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19.05.2018 15:00
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Minenaktien: Die besten Goldförderer fürs Depot

Euro am Sonntag-Aktien-Tipps: Minenaktien: Die besten Goldförderer fürs Depot | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Aktien-Tipps
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Ob wachsende geopolitische Risiken, Sorge vor einem Crash oder anziehende Zinsen - für den Einstieg in Edelmetallinvestments gibt es viele Gründe.
€uro am Sonntag
von Jörg Billina, €uro am Sonntag

Mit umgerechnet 4,8 Milliarden Euro rangiert Naguib Sawiris in der Forbes-Liste der reichsten Afrikaner auf Platz 6 und weltweit auf Platz 550. Sein Vermögen erzielte der Ägypter in der Telekombranche, mit Immobilien und an der Börse. Nun aber zieht Sawiris sein Geld aus Aktien ab. Nicht nur, weil ihm die Bewertungen etlicher Titel nach der langen Aufwärtsbewegung zu hoch erscheinen. Er fürchte vielmehr einen handfesten Crash, begründet der 63-Jährige seine Entscheidung. Sawiris ist nicht der einzige Milliardär, der pessimistisch in die Zukunft blickt. Auch Bill Gates erwartet schon in naher Zukunft eine Finanzkrise, die ähnliche Dimensionen annehmen könnte wie die aus dem Jahr 2008.


Den besten Schutz gegen Börsenverwerfungen bietet nach Ansicht von Sawiris Gold. Rund die Hälfte seines Privatvermögens hat er mittlerweile in das Edelmetall und in Goldminenaktien wie Endeavour Mining und Evolution Mining gesteckt. Nur wenige große Investoren sind derzeit noch stärker engagiert als er. Bis auf 1.800 Dollar könnte der Goldpreis pro Feinunze seiner Meinung nach klettern. Vom aktuellen Niveau ausgehend wäre dies ein Plus von 37 Prozent.


Die befürchtete Kurskorrektur an den Aktienmärkten ist aber nur ein Grund für Sawiris massiven Goldeinstieg. Er rechnet in den kommenden Monaten auch mit einer Zunahme geopolitischer Risiken, in deren Folge das Edelmetall als sicherer Hafen gesucht werde. Schon diese Woche könnte der Auftakt zu verschärften politischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten erfolgt sein, nachdem der US-Präsident das Atom­abkommen mit dem Iran aufkündigte.

Die Regierung in Teheran dürfte sich nun ihrerseits nicht an die Vereinbarungen halten und ihr Nuklearprogramm wieder aufnehmen. Nahostexperten halten dann eine militärische Konfrontation zwischen den USA sowie Israel einerseits und dem Iran andererseits für wahrscheinlich.


Martin Siegel, Fondsmanager des Stabilitas Pacific Gold + Metals sowie des Stabilitas Gold + Resourcen, stimmt in der Preisprognose von 1.800 Dollar mit Sawiris überein. Der Goldexperte sieht sogar Potenzial darüber hinaus und will ein neues Allzeithoch nicht ausschließen. Am teuersten war Gold bislang im August des Jahres 2011, die Feinunze notierte seinerzeit bei 1.900 Dollar.

"Geopolitische Risiken werden jedoch nicht der Haupttreiber für anziehende Notierungen sein", ist sich Siegel sicher. Das Edelmetall sei allenfalls zu Beginn einer geopolitischen Krise gefragt. Im weiteren Verlauf komme der Preis meist schnell wieder zurück. "Gold ist ein Metall des Friedens", sagt Siegel. Insbesondere in "goldverliebten" Schwellenländern wie China, Indien oder der Türkei würden die Menschen vor allem in Zeiten steigenden Wohlstands das Edelmetall erwerben. In wirtschaftlich oder politisch schwierigen Phasen würden sie sich dagegen von ihren Goldbeständen trennen, um sich vor Armut zu schützen.

Steigende Zinsen heben Gold

Seinen Goldpreisoptimismus leitet Siegel von wachsenden Inflationsgefahren und steigenden Zinsen ab. Die Begründung mag zunächst überraschen. Nicht wenige Investoren sind der Meinung, steigende Zinsen schaden der Attraktivität von Gold, da das Edelmetall selbst ja keine Zinsen abwirft. Doch mit steigenden Zinsen ziehen auch die Anleiherenditen an, spiegelbildlich fallen die Bondkurse.

"Das spricht für Gold", folgert Siegel. Steigende Zinsen dürften auch den bereits sehr gut gelaufenen Aktien schaden. Auch dies sollte Investoren zum Edelmetallkauf motivieren. Dass mit anziehenden US-Zinsen der Dollar stärker werden dürfte, müsse sich nicht unbedingt nachteilig auf Gold auswirken. "Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder Phasen, in denen Greenback und Edelmetall gleichzeitig anzogen", weiß Siegel.

