeigte sich: Wer nicht so viel Geld zur Verfügung hat, ist eher bereit, seinen Unmut über den Anstieg der Gaspreise auf die Straße zu tragen. Von den Menschen, für die eine Verdopplung der Wohnnebenkosten große finanzielle Probleme bedeuten würde, sind laut Studie 30 Prozent bereit zu protestieren. Unter denjenigen, die dadurch nicht in finanzielle Schwierigkeiten kämen, lag die Protestbereitschaft bei 22 Prozent.

Die Forscher hatten auch die Protestbereitschaft verschiedener Wählergruppen angeschaut. Von den potenziellen Wählerinnen und Wählern der AfD zeigten sich 42 Prozent bereit, wegen hoher Gaspreise zu protestieren. Damit war die Protestbereitschaft in dieser Gruppe deutlich höher als bei Menschen, die anderen Parteien zuneigen. Unter denjenigen, die sich gut vorstellen könnten, CDU, CSU, FDP oder die Linkspartei zu wählen, war der protestbereite Anteil mit jeweils rund 28 Prozent geringer. Bei den potenziellen Wählern der Grünen war er mit rund 22 Prozent den Angaben zufolge am niedrigsten.

Vorläufiger Höhepunkt der Protestwelle war der Tag der Deutschen Einheit. Am 3. Oktober gingen allein in Ostdeutschland mehr als 100 000 Menschen gegen hohe Energiepreise, Inflation und die Krisenbewältigungspolitik der Bundesregierung auf die Straße. Seitdem ist die Protestwelle abgeflacht.

Die DeZIM-Studie zeigt zudem, "dass ein bedeutender Teil der Personen, die gegen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstriert ist, bereit ist, aufgrund der hohen Energiepreise auf die Straße zu gehen". Dies könne ein Hinweis darauf sein, "dass sich in Deutschland ein Protestmilieu herausbildet, das sich durch geringes Vertrauen in die demokratischen Institutionen auszeichnet".

/abc/DP/zb

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Chepko Danil Vitalevich / Shutterstock.com, CCat82 / Shutterstock.com

Nachrichten zu Erdgaspreis - Natural Gas

  • Relevant
  • Alle
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für einen Rohstoff erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten, die sich im Speziellen mit diesem Rohstoff befassen

Alle: Alle Nachrichten, die diesen Rohstoff betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Rohstoffe betreffen

mehr News
Werbung

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.909,04-13,45
-0,70%
Kupferpreis9.226,35-119,00
-1,27%
Ölpreis (WTI)77,09-0,71
-0,91%
Silberpreis23,25-0,37
-1,57%
Super Benzin1,79-0,00
-0,11%
Weizenpreis286,00-1,50
-0,52%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

Heute im Fokus

Woche der Notenbanken: DAX leichter -- Pfizer stellt sich nach Rekordjahr auf Umsatz- und Gewinnrückgang ein -- ExxonMobil fährt 2022 Rekord-Gewinn ein -- Spotify, Rheinmetall, thyssenkrupp im Fokus

Amazon bekräftigt Fokus auf Sprachassistentin Alexa - Amazon erhöht Ökostrom-Produktion. General Motors: Zahlen und Ausblick besser als von Analysten erwartet. UPS verdient im vierten Quartal mehr. UniCredit hat 2022 Gewinn gesteigert. Volkswagen-Tochter Skoda reduziert Zahl der Produktionsschichten. UBS hebt Kursziel für MTU an. Warburg belässt Commerzbank auf 'Buy'.

Morgen live um 18 Uhr: Kunst als Kapitalanlage - Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Investition

Kunstwerke haben in vergangenen Krisen bewiesen, dass sie eine solide und renditestarke Geldanlage sind. Wie Sie bereits mit geringen Investitionen von der Wertentwicklung von Kunst profitieren können, erfahren Sie im Online-Seminar morgen um 18 Uhr!

Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Haben Sie vor, Ihre Investitionsquote am Kapitalmarkt in diesem Jahr zu erhöhen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln