MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
übertroffen.
USA - ANLEIHEN
Die Renditen von US-Staatsanleihen zeigten sich zweigeteilt. Während sie am kurzen Ende des Marktes leicht nachgaben, stiegen sie am langen Ende etwas. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erhöhte sich um 2,5 Basispunkte auf 4,25 Prozent. Auf der einen Seite gaben die Inflationsdaten den Renditen Auftrieb. Auf der anderen Seite hieß es, die Nominierung Warshs könnte kurzfristig den Weg zu Zinssenkungen ebnen. Marktteilnehmer vermuteten hinter den geringen Bewegungen am Anleihemarkt auch Zweifel der Anleger daran, ob es Warsh gelingen werde, die anderen Mitglieder des Board of Governeurs der Fed auf seine Seite zu ziehen.
+++++ DEVISENMARKT +++++
Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Fr, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1847 -0,0% 1,1852 1,1884 +1,2%
EUR/JPY 183,42 -0,4% 184,12 183,29 -0,4%
EUR/CHF 0,9161 -0,0% 0,9164 0,9160 -1,6%
EUR/GBP 0,8669 +0,1% 0,8661 0,8661 -0,0%
USD/JPY 154,82 -0,3% 155,35 154,24 -1,3%
GBP/USD 1,3667 -0,1% 1,3686 1,3721 +2,2%
USD/CNY 6,9739 -0,1% 6,9783 6,9769 -0,7%
USD/CNH 6,9505 -0,1% 6,9602 6,9534 -0,3%
AUS/USD 0,6914 -0,4% 0,6943 0,6996 +4,4%
Bitcoin/USD 75.689,45 -2,0% 77.242,95 82.828,95 -12,0%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Der US-Dollar stieg mit der Fed-Personalie - der Dollar-Index legte um 0,8 Prozent zu. ING-Analyst Francesco Pesole erinnerte an die falkenhaften Ansichten Warshs in der Vergangenheit - "insbesondere was den Bilanzabbau betrifft". Die Wahl von Warsh dürfte dazu beitragen, den Dollar etwas zu stabilisieren und das asymmetrische Risiko einer tiefen, andauernden Dollarschwäche zu verringern (...)", ergänzte Analystin Krishna Guha von Evercore ISI und verwies ebenfalls auf den falkenhaften Ruf Warshs. Zudem stehe er für die Unabhängigkeit der Fed.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.480,64 4.895,64 -8,5% -414,99 +13,2%
Silber 73,82 85,45 -13,7% -11,67 +19,8%
Platin 1.629,26 1.830,04 -11,0% -200,78 +4,1%
Kupfer 5,64 5,92 -4,9% -0,29 +3,3%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Gold und Silber stürzten nach ihrer jüngsten Rally ab, auch belastet vom festeren Dollar. Damit kam es nach der jüngsten Rekordjagd, die Gold bis knapp an die Marke von 5.600 Dollar je Feinunze geführt hat, zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Die Feinunze verbilligte sich um 9,2 Prozent auf 4.887 Dollar. Der Silberpreis brach um 27 Prozent ein.
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 61,67 65,21 -5,4% -3,54 +14,2%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Auch die Ölpreise gerieten mit der Aufwertung des Dollar unter Druck leicht unter Druck. Die Iran-Spannungen, die in den vergangenen Tagen die Preise hochgetrieben hatten, stützten jedoch weiter und verhinderten größere Verluste. US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 65,21 Dollar je Barrel.
+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++
FED
- Der Präsident der St. Louis Fed, Alberto Musalem, hat sich zurückhaltend zu weiteren Zinssenkungen geäußert. Der Grund ist nach seiner Aussage, dass die Inflation hartnäckig über dem 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve verharrt. Bei einer Veranstaltung in Arkansas sagte Musalem, er stimme der Entscheidung der Fed diese Woche zu, die Zinsen stabil zu halten. Er glaube, dass der Satz von 3,5 bis 3,75 Prozent nicht mehr hoch genug sei, um die Wirtschaft signifikant zu bremsen. Andauernde Preisanstiege sollten die Fed davon abhalten, die Zinsen zu senken, um die Wirtschaft zu stützen, sagte er.
- Fed-Gouverneurin Michelle Bowman sieht die Geldpolitik weiterhin als moderat restriktiv an und stuft die Abwärtsrisiken für den Arbeitsmarkt als unverändert ein. In einer Rede in Oahu auf Hawaii im Anschluss an die Entscheidung der Federal Reserve vom vergangenen Mittwoch, die Zinsen unverändert zu lassen, erklärte Bowman, dass sie die Entscheidung für eine Zinspause unterstütze. Sie fügte jedoch hinzu, dass sie auch für eine weitere Lockerung der Geldpolitik hätte stimmen können, um sich stärker gegen das Risiko einer weiteren Verschlechterung des Arbeitsmarktes abzusichern.
- Die Fed hätte die Zinsen in dieser Woche nach Ansicht des nationalen Wirtschaftsberaters Kevin Hassett senken sollen. Auf die Frage, ob er glaubt, dass die Notenbank mit der Beibehaltung des Zinsniveaus einen Fehler gemacht hat, sagte Hassett im Interview mit CNBC: "Das tue ich, das tue ich." Das Wirtschaftswachstum sei stark und er glaube, dass ein starkes Wachstum ohne eine starke Inflation möglich sei.
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February 02, 2026 01:30 ET (06:30 GMT)