Ertragswertverfahren

Ertragswertverfahren - Definition

Betriebswirtschaftliches Verfahren im Rahmen der Unternehmensbewertung, das sich an den künftigen Erfolgen des Unternehmens orientiert. Errechnet den Wert einer zu bewertenden Einheit (Unternehmen, Teilbetrieb, Beteiligung) als Summe der abgezinsten zukünftigen Cashflow. Die Unterschiede der einzelnen Verfahren liegen insbesondere in der Definition des Cashflows und der Berücksichtigung von Risikofaktoren. Es lassen sich zahlungsorientierte Überschussmethoden von Marktwertmethoden unterscheiden, so z. B.: (1) Deutscher Bewertungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in ES 1 niedergelegte Grundsätze, nach dem der Ertragswert den entnahmefähigen Gewinn durch den Diskontierungszinsfuß (Kapitalmarktzins + Risikozuschlag - Inflationsabschlag) dividiert, (2) Internationaler Bewertungsmaßstab, nach dem ein so genannter Free Cashflow ermittelt wird (Betriebliches Ergebnis nach Steuern + Abschreibungen - Investitionen in das Anlagevermögen + Erhöhung des Working Capital).
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Schneck (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 9. Auflage, München 2015
www.finanzen.net/wirtschaftslexikon/ertragswertverfahren/9

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