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27.12.2018 20:55
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Marktforscher: Fed muss "sehr, sehr vorsichtig sein" - zu strenge Geldpolitik könnte in einer Rezession münden

Zwei Erhöhungen sind zu viel: Marktforscher: Fed muss "sehr, sehr vorsichtig sein" - zu strenge Geldpolitik könnte in einer Rezession münden | Nachricht | finanzen.net
Zwei Erhöhungen sind zu viel
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Nachdem die US-Notenbank Fed Mitte Dezember den geldpolitischen Ausblick für 2019 verkündete, ging es an den Aktienmärkten reihenweise abwärts. Marktforscher James Bianco befürchtet nun sogar, dass es noch weitaus schlimmer werden könnte - zu viele Zinsanhebungen könnten eine Rezession auslösen.

Geldpolitischer Ausblick auf 2019 überraschend streng

Am 19. Dezember fand in den Vereinigten Staaten die letzte Zinssitzung der US-Notenbank Fed für dieses Jahr statt. Wie bereits im Vorfeld angenommen, erhöhte die Fed den Leitzins dabei zum vierten Mal in 2018. Überraschender fiel allerdings der Ausblick auf die angestrebte Geldpolitik im kommenden Jahr aus. Während die Fed im September noch mit drei Zinserhöhungen in 2019 gerechnet hatte, kündigte sie nun an, den Leitzins voraussichtlich nur zweimal zu erhöhen. Eine weitere Anhebung dürfte dann im Jahr 2020 folgen.

Auch dem zukünftigen Wirtschaftswachstum blickt die US-Notenbank mittlerweile weniger optimistisch entgegen. Man rechne mit einem etwas moderaterem Wachstum, sagte der Fed-Vorsitzende Jerome Powell.

Heftige Reaktion an den Aktienmärkten

An den Börsen kam es im Anschluss an den Zinsentscheid weltweit zu Ausverkäufen. Der deutsche Leitindex DAX sackte auf ein Zweijahrestief ab, der EuroSTOXX 50 rutschte währenddessen unter die Marke von 3.000 Punkten, was zuletzt im Dezember 2016 der Fall gewesen ist. Auch an der Wall Street zeigte sich ein ähnliches Bild: Der Dow Jones schloss auf seinem tiefsten Stand seit November 2017, der S&P 500 ging indes bei seinem niedrigsten Punktestand seit September 2017 aus dem Handel.

Bianco: Die Fed muss "sehr, sehr vorsichtig sein"

Doch das sei erst der Anfang, glaubt Marktforscher und Vorsitzender von Bianco Research James Bianco. Dieser Kursrutsch sei Vorbote einer viel schlimmeren Entwicklung. Der Beschluss, die Anhebungen im kommenden Jahr von drei auf zwei zu senken, sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings hatte Bianco gehofft, die Fed würde eine noch vorsichtigere Politik anvisieren. "Der Markt hat für nächstes Jahr weniger als eine Zinserhöhung eingepreist", so der Marktforscher.

Sollte die Fed also zukünftig tatsächlich eine solch strenge Politik verfolgen, drohe eine ernstzunehmende wirtschaftliche Abschwächung. Bereits im Vorfeld des letzten Zinsentscheides in diesem Jahr machte Bianco sich Sorgen, dass die Fed mit ihrer Zinspolitik zu weit gehen könnte. Jetzt, im Anschluss an die Notenbank-Sitzung, sieht sich der Marktforscher in seinen Ängsten bestätigt. Er glaubt, zwei Zinsschritte im nächsten Jahr könnten eine Rezession auslösen, denn eine zu strenge Politik der Fed sei immer eine der Hauptursachen für eine Rezession.

"Die Märkte sind besorgt, dass zwei Zinserhöhungen im nächsten Jahr zu viele sein könnten", sagte Bianco in CNBCs "Trading Nation". Die Fed müsse "sehr, sehr vorsichtig sein", damit sie mit einer zu strengen Geldpolitik nicht zu großen Schaden anrichte, wie sie es in der Vergangenheit bereits getan habe.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: fstockfoto / Shutterstock.com, fstockphoto / Shutterstock.com

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