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16.04.2019 16:30
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Warum sich Jeff Bezos mehr Misserfolge bei Amazon wünscht

Aktionärsbrief: Warum sich Jeff Bezos mehr Misserfolge bei Amazon wünscht | Nachricht | finanzen.net
Aktionärsbrief
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Seit 1997 richtet sich Amazon-Gründer Jeff Bezos in einem jährlichen Brief an die Aktionäre seines Unternehmens. Im diesjährigen Brief erklärt er, aus welchen Gründen es für Amazon durchaus gut sein kann, "multibillion-dollar" Fehler zu machen.
Probieren geht bekanntlich über Studieren - eine ähnliche Einstellung scheint auch der Amazon-Chef höchstpersönlich zu vertreten. Jeff Bezos sprach in seinem jüngsten Aktionärsbrief unter anderem über milliardenschwere Experimente, die gerne schiefgehen dürfen. In der Vergangenheit sei dies bislang positiv für Amazon zu werten gewesen.

Fehltritt vor dem Erfolg?

Jeff Bezos zeigt sich in seinem jährlichen Brief überzeugt davon, dass Fehltritte gut für Amazon sind und untermauert seine Aussage mit einem Rückblick: Dabei nimmt er den finanziell gesehen größten Fehltritt von Amazon ins Visier - das Fire Phone. Bei dem 2014 gestarteten Versuch, ein eigenes Smartphone zu etablieren, ist der Internetriese gescheitert. Parallel zu diesem Misserfolg, konnte der E-Commerce-Konzern aber mit dem markeneigenen, smarten Lautsprecher Echo punkten. Bezos offenbarte, dass Amazon bei dem Fire Phone-Misserfolg erlangte Erkenntnisse für die Bemühungen um den Echo anwenden und schließlich Sprachassistentin Alexa schneller vorantreiben konnte.

Misserfolg muss einkalkuliert werden

Dass Wachstum nicht reibungslos verläuft, damit müssen Unternehmen wohl rechnen, wie es etwa beim Launch des Fire Phones der Fall war. "Die gute Nachricht für die Anteilseigner ist, dass eine einzige große Gewinnkette die Kosten vieler Verlierer mehr als decken kann", betont Bezos in dem Aktionärsbrief. Getreu dem Motto ‚wer nicht wagt, der nicht gewinnt‘, ergänzt Bezos: "Amazon experimentiert im richtigen Größenverhältnis für ein Unternehmen unserer Größe, wenn wir gelegentlich Ausfälle in Höhe von mehreren Milliarden Dollar haben". Er weist aber darauf hin, dass solche Versuche nicht "unbeschwert" durchgeführt werden. Doch nicht alle "Wetten werden sich am Ende auszahlen", trotz großer Bemühungen.

Aller Anfang ist schwer

Auch auf erfolgreiche Experimente blickt der Amazon-Chef in seinem Brief zurück. So spricht er beispielsweise über Amazon Go - inzwischen konnten 10 Standorte der lokalen Amazon-Geschäfte ohne Kassierer eröffnet werden. Kunden loggen sich mit ihren Apps im Laden ein: "Es war schwer dorthin zu gelangen. Technisch schwer. Wir mussten unsere eigenen Kameras und Regale entwerfen und bauen und neue Algorithmen für den Computer-Vision-Algorithmus erfinden", erinnert sich der 55-Jährige. Und auch über den Ursprung des nun erfolgreichen Amazon Web Service (AWS) sinniert Bezos und gibt zu, dass AWS ohne präsente Nachfrage entwickelt wurde - "Wie sich herausstellte, war die Welt tatsächlich hungrig und bereits nach einem Angebot wie AWS, wusste es aber nicht". Das Risiko einzugehen und den Cloud-Computing-Service auf den Markt zu bringen, wurde schließlich von Erfolg gekrönt. "Wir hatten keine Ahnung, folgten unserer Neugier, gingen notwendige finanzielle Risiken ein", berichtet Bezos. Und nun zählt AWS Millionen Kunden auf der ganzen Welt.

Geht es also nach Bezos, darf sich Amazon Fehltritte bei neuen Ideen erlauben - Risiken sind folglich ein notwendiges Übel auf dem Weg, Neues zu erschaffen. Denn wie er selbst zusammenfasst, seien Amazons größte Erfolge auf Misserfolge zurückzuführen.

Theresa Holz / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: David Ryder/Getty Images, Marvin Joseph/The Washington Post via Getty Images

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