Red Hat-Aktie +49%: IBM will mit Red Hat Milliardenzukauf tätigen - S&P stuft ab

IBM will den Cloud-Software-Anbieter Red Hat übernehmen.
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190 US-Dollar pro Aktie will IBM für den Anbieter von Open-Source-Lösungen mit Sitz in Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina, Red Hat, auf den Tisch legen. Insgesamt hat die Transaktion nach Angaben von IBM einen Wert von 34 Milliarden Dollar. IBM-Chairman und -CEO Ginni Rometty nannte den Deal "bahnbrechend". "Es ändert alles im Cloud-Markt", sagte er. IBM werde durch den Zukauf die weltweite Nummer Eins der Hybrid-Cloud-Anbieter. Die Übernahme, denen die Boards beider Unternehmen bereits zugestimmt haben, soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres unter Dach und Fach sein.
S&P stuft IBM-Bonität nach Milliardenzukauf herunter
IBM hat den Zukauf auch mit einer Herabstufung seiner Bonität zu bezahlen. Die Ratingagentur S&P stufte die International IBM auf "A" von "A+" herunter und das bei einem negativen Ausblick.
Die Ratingagentur erwartet, dass der IT-Konzern die Akquisition mit der Aufnahme neuer Verbindlichkeiten und den verfügbaren Barmitteln stemmen wird. Die Verschuldungsquote werde dadurch auf den Faktor 2,4 von derzeit 1 steigen. Da IBM den Aktienrückkauf stoppe, werde die Verschuldung bis 2021 wieder auf den Faktor 2 zurückgehen.Der Konzern werde zwar von dem Zukauf profitieren, beispielsweise durch Kostensynergien und im Geschäft mit lizenzfreier Software und über den Verkauf zusätzlicher Dienste an bestehende Kunden. Es bestehe aber auch das Risiko, dass derzeitige Geschäftspartner von Red Hat sich abwenden würden, da einige von ihnen in Konkurrenz zu IBM stehen.
Die IBM-Aktie büßte im frühen NYSE-Handel zeitweise 2,98 Prozent auf 121,17 Dollar ein - bis zum Handelsende fielen die Papiere um 4,82 Prozent auf 118,77 Dollar. Die Red Hat-Aktie schoss im frühen Handel um 49,00 Prozent auf 173,79 Dollar nach oben. Den Montagshandel verließen die Papiere 45,32 Prozent im Plus bei einem Aktienkurs von 169,56 Dollar.
Von Dana Mattioli
NEW YORK (Dow Jones)
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