APA ots news: Cybersicherheit gestärkt: FMA und OeNB ziehen positive Bilanz...

16.01.26 10:05 Uhr

APA ots news: Cybersicherheit gestärkt: FMA und OeNB ziehen positive Bilanz nach einem Jahr DORA

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EUweiter Aufsichtsrahmen macht Risiken digitaler

Abhängigkeiten erstmals umfassend sichtbar

Wien (APA-ots) - Sichere IT-Systeme und widerstandsfähige digitale

Infrastrukturen

sind für den Finanzmarkt unverzichtbar. Schon kurze Störungen bei

Bankomaten, Onlinebanking oder Zahlungsdiensten können Kund:innen

verunsichern und erhebliche Kosten verursachen. Zugleich nehmen

Cyberangriffe - verstärkt durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz -

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weltweit zu. Eine besondere Verwundbarkeit entsteht durch die starke

Abhängigkeit vieler Finanzunternehmen von wenigen großen IKT-

Dienstleistern (IKT - Informations- und Kommunikationstechnologie),

die häufig außerhalb der EU angesiedelt sind.

Mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA) hat die EU am

17. Jänner 2025 einen völlig neuen, europaweit einheitlichen

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Aufsichtsrahmen geschaffen. Er verpflichtet Finanzunternehmen,

digitale Vorfälle systematisch zu melden, kritische Dienstleister zu

identifizieren und regelmäßige Sicherheitstests durchzuführen. In

Österreich setzen die Finanzmarktaufsicht (FMA) und die

Oesterreichische Nationalbank (OeNB) diesen Rahmen gemeinsam um.

FMA-Vorstand Helmut Ettl: "DORA war ein zentraler Schritt, um die

Stabilität des europäischen Finanzmarktes im digitalen Zeitalter

nachhaltig zu stärken. Wir sehen nach einem Jahr bereits deutlich

mehr Transparenz über digitale Risiken."

FMA-Vorständin Mariana Kühnel: "Die Bedrohungslage entwickelt

sich dynamisch, auch durch KI-gestützte Cyberangriffe. Mit DORA

schaffen wir den notwendigen Fokus, um auch morgen resilient zu

sein."

OeNB-Direktor Thomas Steiner: "Ein Jahr nach Einführung von DORA

zeigt sich deren größter Erfolg in der Förderung eines grundlegenden

Kulturwandels der Finanzunternehmen im Bereich IT-Sicherheit: Es ist

das gemeinsame Verständnis, dass strukturierte Vorbereitung, klar

definierte Verantwortlichkeiten, enge Zusammenarbeit und regelmäßiges

Testen unabdingbare Voraussetzungen für einen resilienten digitalen

Finanzmarkt sind."

Zwtl.: Erste Ergebnisse: Mehr Transparenz über digitale Vorfälle

Im Jahr 2025 übermittelten österreichische Finanzunternehmen 103

Meldungen schwerwiegender IKT-Vorfälle an die FMA. Fast zwei Drittel

(63 %) dieser Vorfälle standen im Zusammenhang mit externen IKT-

Dienstleistern. Das neue Informationsregister für IKT-Dienstleister

ermöglicht FMA und OeNB eine rasche Einschätzung möglicher

systemischer Auswirkungen und verbessert die europaweite Koordination

bei Sicherheitsvorfällen. Zudem wurde erstmals eine einheitliche

Basis geschaffen, um Informationen zur Cyberbedrohung EU-weit

auszutauschen und schneller auf Angriffe reagieren zu können.

Zwtl.: Resilienztests: "Ethische Hacker:innen" testen kritische

Systeme

Systemrelevante Finanzunternehmen müssen alle drei Jahre

bedrohungsorientierte Penetrationstests durchführen. Dabei simulieren

"ethische Hacker:innen" realistische Angriffe auf kritische IT-

Systeme. Das TIBER Cyber Team der OeNB begleitet gemeinsam mit der

FMA die ordnungsgemäße Durchführung dieser Tests. Verpflichtete

Unternehmen wurden identifiziert und informiert; eine vorbereitende

Pilotphase wurde erfolgreich abgeschlossen.

Zwtl.: EU-weite Überwachung kritischer IKT-Dienstleister

Der neue DORA-Aufsichtsrahmen sieht auch eine direkte Überwachung

besonders wichtiger IKT-Drittdienstleister vor. 19 Anbieter -

darunter internationale Technologiekonzerne wie Amazon, Microsoft und

Google - wurden Ende 2025 identifiziert und werden heuer EU-weit

durch EBA, ESMA und EIOPA überwacht. FMA und OeNB arbeiten in

gemeinsamen Überwachungsteams mit. Festgestellte Risiken werden den

betroffenen Finanzunternehmen mitgeteilt; in letzter Konsequenz kann

sogar die Aussetzung der Dienstleistung angeordnet werden.

Zwtl.: Fazit: Stabilerer Finanzmarkt durch gemeinsame Anstrengungen

Mit DORA verfügen FMA, OeNB und der Finanzsektor erstmals über

ein einheitliches europäisches Instrumentarium, um digitale Risiken

frühzeitig zu erkennen und dadurch die Resilienz des Finanzsystems

nachhaltig zu erhöhen. FMA und OeNB werden die enge Zusammenarbeit

fortsetzen und die Implementierung der neuen Standards weiter

vorantreiben - für ein widerstandsfähiges, vertrauenswürdiges

Finanzsystem.

Weitere Informationen & Links:

-

FMA: DORA-Website

-

OeNB: TIBER-AT-Website

-

Reden wir über Aufsicht:

-

IKT-Risikomanagement unter DORA

-

DORA-Informationsregister

Rückfragehinweis:

Oesterreichische Nationalbank

Pressesprecherin

Mag.a Marlies Schroeder, MiM

Telefon: (+43-1) 404 20-6900

E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at

Website: https://www.oenb.at

Finanzmarktaufsicht

FMA-Mediensprecher

Boris Gröndahl

Tel.: +43-1-24959-6010

Mobil: +43 676 8824 9995

boris.groendahl@fma.gv.at

www.fma.gv.at

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