01.09.2010 14:46

Praktiker in Prüfungslaune

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€uro sucht den „Finanzberater des Jahres“. Am 15. September ist Anmeldeschluss. Unter www.finanzberaterdesjahres.de finden Sie alle Infos dazu.
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von Ralf Ferken

Wie werden sich die Staatsschulden auf die Börsen auswirken? Sind Aktien jetzt attraktiver als Anleihen? Dies und vieles andere rund um Geldanlagen fragen sich zurzeit Bankoder Honorarberater, die „Finanzberater des Jahres“ werden wollen.

Bereits zum siebten Mal richtet unsere Schwesterpublikation €uro den renommiertesten Wettbewerb für die Branche in Deutschland aus. Eine Chance auf den Titel haben nur jene Teilnehmer, die theoretisches Wissen nachweisen und ihren Börsenverstand in profitable Investments umsetzen können. Jürgen Stengel aus Meßstetten von der Schwäbischen Alb nimmt schon zum dritten Mal teil. Im Vorjahr fehlte dem Finanzplaner der Beratungsfirma FinancialArchitects die Zeit, um alle Fragen im Wissensteil des €uro-Contests zu beantworten. „Diesmal will ich dranbleiben“, sagt er 42-Jährige.

Im anderen Teil des €uro-Wettbewerbs, dem Depottest, setzt Stengel auf zwei gleich gewichtete Strategien: Die defensive deckt er mit einem Absolute-Return- Fonds und einen Corporate-Bond-ETF ab. Für den offensiven Part hält er mit dem JPM Latin America und dem Nestor Australien zwei Aktienfonds. „Viele Staaten schieben die Konjunktur auf Teufel komm raus an“, erklärt Stengel. „Von der steigenden Liquidität sollten Aktien und Rohstoffe kurzfristig profitieren.“

Aber wenn die Charttechnik fallende Kurse signalisiert, will er die Aktienquote senken. Mit Blick auf die kommenden Jahre ist Stengel besorgt, weil die Staaten immer mehr Mittel einsetzen müssen, um Wachstum zu erzeugen. Er fürchtet deshalb einen „Crack-up Boom“. Der Begriff stammt vom Ökonomen Ludwig von Mises (1881–1973). Dessen Theorie: Durch immer massivere Staatseingriffe gerät die Geldentwertung außer Kontrolle. Die Folge wäre eine Anlegerflucht in Sachwerte, bis es eine große Enteignung – etwa in Form einer Währungsreform – gibt.

Doch das ist Zukunftsmusik. Der Wettbewerb zum Finanzberater des Jahres endet am 15. Dezember 2010. Diesen Termin hat auch Timo Werder, Privatkundenbetreuer der Volksbank Freiberg und Umgebung, im Blick. Der 34-Jährige, erstmals Contest-Teilnehmer, rangiert beim Depottest auf Platz 6. Werder investiert zweigleisig: Eine Handvoll Fonds möchte er bis Mitte Dezember halten – etwa den risikoreichen Aktienfonds Carlson India und den Wandelanleihen- Fonds Credit Suisse BF Convert Europe.

Daneben nutzt er kurzfristige Trends. „Mit einem Short-ETF habe ich zu Beginn des Wettbewerbs einen schönen Gewinn erzielt“, freut sich der Volksbanker. Inzwischen setzt er aber auf steigende Aktien – mit einem LevDAX- ETF, der die tägliche DAX-Entwicklung doppelt nachvollzieht. „Ich reduziere dessen Anteil jedoch, um stärker in Schwellenländer-Bonds anzulegen.“Am €uro-Contest gefällt Werder, dass er Rendite und Risiko im Auge behalten muss. Das sei praxisnah.

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Oskar

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