Marktbericht

Rekorde ohne Ende: DAX schließt erstmals in der Geschichte über 17.500-Punkte-Marke

27.02.24 17:38 Uhr

Börse Frankfurt: Novum in der Börsengeschichte - DAX schließt über 17.500 Zählern | finanzen.net

Am deutschen Aktienmarkt war auch am Dienstag keine Schwächung auszumachen.

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Mit einem minimalen Plus von 0,05 Prozent auf 17.431,37 Punkte ist der DAX in die Dienstagssitzung gegangen. Bei 17.563,41 Punkten gelang dem DAX im späten Handel eine neue Bestmarke.

Am Ende des Handelstages gab es dann einen weiteren Rekord zu feiern: Das deutsche Börsenbarometer beendete die Sitzung auf dem höchsten Schlussstand seiner Geschichte - bei 17.556,49 Zählern - und damit erstmals über der 17.500-Punkte-Marke. Im Vergleich zum Vortagesschlusskurs bedeutete dies einen Kurszuwachs in Höhe von 0,76 Prozent.

Getragen wurde der neuerliche Anstieg vor allem von Kursgewinnen im Automobilsektor und von den beiden DAX-Schwergewichten SAP und Siemens.

"Viele Aktienmärkte haben neue Hochs erreicht. Warum auch nicht? Die Leitzins dürften nicht weiter steigen, und mit einer Rezession ist nicht zu rechnen, schon gar nicht in den USA", schrieb Chefanleger Chris Iggo von AXA Investment Managers. Eine Antriebsfeder für die Gewinne der Unternehmen seien neue Technologien. Diese hätten eine höhere Produktivität zur Folge, nicht zuletzt Künstliche Intelligenz. Das könnte auch bei den Kursgewinnen von SAP und Siemens eine Rolle spielen.

Blick nach Übersee

Seit dem Oktober-Tief hat der DAX rund ein Fünftel an Wert gewonnen. Wegweisend bleiben die New Yorker Börsen, die nach leichten Kursverlusten vom Vortag am Dienstag einen ruhigen Handel hinlegen. "Das Hauptthema über Nacht war Konsolidierung", schrieben am Morgen die Experten der Commerzbank. Wie die Experten der Schweizer Bank UBS vorrechneten, hat der marktbreite S&P 500 in diesem Jahr eine Serie von 13 Höchstständen hinter sich und der technologiewertelastige NASDAQ 100 zwölf. Treiber dafür seien solides Wachstum, die Fantasie für Künstliche Intelligenz (KI) und die Aussicht auf baldige geldpolitische Lockerungen in den USA. Wegen dieser Spekulation auf Lockerungen - die zuletzt einige Dämpfer erhalten hatten - warten Anleger gespannt auf Inflationssignale, die später in dieser Woche aus den USA und Europa kommen.

Frische Konjunkturdaten

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich nach einem herben Rückschlag wieder leicht verbessert. Insbesondere die flauen Konjunkturaussichten drücken auf die Stimmung, wie die Marktforschungsunternehmen GfK und NIM berichteten. Für März ermittelten die Konsumforscher einen Anstieg ihres Indikators auf minus 29,0 Punkte von revidiert minus 29,6 (zunächst: minus 29,7) im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 29,0 Punkte erwartet.

Weil es die Deutschen in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage nach wie vor für ratsam halten, zu sparen, fällt die Erholung des Konsumklimas - trotz eines sprunghaften Anstiegs der Einkommenserwartungen - eher moderat aus, erklärten die Konsumexperten.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Reuters / Dow Jones Newswires

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