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18.05.2020 22:24

Softbank will angeblich Anteile an T-Mobile US an Deutsche Telekom verkaufen - Telekom- und T-Mobile US-Aktien fester

Milliardenschweres Geschäft: Softbank will angeblich Anteile an T-Mobile US an Deutsche Telekom verkaufen - Telekom- und T-Mobile US-Aktien fester | Nachricht | finanzen.net
Milliardenschweres Geschäft
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Der japanische Mischkonzern Softbank will einem Pressebericht zufolge einen bedeutenden Anteil am gerade fusionierten US-Mobilfunker T-Mobile US an die Deutsche Telekom verkaufen.
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Der japanische Mischkonzern Softbank will einem Pressebericht zufolge einen bedeutenden Anteil am gerade fusionierten US-Mobilfunker T-Mobile an die Deutsche Telekom verkaufen. Dazu befänden sich Softbank und die Deutsche Telekom in Gesprächen, berichtete das "Wall Street Journal" ("WSJ") am Montag unter Berufung auf informierte Personen. Mit einem möglichen Deal würde die Telekom ihren Anteil von derzeit knapp 44 Prozent auf über 50 Prozent erhöhen. Das Geschäft würde dabei milliardenschwer ausfallen, denn T-Mobile US ist derzeit an der Börse insgesamt rund 120 Milliarden US-Dollar wert (111 Mrd Euro). Ein Telekom-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

T-Mobile US und der von Softbank dominierte Rivale Sprint waren am 1. April zusammengegangen. Die Deutsche Telekom hatte sich dabei rund 43 Prozent der Anteile gesichert, kontrolliert das neue Unternehmen aber bereits über eine Stimmrechtsvereinbarung mit Softbank und konsolidiert die US-Tochter damit weiter in den eigenen Zahlen. Zudem hatten die Telekom und Softbank weitreichende Haltefristen für ihre Anteile an der neuen T-Mobile vereinbart. Ohne Zustimmung aus Bonn können die Japaner also keine Aktien verkaufen.

Wie viele Aktien Softbank genau an die Telekom abgeben wolle, sei noch Gegenstand der Gespräche, hieß es im "WSJ" weiter. Softbank hielt nach dem Zusammenschluss rund 24 Prozent der Aktien. Der Konzern war Mehrheitseigentümer von Sprint. Sprint war ursprünglich der Telekom auf dem US-Markt eine Nasenlänge voraus, musste sich in den vergangenen Jahren aber dem aggressiven Wachstumskurs von Ex-T-Mobile-Chef John Legere geschlagen geben. Die von Softbank angedachte Führungsrolle bei der damals schon ins Auge gefassten Konsolidierung auf dem US-Markt mussten die Japaner nach einigem Zögern damit schließlich an die Bonner abgeben.

Softbank ist derzeit dabei, in großem Stil Beteiligungen loszuschlagen, um mit den freiwerdenden Mitteln Schulden zu senken und über einen Aktienrückkauf Geld an die eigenen Aktionäre auszuschütten. Die Japaner um Konzernchef und Tech-Mogul Masayoshi Son waren in der Corona-Pandemie deutlich unter Druck geraten, weil sie milliardenschwer in Tech-Unternehmen und Start-Ups rund um den Erdball investiert haben, der Marktwert dieser Beteiligungen aber in der Krise deutlich fiel.

So reagieren die Telekom und die T-Mobile US-Aktie

Die als defensiv geltenden Aktien der Deutschen Telekom sind am Montag dem sehr starken Gesamtmarkt hinterhergehinkt. Die T-Aktien legten via XETRA um 2,27 Prozent auf 13,95 Euro zu und gehörten damit zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex DAX. Die T-Aktien gelten als wenig konjunktursensibel und rücken so in guten Börsenzeiten in der Gunst der Anleger häufiger nach unten. Der DAX wurde von besser als befürchtet ausgefallenen japanischen Wirtschaftsdaten beflügelt und zog um knapp 3 Prozent an.

Der japanische Mischkonzern Softbank will einem Pressebericht zufolge einen bedeutenden Anteil am gerade fusionierten US-Mobilfunker T-Mobile US an die Deutsche Telekom verkaufen. Dazu befänden sich Softbank und die Deutsche Telekom in Gesprächen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Mit einem möglichen Deal würde die Telekom ihren Anteil von derzeit knapp 44 Prozent auf über 50 Prozent erhöhen. Ein Telekom-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Ein Händler sagte, die Bedingungen des möglichen Deals wären für die Telekom wohl positiv. Dies habe die Stimmung gegenüber den Telekom-Aktien zumindest etwas gehoben.

Ein anderer Börsianer hingegen sagte, die Gerüchte über einen Kauf von Softbank-Anteilen seien nicht neu. Zudem wies er darauf hin, dass der Telekom-Vorstandsvorsitzende Timotheus Höttges sich während einer Analysten-Telefonkonferenz nach der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen zufrieden mit der Höhe des Anteils an T-Mobile US gezeigt habe.

Ohnehin, betonte der Börsianer weiter, hätten die Telekom und Softbank schon weitreichende Haltefristen für ihre Anteile an der neuen T-Mobile US vereinbart, und die Deutsche Telekom kontrolliere das neue Unternehmen bereits über eine Stimmrechtsvereinbarung mit Softbank. Insofern erscheine ein derartiger Deal unwahrscheinlich, zumal die Telekom bereits zeitweise ihren angestrebten Verschuldungskorridor überschreite.

Wenngleich die T-Aktien an diesem Montag zu den Schlusslichtern im DAX gehörten, sieht die Kursbilanz seit Jahresbeginn gerechnet etwas erfreulicher aus: Während der DAX angesichts der Corona-Krise bislang ein Minus von fast 19 Prozent angehäuft hat, steht bei den Papieren der Bonnern aktuell lediglich ein Abschlag von rund 5 Prozent zu Buche.

Aus charttechnischer Sicht werden die Anteilsscheine der Telekom seit Anfang Mai von den 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien gestützt, die den kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trend beschreiben. Aktuell laufen die Papiere auf die langfristige 200-Tage-Linie zu, die derzeit bei etwa 14,50 Euro verläuft.

Die T-Mobile US-Aktie gewann im Nasdaq-Handel 4,70 Prozent und schloss bei 101,90 US-Dollar.

BONN/TOKIO (dpa-AFX)

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