Hot Stock der Wall Street: Viacom

Der Chef des US-Medienkonzerns Viacom steht unter Druck: Philippe Dauman hat seit 2006 mehr als 336 Millionen Dollar verdient.
von Tim Schäfer, Euro am Sonntag
Doch in dieser Zeit entwickelte sich die Viacom-Aktie schlechter als der Index S & P 500. Auch Großaktionär Sumner Redstone ist als Chairman umstritten. Der 92-Jährige soll laut seiner Ex-Freundin nicht mehr in der Lage sein, ein eigenständiges Leben zu führen.
Die Situation ist verzwickt. Redstone und Dauman sind seit drei Jahrzehnten befreundet. Aktivisten werfen dem Duo Interessenkonflikte vor. Einer der Kritiker ist der Fondsmanager Mario Gabelli, dem zehn Prozent der Stimmrechte zuzuordnen sind. Er fordert Transparenz an der Führungsspitze. Viacom besitzt neben dem Musiksender MTV unter anderem das Filmstudio Paramount Pictures. Der Kanal "Comedy Central" verlor mit Jon Stewart, John Oliver und Stephen Colbert drei Stars an die Konkurrenz.
Auffällig: Redstone verkauft seit einiger Zeit Aktienpakete über die Börse. Ein neues Management könnte die Aktie wieder in Fahrt bringen. Das Gewinnvielfache ist nach dem Absturz einstellig. Auch die Dividendenrendite ist attraktiv.
Viacom
Branche: MedienFirmensitz: New York (USA)
Börsenwert: 16,7 Mrd. $
Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
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