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27.09.2018 09:16
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US-Notenbank Fed dreht an der Zinsschraube

Geldpolitik: US-Notenbank Fed dreht an der Zinsschraube | Nachricht | finanzen.net
Geldpolitik
Am Abend stand der Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auf der Agenda.
Die US-Notenbank hat ihren Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Er steigt um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent. Die Entscheidung entsprach den Erwartungen von Ökonomen und Börsianern. Die von Fed-Chef Jerome Powell angeführten Währungshüter fällten den Beschluss einstimmig. Gemessen an den Terminmärkten steht im Dezember die vierte Zinserhöhung in diesem Jahr mit großer Sicherheit auf dem Programm.

Die Währungshüter legten zugleich ihre neuen Zinsprojektionen vor. Für das Jahr 2019 sind weiter drei Zinsschritte vorgezeichnet. Und für das Jahr 2020 wird weiter eine Erhöhung avisiert. Für die Zeit danach enthalten die Projektionen keine weiteren Zinsschritte; die meisten Ratsmitglieder rechnen damit, dass der Leitzins gegen Ende 2020 bei 3,25 bis 3,50 Prozent liegt und dieses Niveau bis 2021 gehalten wird.

Die Federal Reserve strich die bisher übliche Passage aus ihrem Statement, wonach die Geldpolitik trotz der Zinserhöhung noch "akkommodierend" sei. Die Märkte treibt derzeit besonders die Frage um, wie weit die Fed die US-Zinsen in ihrem aktuellen Erhöhungszyklus steigen lässt.

Die steigenden Zinsen treffen auf eine sich ändernde Lage der Weltwirtschaft. Die Konjunkturdynamik in den Industrieländern nimmt ab, die Risiken in China sind hoch, die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China verschärfen sich, einige Schwellenländer stehen unter großem Druck. Und an den Finanzmärkten herrscht die Angst, dass die trotz kräftigen Wachstums expansive US-Finanzpolitik die Fed zu einer aggressiven Gangart bei den Zinsen zwingen könnte.

Mitarbeit: Andreas Plecko

Von Nick Timiraos

WASHINGTON (Dow Jones)

Bildquellen: fstockphoto / Shutterstock.com, spirit of america / Shutterstock.com

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