Herausforderungen

Aktienanalyst: Das Apple-Sentiment könnte nicht viel schlechter sein

18.04.24 23:23 Uhr

Apple-Aktie an NASDAQ abgeschlagen: Warum das Apple-Sentiment aktuell nicht viel schlechter sein könnte | finanzen.net

Der iKonzern hat aktuell mit unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen, die auch auf die Performance der Apple-Aktie drücken. Laut einem Analysten von Mizuho Securities könne das Sentiment rund die den Tech-Riesen "nicht viel schlechter sein".

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• Apple-Aktie mit enttäuschender Performance
• Absage des Apple Cars belastet
• Schwächelnde iPhone-Nachfrage

Der iKonzern Apple kämpft aktuell gleich an mehreren Fronten, was auch auf die Performance der Apple-Aktie drückt. So hat der Anteilsschein in diesem Jahr bereits 12,74 Prozent an Wert verloren und damit auch einen Großteil der Gewinne verpasst, die andere Tech-Größen im Zuge der KI-Rally einstreichen konnten.

Geht es nach einem Analysten von Mizuho Securities könnte das Apple-Sentiment aktuell "nicht schlechter sein", wie ihn Investing.com zitiert. Dies schlägt auch auf die Bewertung der Apple-Aktie nieder. So strich das Analysehaus Loop Capital erst vor Kurzem das 12-Monats-Kursziel für den Anteilsschein von 185 auf 170 US-Dollar zusammen. Auch die Investmentbank JPMorgan reduzierte erst vor wenigen Tagen ihr Kursziel von 215 auf 210 US-Dollar, behält jedoch ihr Overweight-Rating bei. Die DZ Bank stufte derweil erst Ende März 2024 ihre Bewertung von "Kaufen" auf "Halten" nach unten und reduzierte ihr Ziel von 210 auf 180 US-Dollar.

So bewerten Analysten die Apple-Aktie

Insgesamt verbleiben die Einschätzungen der Apple-Aktie jedoch moderat positiv. So zählt das Papier laut TipRanks 16 Kauf-, 10 Halte-Ratings und lediglich zwei Verkaufsempfehlungen und auch das mittlere Kursziel von insgesamt 28 Wall Street-Experten liegt mit 200,21 US-Dollar noch 19,71 Prozent über dem letzten Schlusskurs von 168,00 US-Dollar (Stand: 17. April 2024).

Abbruch des Projekts Titan

Doch was sind die Faktoren, die auf dem Apple-Sentiment besonders lasten? Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass sich der iKonzern im Februar von seinen Plänen verabschiedete, ein eigenes Auto auf den Markt zu bringen. Dabei hatte der Tech-Riese bereits mehrere Jahre an dem Projekt Titan gearbeitet, auch wenn das Apple Car nie offiziell angekündigt wurde. Berichten zufolge sei ein E-Auto geplant gewesen, welches nicht nur über die Option des autonomen Fahrens, sondern auch über zahlreiche Schnittschnellen mit weiteren Produkten und Diensten des iKonzern verfügt hätte.

Warum das Projekt letztlich abgeblasen wurde, darüber wurde offiziell nichts verlautet, einem Bericht der NZZ zufolge hätte sich der Marktstart jedoch nach zahlreichen Aufschiebungen in der Vergangenheit noch einmal von 2026 auf 2028 verschoben. Darüber hinaus sei die verbaute Technologie noch nicht so fehlerfrei gelaufen, wie man es sich erhofft hätte. Negative Berichte rund um Unfälle von anderen Anbietern autonomer Fahrzeuge wie Tesla oder Cruise hätten zusätzlich belastet. Mit der Beerdigung dieser Pläne, stirbt jedoch auch die Hoffnung zahlreicher Analysten, Apple könnte mit seinem eigenen Fahrzeug ein neues Marktsegment revolutionieren, ähnlich wie es der iKonzern mit dem Launch seines iPhones einst schaffte. Immerhin: Die rund 2.000 Mitarbeiter, die zuvor an dem Projekt Titan arbeiteten, sollen laut Informationen von Mark Gurman von Bloomberg nun in KI-Projekten eingesetzt werden, wie Yahoo Finance berichtet. Wie genau ein solcher Vorstoß in den Bereich der künstlichen Intelligenz jedoch konkret aussehen soll, ist bislang ungewiss.

Schwächelnde iPhone-Nachfrage

Was den Apple-Konzern außerdem umtreibt, ist die schwächelnde Nachfrage nach iPhones, insbesondere in dem wichtigen Absatzmarkt China. Wie Counterpoint Research laut Investing.com bekannt gab, hätten Apples iPhone-Verkäufe in den ersten sechs Wochen 2024 in China um 24 Prozent abgenommen. Darüber hinaus sei der Marktanteil des US-Riesen auf 15,7 Prozent geschrumpft. Noch im Vorjahr hatte der iKonzern den zweiten Rang in der Volksrepublik bekleidet, nun reicht es lediglich für Rang 4. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf IDC-Daten schreibt, seien die iPhone-Auslieferungen im ersten Quartal 2024 außerdem um zehn Prozent zurückgegangen. Dabei habe Apple seine Top-Position als größter Smartphone-Hersteller der Welt an Samsung abtreten müssen. Nach Apple folgt nun der chinesische Tech-Konzern Xiaomi mit einem Marktanteil von 14,1 Prozent.

Im ersten Quartal 2024 hätte Apple insgesamt 50,1 Millionen iPhones verschifft. Noch im Vorjahr seien es im selben Zeitraum jedoch 55,4 Millionen Einheiten gewesen.

Wie Reuters schreibt, gehe der Rückgang Apple insbesondere in China auch darauf zurück, dass einige chinesische Unternehmen und staatliche Behörden mittlerweile darin eingeschränkt würden, ihren Mitarbeitern Apple-Geräte zur Verfügung zu stellen. Damit hat die chinesische Regierung auf ähnliche Maßnahmen in den USA reagiert.

Hoffnung auf Entwicklerkonferenz

Vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Herausforderungen dürften Anleger mit großen Interesse auf die Neuerungen warten, die Apple möglicherweise im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz Mitte Juni vorstellen wird. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Apples KI-Ambitionen liegen. Wenn diese nicht enttäuschen, könnte sich das Blatt für die Apple-Aktie möglicherweise noch zum Positiven Wenden.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com, Phuong D. Nguyen / Shutterstock.com

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