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07.09.2016 11:35

Merkel fordert geschlossene Front gegen die AfD

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   Von Stefan Lange

   BERLIN (Dow Jones)--Nach der Wahlschlappe bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel die im Bundestag vertretenen Parteien dazu aufgefordert, gemeinsam Front gegen die Alternative für Deutschland zu machen. Die AfD sei nicht nur eine Herausforderung für die CDU, "sie ist eine Herausforderung für uns alle in diesem Hause", sagte Merkel am Mittwoch bei der Generaldebatte im Bundestag. Die AfD hatte am Sonntag aus dem Stand 20,8 Prozent der Stimmen geholt und ist vor der CDU zweitstärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern.

   "Wir mussten vor drei Tagen einen Wahlsonntag erleben, an dem letztlich nur die AfD gewonnen hat und zwar zweistellig, in dem sie allen anderen Parteien Prozente abgenommen hat", sagte Merkel. Dies gar nicht so sehr in absoluten Stimmzahlen, aber vor allem, indem die AfD Nichtwähler mobilisiert habe. "Das hat dazu geführt, dass die Christlich Demokratische Union im Landtag hinter der AfD liegt", sagte Merkel.

Was jetzt? "Und uns treibt jetzt alle die Frage um: Wie gehen wir mit solch einer Situation um?", fragte die Regierungschefin. Wählerbeschimpfungen brächten da gar nichts und seien auch nicht angebracht.

   "Aber Politiker, die wie wir hier Verantwortung tragen, sollten sich sowieso in ihrer Sprache mäßigen", appellierte Merkel. "Denn wenn auch wir anfangen, in unserer Sprache zu eskalieren, gewinnen nur die, die es immer noch einfacher und noch klarer ausdrücken können."

   "Wenn wir anfangen, dabei mitzumachen, dass Fakten beiseite gewischt oder ignoriert werden können, dann sind verantwortbare und konstruktive Antworten in der Sache nicht mehr möglich", sagte Merkel. "Wenn wir anfangen, uns in der Sprache und tatsächlich an denen zu orientieren, die an Lösungen nicht interessiert sind, verlieren am Ende wir die Orientierung."

Herausforderung für alle Jede der im Bundestag vertretenen Parteien müsse sich "nach Wahlabenden wie an dem vom Sonntag an die eigene Nase fassen, selbstkritisch schauen, was in Zukunft anders und besser gemacht werden kann", sagte Merkel. Das verstehe sich von selbst, "und es gibt ja auch noch genug Probleme zu lösen."

   Sorgen müssten ernst genommen werden, erklärte Merkel. Auch, indem das Ernstnehmen von Sorgen und das Erläutern von Fakten zwei Seiten einer Medaille seien. Alle täten gut daran zu erkennen, "dass eine Partei wie die AfD nicht nur eine Herausforderung für die Christlich Demokratische Union ist - auch wenn deren Protagonisten das munter verbreiten, und andere es mehr oder weniger gerne aufgreifen, zum Teil wider besseren Wissens -, sondern sie ist eine Herausforderung für uns alle in diesem Hause".

   "Wenn wir untereinander nur den kleinen Vorteil suchen, um nur irgendwie mit einem blauen Auge über einen Wahlsonntag zu kommen, gewinnen nur die, die auf Parolen und scheinbar einfache Antworten setzen", sagte Merkel und appellierte: "Ich bin ganz sicher, wenn wir uns das verkneifen, und bei der Wahrheit bleiben, dann gewinnen wir - und wir gewinnen so das wichtigste zurück was wir brauchen - das Vertrauen der Menschen."

   Kontakt zum Autor: stefan.lange@wsj.com

   DJG/stl/kla

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   September 07, 2016 05:04 ET (09:04 GMT)

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