Solarworld: Heiße Hauptversammlung
Am Freitag wird Solarworld seinen Aktionären Rede und Antwort stehen. Zu diskutieren gibt es angesichts der Fast-Pleite wohl einiges.
Werte in diesem Artikel
von Jörg Bernhard
Dass die Aktie von Solarworld stürmische Zeiten erlebt hat, zeigt ein Blick auf den Chart des ehemaligen TecDAX-Schwergewichts. In den vergangenen 12 Monaten schwankte der Titel zwischen 22,21 und 155,10 Euro. Dies führte auf Basis der vergangenen 250 Tage zu einer Volatilität in Höhe von 118,8 Prozent. Doch aufgepasst: Der optisch hohe Aktienkurs ist ausschließlich den zuvor erfolgten Kapitalmaßnahmen zu verdanken, wo beispielsweise eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 150:1 durchgeführt wurde. Das heißt 150 alte Aktien wurden in eine neue Aktie getauscht. Dies erklärt auch das exorbitant hohe Rekordhoch von über 7.000 Euro, das für Ende 2010 ausgewiesen wird. Tatsächlich hat freilich niemand diesen Mondpreis bezahlt.
Lichtblick nach Quartalszahlen
Mitte Mai meldete die Solarfirma Unternehmenszahlen für das erste Quartal, die von den Börsianern regelrecht bejubelt wurden. Seither legte die Solarworld-Aktie nämlich um 14,9 Prozent zu. Der Konzern steigerte in den ersten drei Monaten des Jahres seine Absatzmengen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 41 Prozent auf 154 (Q1 2013: 109) Megawatt. In der Bilanz machte sich dies allerdings nicht sonderlich positiv bemerkbar. So verzeichnete der Konzern einen Rückgang seines Umsatzes auf 99,4 (Q1 2013: 112,2) Millionen Euro. Vor allem die Gewinnentwicklung gefiel den Investoren. Insgesamt verbesserte sich das konzernweite Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im 1. Quartal 2014 um 159,2 Millionen Euro auf 137,2 (Q1 2013: -22,0) Millionen Euro. Bei den Analysten sucht man Optimisten allerdings vergeblich. Auf der Website des Solarunternehmens empfehlen die meisten Analysten den Titel zum Verkauf (Sell). Ab und zu sieht man zwar ein neutrales Rating (Hold), diese Studien sind aber meist älteren Datums und dürften mittlerweile nicht mehr gültig sein. Grund: Viele Analysehäuser haben das Unternehmen im Zuge der drohenden Insolvenz von Ihrer Beobachtungsliste gestrichen. Für Privatanleger wird dadurch eine Bewertung fast unmöglich.
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