ISRA VISION rechnet Anfang 2020 wieder mit Auftragsbelebung - Aktie dennoch in Rot

Nach zuletzt schwachen Geschäften hat der Spezialmaschinenbauer ISRA VISION Hoffnung auf eine Trendwende.
Im Laufe des zweiten Quartals des seit Anfang Oktober laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 werde eine Erholung der Auftragseingangsdynamik erwartet, teilte das im SDAX notierte Unternehmen am Montag in Darmstadt mit. Ende November hatte das Unternehmen erklärt, dass die schwierige Lage in vielen Abnehmerbranchen und Regionen zu Verzögerungen bei den Aufträgen geführt habe. Aus diesem Grund hatte das Unternehmen die Umsatzprognose gesenkt. Der Aktienkurs fiel zum Wochenstart deutlich.
Mit dem am Montag veröffentlichten Umsatzplus von einem Prozent auf knapp 154 Millionen Euro lag ISRA VISION jetzt im Rahmen dieser gesenkten Prognose. Die gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erzielte Umsatzmarge sei im vergangenen Geschäftsjahr mit 22 Prozent stabil geblieben.
Im bis Ende September 2020 laufenden Geschäftsjahr werde weiter ein niedrig zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ertrag erwartet. Eine detailliertere Prognose will das Management im Februar 2020 veröffentlichen. Mittelfristig bleibe weiter das Überschreiten der Umsatzmarke von 200 Millionen Euro im Fokus.
Für den Analysten Zafer Rüzgar von Pareto Securities verlief das Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahrs von ISRA noch schlechter als angesichts der Eckdaten befürchtet. Zum tristeren Marktumfeld kämen noch Produktionsengpässe hinzu, weshalb sich einige Umsätze ins neue Geschäftsjahr verschieben würden, stellte Rüzgar fest.
So reagiert die ISRA VISION-Aktie
Nach einem enttäuschenden Abschluss des Geschäftsjahres sind die Papiere von ISRA VISION am Montag im Xetra-Handel zunächst um über 6 Prozent abgesackt. Knapp über der exponentiellen 200-Tage-Linie fanden sich dann wieder einige Käufer für die Papiere des Spezialmaschinenbauers und der Verlust schmolz bis Handelsende auf 5,11 Prozent bei 39,00 Euro ab.
Nach Einschätzung des Analysten Zafer Rüzgar vom Investmenthaus Pareto schnitten die Darmstädter im Schlussquartal sogar noch schwächer ab, als nach der Senkung der Umsatzprognose im November zu erwarten gewesen sei. Sowohl der Umsatz als auch der operative Konzerngewinn hätten die Markterwartungen verfehlt, so Rüzgar. Das für das Geschäftsjahr 2020 avisierte niedrig zweistellige Wachstum bei Umsatz und Ertrag entspreche in etwa der Markterwartung von plus 14 Prozent.
/zb/fba
DARMSTADT (dpa-AFX)
Weitere News
Bildquellen: ISRA VISION AG