Bank of England nimmt abwartende Haltung ein
Die Bank of England hat bei ihrer Sitzung eine abwartende Haltung eingenommen. Der Leitzins wird auf dem historischen Tief von 0,50 Prozent belassen und auch das Wertpapierankaufprogramm wird nicht aufgestockt.
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Vergangenen Monat war das Kaufprogramm um 50 Milliarden auf 325 Milliarden Britische Pfund aufgestockt worden. Das MPC geht davon aus, dass es zwei weitere Monate dauern wird, bis das Programms abgewickelt sein wird.
Die britische Wirtschaft war im vierten Quartal 2011 in den Abschwung gerutscht, doch die Konjunkturindikatoren deuten auf eine freundlichere Entwicklung im ersten Quartal des laufenden Jahres hin. Eventuell kann eine technische Rezession sogar abgewendet werden.
Vor allem der nachlassende Preisauftrieb ist ein positives Signal für die Währungshüter. Im Januar war die Jahresrate auf 3,6 Prozent zurückgegangen, nachdem sie im Dezember noch bei 4,2 Prozent gelegen hatte. In der jüngsten Prognose rechnet die BoE damit, dass sich die Inflation am Jahresende um die angestrebte Zwei-Prozent-Marke einpendeln wird. Dies ließe der Zentralbank die Möglichkeit für eine weitere geldpolitische Lockerung über den Ankauf von Wertpapieren.
Die Inflationsprognose könnte allerdings von dem in die Höhe schießenden Ölpreis zunichte gemacht werden. Am 1. März verzeichnete das Barrel mit 79,09 Pfund einen neuen Höchstpreis. Die Zentralbanker stünden dann vor dem Dilemma, entweder den Leitzins anzuheben und die Erholung abzuwürgen oder die Geldpolitik zu lockern und die Teuerung weiter anzufachen.
LONDON (Dow Jones)