Einen genauen Zeitpunkt, wann das Edelmetall die 1.800-Dollar-Marke reißt, nennt der Fondsmanager allerdings nicht. Sollte es jedoch dazu kommen, dann traut er Goldminenaktien einen Kursanstieg von 100 Prozent zu: "Der Hebel zwischen Goldpreis und Minenwerten ist groß. Noch dazu sind eine ganze Reihe von Titeln im Vergleich zu anderen Branchen relativ günstig bewertet."

Runter vom Schuldenberg

Unabhängig von den Gold betreffenden Rahmendaten und Entwicklungen sorgen die Unternehmen selbst für Kursfantasie. Das gilt etwa für den Branchenprimus Barrick Gold. Der Aktienkurs litt in der Vergangenheit unter extrem hohen Krediten, die zum Kauf von Konkurrenten und zur Erschließung neuer Minen aufgenommen worden waren. Konzernchef John Thornton hat in den drei Jahren seiner Amtszeit das kanadische Unternehmen jedoch wieder deutlich schlanker aufgestellt und Minen veräußert. Auch den Schuldenberg hat er um 50 Prozent abgebaut. Bis Ende des Jahres will er die Verbindlichkeiten von aktuell 6,4 Milliarden auf nur noch fünf Milliarden Dollar reduzieren.

Die Ratingagenturen haben darauf schon positiv reagiert und die Bonitätsnoten angehoben. Dass sein Kurs auch bei den Aktienanlegern ankommt, davon ist Thornton überzeugt. Im März stockte er seinen privaten Bestand an Barrick-Aktien auf. Eine gute Entscheidung - seit dem Kauf stieg der Kurs um 20 Prozent.

Auch mit Newmont Mining verdienen Anleger Geld. In den vergangenen drei Monaten legte die Aktie des Unternehmens aus Colorado zwölf Prozent zu. Newmont meldete für die ersten drei Monate des laufenden Jahres einen Gewinn von 192 Millionen Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Im Vorjahresquartal waren es nur 47 Millionen Dollar. Blackrock und AllianceBernstein sehen weiter Kurspotenzial. Meldungen zufolge haben die beiden Investmentgesellschaften ihre Anteile ebenso erhöht wie der Hedgefonds Millennium Management und der Pensionsfonds Ohio Public Employees Retirement System.

Ein Einstieg in Goldtitel ist für Investoren allerdings nicht ohne Risiko. Nicht nur das Edelmetall, auch der Ölpreis zieht an. Für die Minenbetreiber sind das aber Kosten, die auf die Margen drücken können. Der Ägypter Sawiris ist sich dessen bewusst, doch der Milliardär kauft möglicherweise noch zu. Geht seine Rechnung auf, dürfte er in der Forbes-Tabelle der Reichen einige Plätze nach oben rücken.

Investor-Info

Stabilitas Pac. Gold + Metals
Small und Mid Caps im Visier

Seit mehr als 20 Jahren investiert Martin Siegel in Goldminenwerte. Die lange Erfahrung zahlt sich aus. Der Fonds erzielte auf Sicht von drei Jahren über 70 Prozent. Der Manager setzt überwiegend auf kleine und mittelgroße Unternehmen. Im Portfolio finden sich unter anderem der südafrikanische Minenbetreiber AngloGold Ashanti und das australische Unternehmen Evolution Mining. Immer wieder mischt Siegel Explorationsunternehmen wie etwa Azumah Resources bei.

DJE - Gold & Ressourcen
Gut kombiniert

Fondsmanager Stefan Breintner investiert mindestens 30 Prozent in Aktien von Gold­minenbetreibern. Hoch gewichtet sind derzeit Newmont Mining, Evolution Mining und Yamana Gold. Zudem sucht der Manager nach vielversprechenden Unternehmen, die im Bereich anderer primärer Ressourcen wie Basismetalle, Öl und Gas oder Agrarrohstoffe aktiv sind. Die damit einhergehende Diversifikation soll das Risiko reduzieren. In den vergangenen vier Wochen legte der DJE - Gold & Ressourcen um mehr als fünf Prozent zu.

Barrick Gold
Chance auf mehr Glanz

Das Unternehmen zählt zu den größten Goldproduzenten weltweit, auch wenn in den vergangenen Jahren Minen verkauft wurden. Die Desinvestitionen waren nötig, um Verbindlichkeiten zu reduzieren. Mittlerweile erzielt Barrick Gold wieder hohe freie Cashflows. Zudem beginnt das Unternehmen, die Produktion auszuweiten. Im vergangenen Jahr gab die Aktie rund 27 Prozent ab. Seit Anfang März stieg der Goldtitel um 20 Prozent. Steigt der Goldpreis, sind weitere Gewinne drin.



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Bildquellen: Nomad_Soul / Shutterstock.com, Joe Belanger / Shutterstock.com

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