BaFin ermittelt wegen möglichem Insiderhandel in Gagfah-Aktien
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ermittelt nun auch formell wegen des Verdachts des Insiderhandels in Gagfah-Aktien.
"Wir haben eine formelle Untersuchung eingeleitet", sagte eine Sprecherin der Behörde zu Dow Jones Newswires. "Wir werden uns nun den Fall näher anschauen und wenn wir weitere Anhaltspunkte finden, sind wir verpflichtet, die Staatsanwaltschaft einzuschalten."
Welche Anhaltspunkte die Behörde bislang fand und gegen wen sich die Untersuchung richtet, wollte sie unter Hinweis auf das laufende Verfahren nicht mitteilten. Bereits seit mehreren Wochen hatte sich die Aufsicht im Rahmen einer "routinemäßigen Analyse" mit den Kursbewegungen der Immobilienaktie beschäftigt.
Bei der Bilanzvorlage Ende März hatte der Gagfah-Vorstandsvorsitzende William Joseph Brennan laut Medienberichten bestätigt, dass die Behörde auch seine Aktiengeschäfte prüfe. Dabei verwahrte er sich gegen den Vorwurf des Insiderhandels, alle Verkäufe seien veröffentlicht worden. Eine aktuelle Stellungnahme des Gagfah-Chefs und des Unternehmens war kurzfristig nicht erhältlich.
Den Pflichtmitteilungen zufolge hat sich Brennan im Februar von Gagfah-Aktien im Wert von 4,7 Mio EUR getrennt. Vier Wochen später machte die Stadt Dresden eine Milliardenklage gegen das MDAX-Unternehmen wegen Vertragsbruchs öffentlich. Verpflichtungen, die die Gagfah 2006 beim Kauf kommunaler Wohnungen eingegangen sei, seien in den Folgejahren nicht eingehalten worden, hieß es zur Begründung. Ein starker Kursverlust der Gagfah-Aktie war die Folge.
May 27, 2011 04:37 ET (08:37 GMT)
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(Dow Jones)