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17.10.2019 21:19
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Missbrauch der Marktmacht? Praktiken von Nike und adidas kritisiert

Benachteiligung von Stores?: Missbrauch der Marktmacht? Praktiken von Nike und adidas kritisiert | Nachricht | finanzen.net
Benachteiligung von Stores?
Ein britischer Einzelhandelsriese hat nun die Vertriebsstrategien der Sportartikelhersteller Nike und adidas öffentlich angeprangert und staatliche Ermittlungen gefordert.
• Sports Direct kritisiert Belieferungsstrategien der großen Sportartikelmarken
• Forderung nach Untersuchung auf Missbrauch der Marktmacht
• adidas und Nike wollen Verkaufsstellen zunehmend selbst kontrollieren

Sports Direct ist der größte Sportartikelhändler im Vereinigten Königreich. Der börsennotierte Konzern ist in 17 Ländern in Europa aktiv, 26.500 Mitarbeiter sind in dem Konzern beschäftigt. Doch trotz seiner Größe fühlt sich der Einzelhändler zunehmen von Sportartikelherstellern wie Nike und adidas unter Druck gesetzt - und fordert sogar eine offizielle Untersuchung von Staatsseite.

Artikel prangert Marktmacht von adidas & Co. an

Nachdem in der britischen Sunday Times ein Artikel mit dem Namen "Nikes Killer-Schlag gegen kleine Geschäfte" erschien, meldete sich Sports Direct mit einem Statement zu Wort, in dem viele Teile des Artikels aus Sicht des Einzelhändlers bestätigt wurden.

Die Sportbranche werde seit langem von den Must-Have-Marken wie adidas dominiert, kommentierte der Handelskonzern. Diese Marken "haben eine extrem starke Verhandlungsposition gegenüber den Einzelhändlern […] und nutzen ihre Marktmacht, um marktweite Praktiken umzusetzen, die darauf abzielen, die Kontrolle über das Angebot und letztendlich die Preisgestaltung ihrer Produkte zu übernehmen", teilte Sports Direct in einer Pressemitteilung mit.

Auch bei den Praktiken, die Marken wie adidas und Nike anwenden, um Einzelhändler unter Druck zu setzen, wurde der Einzelhandelskonzern konkret. Dazu zählten unter anderem Segmentierungsrichtlinien, die die Produktpalette für Einzelhändler einschränken, ebenso wie das Einstellen der Lieferungen bis hin zu völliger Lieferverweigerung.

Sports Direct habe eigenen Angaben zufolge lange Zeit gegen solche Praktiken gekämpft und sei daher in der Vergangenheit häufig benachteiligt worden, indem die Marken etwa die Belieferung mit wichtigen Schlüsselprodukten ohne offensichtlichen Grund einfach abgelehnt hatten. Als Beispiel nennt Sports Direct in diesem Zusammenhang die Nachbildung von Fußballtrikots des Fußballvereins FC Chelsea im Jahr 2013.

Offizielle staatliche Untersuchung gefordert

Sports Direct hat in diesem Zusammenhang die Regulierer aufgefordert, adidas, Nike & Co. wegen eines möglichen Missbrauchs ihrer Marktmarkt genauer auf die Finger zu schauen: "Nach Ansicht von Sports Direct würde die gesamte Branche von einer umfassenden Marktüberprüfung durch die zuständigen Behörden in Großbritannien und Europa profitieren", heißt es in dem Statement des Unternehmens.

Sportartikelhersteller wollen immer mehr Kontrolle

Tatsächlich wollen etablierte Marken wie adidas und Nike immer gezielter kontrollieren, wo ihre Produkte angeboten werden und in welchem Verkaufsumfeld sie präsentiert werden. Nike hat mit "Nike Direct" eigens eine Strategie verkündet, die sich auf Online-Verkäufe und eine Verbesserung der Lieferkette konzentriert, um neue Produkte schnell an den Kunden zu bringen. Die Strategie war zuletzt von Erfolg gekrönt: Durch Pop-up-stores und große Stores in Milliardenstädten hat es der US-Konzern geschafft, seine Bruttomarge zu verbessern, da die Produkte an diesen Standorten ohne Rabatte verkauft werden konnten.

Von Nachteil ist dies für Einzelhandelsketten oder kleinere Stores, die die hohen Erwartungen von Nike nicht erfüllen und daher in Sachen Belieferung mit neuesten Produkten stiefmütterlich behandelt werden.

Und auch adidas hat in den letzten Jahren Flagship-Stores als Wachstumstreiber auserkoren und immer wieder betont, "bis zum Jahr 2020 möchten wir mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes über selbst kontrollierte Verkaufsflächen erzielen". Dies hatte in der Vergangenheit bereits andere Einzelhändler wie Intersport verärgert, die sich im Nachteil sahen, wenn gehypte, neue Produkte, die Kunden in die Läden locken könnten, nicht an die Händler geliefert werden.

Redaktion finanzen.net

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