Celgene: Tiefe Taschen

Der US-Biotechriese Celgene schockierte die Branche durch den Abschluss einer immens teuren Kooperation.
von Julia Groß, €uro am Sonntag
Celgene erwirbt für rund 850 Millionen Dollar zehn Prozent der Firma Juno und zahlt dabei einen Aufschlag von 100 Prozent. Weitere 150 Millionen Dollar sichern das Recht, bestimmte Produkte von Juno zu vermarkten, sofern sie zugelassen werden.
Eine Milliarde für eine Firma, die erst seit zwei Jahren existiert, das ist mutig. Juno gilt zwar als einer der Vorreiter auf dem Gebiet der CAR-T-Immuntherapie, die bei Blutkrebs erste sehr überzeugende Ergebnisse lieferte. Junos am weitesten fortgeschrittenen Produkte sind jedoch gerade erst in Phase 1 von drei klinischen Testphasen. Das kann, auf Deutsch gesagt, komplett in die Hose gehen. Aber: Celgene kann sich das mit sieben Milliarden Dollar Cash und einem Reingewinn von 2,4 Milliarden Dollar in den vergangenen vier Quartalen ohne Weiteres leisten.
Fazit: Teure Aktie, doch Celgene ist der Marktführer und hat 30 Prozent Gewinnwachstum. Nicht abzusehen, dass sich das ändert. Kaufen.
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Bildquellen: Celgene, Alex011973 / Shutterstock.com