Marc O. Schmidt-Kolumne

Allianz will mit Ausschüttungen punkten

27.02.24 07:28 Uhr

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Allianz will mit Ausschüttungen punkten | finanzen.net

In Zeiten, in denen eine NVIDIA-Aktie seit Jahresbeginn knapp 70 Prozent an Wert zugelegt hat und mit Blick auf die Marktkapitalisierung zum drittwertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen ist, wirken grundsolide Ergebnisse und Kurssteigerungen, wie im Fall der Allianz (WKN: 840400 / ISIN: DE0008404005), nicht sonderlich beeindruckend. Allerdings konnte auch der Versicherungsriese aus dem DAX zuletzt mit positiven Meldungen aufwarten.

Allianz behält die Leitzinsen im Blick

Die Allianz konnte mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 mit neuen Rekorden bei operativem Ergebnis und bereinigtem Jahresüberschuss der Anteilseigner aufwarten. Trotzdem fanden Marktteilnehmer das ein oder andere Haar in der Suppe.

Einige hatten sich beispielsweise deutlichere Dividendenerhöhungen gewünscht, während sich beispielsweise die Konkurrenz bei den Aktienrückkäufen zuletzt etwas großzügiger gezeigt hatte. Außerdem hatten einige Bereiche wie die Lebens- und Krankenversicherung lange Zeit von den hohen Zinsen profitiert.

Diese sollten im laufenden Jahr jedoch, aller Voraussicht nach zunächst bei der US-Notenbank Fed und später bei der EZB sinken. Trotzdem konnte sich das Allianz-Management auch mit Blick auf die weiteren Aussichten optimistisch präsentieren.

Lebens- und Krankenversicherung sorgt für Schub

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 hat sich das Management der Münchner ein operatives Ergebnis in Höhe von 13,8 bis 15,8 Mrd. Euro vorgenommen. 2023 wurde eine Steigerung im Vorjahresvergleich um 6,7 Prozent auf 14,7 Mrd. Euro erzielt.

Hauptsächlich war für diesen Anstieg der Bereich Lebens- und Krankenversicherung, während sich in der Schaden- und Unfallversicherung die Inflation unter anderem in Form höherer Kosten bei Reparaturen für Schäden negativ bemerkbar machte. Das gesamte Geschäftsvolumen hatte sich im Vorjahr um 5,5 Prozent auf 161,7 Mrd. Euro erhöht, während die Dividende um 21,1 Prozent auf 13,80 Euro steigt.

Aktuell würde dies einer attraktiven Dividendenrendite von 5,6 Prozent entsprechen. Darüber hinaus steigt die Dividendenausschüttungsquote von 50 auf 60 Prozent. Obendrauf kommt ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1 Mrd. Euro.

Das obere Ende der Ergebnisprognose wird angepeilt

Deutsche Bank-Analyst Hadley Cohen zeigte sich von der Ausschüttungspolitik bei der Allianz nicht gerade begeistert. Letztlich seien die Ausschüttungen auf einem ähnlichem Niveau wie zuvor geblieben, während ein stärkerer Fokus nun auf die Dividende gelegt würde. Dieser Umstand sollte aus seiner Sicht jedoch am Markt gut ankommen. Ein Grund, warum er das Kursziel für die Allianz-Aktie von 265 auf 275 Euro angehoben und das “Buy”-Rating bestätigt hatte.

Noch optimistischer ist Berenberg-Analyst Michael Huttner. Er traut der Allianz-Aktie einen Kurs von 309 Euro zu und damit ein Kurspotenzial von rund einem Viertel. Das “Buy”-Rating wurde bestätigt, da der Analyst davon ausgeht, dass der Konzern im laufenden Jahr beim Gewinn das obere Ende der in Aussicht gestellten Zielspanne erreichen sollte.

Mein Fazit

Nicht jede Aktie kann so beeindruckende Kurszuwächse wie NVIDIA hinlegen. Mit einem KGV von unter 10 sowie mit einer Dividendenrendite von 5,6 Prozent punktet die Allianz derzeit unter anderem aus bewertungstechnischer Sicht. Hinzu kommt die langjährige Erfolgsgeschichte der Versicherungskonzerns, und dies auch in schwierigen Marktphasen.

Wer nicht nur auf Allianz, sondern gleich auf mehrere Unternehmen setzen möchte, die “wegen ihrer herausragenden Geschäftsmodelle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in mehr als 100 Jahren noch erfolgreich am Markt agieren werden”, sollte einen Blick auf das Morgan Stanley Indexzertifikat (WKN: DA0ABN / ISIN: DE000DA0ABN5) auf den “Aktien für die Ewigkeit Index”. werfen. In diesem sind neben der Allianz unter anderem auch LVMH, Walt Disney und Linde vertreten.

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