Neue Gigafactory

Tesla hat große Pläne: Neue Fabrik in Thailand soll Handelswettkampf mit China entspannen

28.05.24 21:43 Uhr

Im Handelswettkampf mit China: Neue Fabrik von NASDAQ-Titel Tesla in Thailand soll Marktsituation umkrempeln | finanzen.net

Tesla ist erneut unter Druck. Der Elektroautohersteller zieht aktuell neue Standorte für potenzielle Fabriken in Betracht. Insbesondere Thailand scheint für Tesla vielversprechend zu sein.

Werte in diesem Artikel
Aktien

28,37 EUR 0,25 EUR 0,89%

172,76 EUR 1,04 EUR 0,61%

2,19 EUR 0,10 EUR 4,77%

• Tesla plant Fabrikbau in Thailand
• Gespräche mit Indien
• Musk: Kein Verständnis für Zollerhöhung



Es wird nicht ruhig um Tesla: Investoren und Branchenanalysten zeigen sich aufgrund des deutlichen Umsatzrückgangs des amerikanischen Elektroautoherstellers besorgt. Der wettbewerbsintensive Markt für E-Autos forderte starke Preissenkungen, um die Nachfrage anzukurbeln. Folglich entließ Musk eine Vielzahl an Tesla-Mitarbeitern und kürzte die Ausgaben für das EV-Supercharger-Netzwerk. Die größte Herausforderung stellt jedoch der anhaltende Handelskrieg mit China dar. Nachdem die US-Regierung angekündigt hatte, Chinas Fähigkeit, den US-Markt mit Produkten erneuerbarer Energien - insbesondere Elektrofahrzeugen - zu überschwemmen, einzuschränken, steht Tesla nun unter Druck. Denn: Tesla hat einen Betrieb in Shanghai, welcher für die Produktion und Verbrauchernachfrage von entscheidender Bedeutung ist. Den Spagat zwischen neuen Wachstumschancen und der Herausforderung durch zunehmende Konkurrenz, Lieferkettenunterbrechungen sowie steigende Rohstoffpreise zu meistern, dürfte für Tesla schwierig werden. Der US-Konzern richtet seinen Fokus daher zunehmend auf Asien, allerdings jenseits von China. Besonders Thailand, die Elektroauto-Hauptstadt Südostasiens, gewinnt an Bedeutung, denn Tesla plant seine nächste Gigafactory dort zu errichten. Thailand bietet mit seiner gut ausgebauten Automobilinfrastruktur, qualifizierten Arbeitskräften und Steueranreizen eine vielversprechende Basis, um die aktuelle Abhängigkeit von China zu verringern und langfristig neue Märkte zu erschließen. Tesla hat bereits erste Gespräche mit der thailändischen Regierung über den Bau einer potenziellen Fabrik geführt. Laut Craig Irwin, Research-Analyst bei Roth-Capital, könne eine Tesla-Fabrik in Thailand sowohl zu einer Milderung der Auswirkungen des Handelskriegs führen als auch die Nachfrage in Südostasien angemessen bedienen. Die Region Südostasien stellt mit ihren 650 Millionen Einwohnern einen riesigen Markt dar, in dem US-Zölle keine Rolle spielen. Tesla könnte hier von einer diversifizierten Produktionsbasis und neuen Absatzmärkten profitieren. Allerdings ist das Unternehmen gefordert, ein erschwinglicheres Modell anzubieten, um in diesen preissensitiven Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein geplantes 25.000-US-Dollar-Modell könnte die Wende bringen, doch die Konkurrenz aus China, wie BYD und Xiaomi, ist stark. Tesla steht somit vor großen Herausforderungen, aber auch vor enormen Chancen in Asien. Die kommenden Monate werden zeigen, ob inwiefern Elon Musk und sein Team diese Balance meistern.

Tesla plant Fabrik in Indien

Berichten der britischen Tageszeitung The Telegraph zufolge plant Tesla, Indien als potenziellen Fabrikstandort zu nutzen. Die indische Regierung hatte bereits zuvor ihre Bereitschaft signalisiert, die Einfuhrzölle für Elektrofahrzeuge zu senken. Voraussetzung für diese Zollermäßigung ist jedoch, dass sie nur jenen Herstellern zugutekommt, die bereit sind, innerhalb der nächsten drei Jahre mindestens 500 Millionen US-Dollar in ein Werk in Indien zu investieren. Insbesondere die Automobilzentren in den indischen Bundesstaaten Maharashtra, Gujarat und Tamil Nadu scheinen für Tesla interessant zu sein.

Musk kritisiert Zölle

Die Ankündigung der US-Regierung, die Importzölle auf Elektroautos aus China auf 100 Prozent zu erhöhen, fand bei Elon Musk wenig Anklang. Laut ihm habe "weder Tesla noch ich" danach gefragt, erklärte er gegenüber CNBC auf der VivaTech-Konferenz. Weiter erklärte der Tesla-Chef, dass er die Entscheidung nicht unterstütze, vielmehr habe ihn die Ankündigung überrascht: "Tesla konkurriert recht gut auf dem Markt in China, ohne Zölle und ohne deferentielle Unterstützung. Ich bin nicht für Zölle". Mit Steueranreizen für Elektrofahrzeuge sei Musk ebenfalls nicht einverstanden, wie er im Rahmen der VivaTech-Konferenz ergänzte.

Redaktion finanzen.net

Ausgewählte Hebelprodukte auf BYD

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BYD

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Werbung

Bildquellen: betto rodrigues / Shutterstock.com, Scott Olson/Getty Images

Nachrichten zu Tesla

Analysen zu Tesla

DatumRatingAnalyst
14.06.2024Tesla NeutralGoldman Sachs Group Inc.
11.06.2024Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
08.05.2024Tesla NeutralUBS AG
30.04.2024Tesla Equal WeightBarclays Capital
29.04.2024Tesla OutperformRBC Capital Markets
DatumRatingAnalyst
29.04.2024Tesla OutperformRBC Capital Markets
24.04.2024Tesla OutperformRBC Capital Markets
17.04.2024Tesla OutperformRBC Capital Markets
15.04.2024Tesla OutperformRBC Capital Markets
08.04.2024Tesla BuyDeutsche Bank AG
DatumRatingAnalyst
14.06.2024Tesla NeutralGoldman Sachs Group Inc.
08.05.2024Tesla NeutralUBS AG
30.04.2024Tesla Equal WeightBarclays Capital
25.04.2024Tesla HoldDeutsche Bank AG
24.04.2024Tesla NeutralUBS AG
DatumRatingAnalyst
11.06.2024Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
24.04.2024Tesla UnderperformBernstein Research
24.04.2024Tesla VerkaufenDZ BANK
24.04.2024Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
16.04.2024Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Tesla nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"